Aus der Reihe: Ein nie geklärtes Verbrechen – die Massaker während der sogenannten „wilden“ Vertreibung.
Frech kehrten sie die Schuld um und verhöhnten ihre Opfer, so wie es in Shakespeares «Richard III.» heißt:
„Ich tu das Bös‘ und schreie selbst zuerst.
Das Unheil, das ich heimlich angestiftet,
Leg ich den andern dann zur schweren Last…
Dann seufz ich, und nach einem Spruch der Bibel sag ich,
Gott heiße Gutes tun für Böses;
Und so bekleid‘ ich meine nackte Bosheit
Mit alten Fetzen, aus der Schrift gestohlen,
Und schein ein Heil’ger, wo ich Teufel bin“

Das Geschehen
In Bezug auf das Massaker von Aussig, geben allein die Leichen, welche wie Strandgut „angespült“ wurden, Aufschluss. Es sind mehrere Tausend Menschen qualvoll zu Tode gekommen.
Schon am Vormittag des 31. Juli 1945 waren die Svoboda-Garde sowie ca. 300 sehr zweifelhaft aussehende Personen, die mit einem Zug aus Prag angereist waren, in der Stadt eingetroffen.
Im Stadtteil Schönpriesen lagerte in einem Depot in der Zuckerfabrik eine große Menge verschiedener Munition, die von der Wehrmacht zurückgelassen worden war. Dort beschäftigte man deutsche Häftlinge aus dem tschechischen Koncentračni Tabor (Konzentrationslager) Ùsti-Všebořice (Aussig-Schöbritz), die an diesem Tag bereits um 14.45 Uhr aus der Zuckerfabrik entfernt wurden.
Gegen 15.00 Uhr explodierte das Munitionsdepot. Das war der Startschuss. Die Jagd auf alle Deutschen begann.
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Auch der Ort Postelberg wurde Anfang Juni 1945 zum Schauplatz eines Völkermords an der lokalen deutschsprachigen Bevölkerung.
Man fand Überreste von mehr als 800 Toten. Historiker vermuten jedoch bis zu 2300 Opfer.
Sie mussten ihre eigenen Gräber schaufeln, wurden erschossen, erschlagen, verscharrt.
Die Konzentration der deutschen Bevölkerung und die Selektierungsmaßnahmen geschahen am 28. und 29. Mai 1945.
Am 3. Juni wurden die Männer von Saaz/Zatec (13 bis 65 Jahre alt, auch Kranke und Krüppel) unter großer Gewalteinwirkung und vielen Schüssen auf dem Marktplatz von Saaz zusammengetrieben. Es waren ungefähr 5000 Menschen. Nachzügler wurden auf der Stelle erschossen.
Drei Deutsche, die von ihren Wohnungen aus dieses unmenschliche Treiben verfolgten, nahmen sich das Leben, um nicht in die Hände der Verbrecher zu fallen.
Im Laufe des Vormittags wurden die Männer und Knaben in drei Kolonnen unter Peitschenhieben und Schüssen nach Postelberg getrieben, das 15 km von Saaz entfernt liegt. Wer nicht mehr gehen konnte, wurde sofort erschossen. Postelberg war menschenleer, da die Bewohner zuvor in Lager getrieben worden waren.
Niemand weiß, wie viele Einwohner des Saazerlandes nach dem Krieg tatsächlich getötet wurden. Abgesehen von einer Exhumierung nach dem Krieg, die von einer parlamentarischen Kommission angeordnet wurde, sind keine umfassenden Untersuchungen durchgeführt worden.
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Was ist dem grauenvollen „Geschehen“ vorausgegangen?
Die Tschechoslowakei war ein Geschöpf der „Friedensverträge“, die auf den Ersten Weltkrieg folgten: ein neuer Staat, zusammengeschustert aus den Überresten des nun erloschenen Österreichisch-Ungarischen Reiches.
Die Bevölkerung dieses neuen Staates bestand aus
7.450.000 Tschechen,
2.300.000 Slowaken,
720.000 Magyaren (Ungarn),
560.000 Ruthenen,
300.000 Juden,
100.000 Polen und
3.200.000 Deutschen, die mithin fast ein Viertel der gesamten Landesbevölkerung umfassten.
Zur Rechtfertigung der Vertreibung der Sudetendeutschen aus ihrer Heimat nach 1945 gehört die Geschichtslegende, nach dem Münchener Abkommen vom 29. September 1938 seien Tschechen aus dem dann dem Deutschen Reich angegliederten Sudetenland „vertrieben“ worden.
Eine solche Vertreibung hat es niemals, insbesondere 1938-1945 nicht, gegeben.
Tatsache ist, dass in den vom Münchener Abkommen betroffenen Gebieten der damaligen Tschechoslowakei neben der deutschen Mehrheit Ende 1918 rund 160 000 tschechische Volksangehörige lebten, es im Mai 1939 nach amtlichen Statistiken1 jedoch etwa 320000 Tschechen waren, also rund doppelt so viele. Sie waren nach 1918 zum Beispiel als Beamte oder Lehrer auch in die rein deutschen Orte gekommen, um diese Gebiete zu tschechisieren.
Die Sudetendeutschen waren dort seit dem Mittealter ansässig gewesen und hatten im österreichischen, ab 1867 im österreichisch-ungarischen Reich großen Wohlstand erworben.
(Siehe auch die Zeittafel).
Die durch den Vertrag von St. Germain64 im Jahre 1919 künstlich geschaffene Tschechoslowakei wurde nun von der tschechischen Mehrheit regiert, was im Wesentlichen für die 3,2 Millionen Deutschen bedeutete, dass sie nun von ihren früheren Untertanen regiert wurden. Es war den Tschechen eine große Genugtuung, die ehemals überlegenen Deutschen herumzukommandieren
Nach den seit 1918 den Sudetendeutschen zahlreichen zugefügten Ungerechtigkeiten (alle aufzuführen, würde hier den Rahmen sprengen), unternehmen wir den Zeitsprung in das Jahr 1938, als Henlein und seine Sudentendeutsche Partei der Prager Regierung acht Forderungen zur Neuordnung der innerstaatlichen Verhältnisse vorlegte.
Als im Sudetengebiet Kämpfe ausbrachen und Gerüchte von deutschen Truppenbewegungen jenseits der Grenze umgingen (die sich als unwahr erwiesen), machte die tschechische Armee mobil. Zu jener Zeit wurde die Mobilisierung allgemein als Provokation gesehen, und ein Krieg zwischen der Tschechoslowakei und Deutschland schien gewiss.
Ein solcher Krieg wurde von Churchill und seiner Gruppe sogar angeheizt.
Die Folgen, welche mit dieser Art der Propaganda einhergehen sind bekannt.
Dem nicht genug!
Die Tragödie nach der Tragödie wird durch das Benes-Dekret als Zusatzprotokoll zum Vertrag von Lissabon im Jahr 2009 noch besiegelt.
Wir erinnern uns: Benes schloss Vertrag mit Stalin und gab somit den Startschuss zur Vertreibung der Deutschen.
Das Dekret besteht fort…
Wir schreiben das Jahr 2008 und es hagelt scharfe Kritik aus Deutschland an tschechischen Nachforderungen aus dem Jahre 2008. Eine Kritik, die geflissentlich wie immer nur Schall und Rauch war…
Also alles wie gehabt und noch viel schlimmer.
Das Benes Dekret von Heute: Ausnahmen sind immer erlaubt, solange sich nur alles gegen die Deutschen richtet.
Auch Polen und Großbritannien setzten Ausnahmen durch
Derzeit ermögliche die EU-Grundrechtecharta, die Bestandteil des Vertrages ist, tschechische Gerichte zu umgehen, sagte Klaus. Er sei besorgt, dass die Charta den Benesch-Dekreten von 1945 und 1946 widerspreche, nach denen rund 2,5 Millionen Sudetendeutsche aus der damaligen Tschechoslowakei vertrieben und enteignet worden waren.








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- Hier ein ausführlicher Bericht zu den nie geklärten und gesühnten Verbrechen – Nichts für schwache Nerven!
http://www.egerer-landtag.de/Geschichte/Massaker.htm#Die%20Massaker%20von%20Aussig%20/%20%C3%9Asti%20am%2031.%20Juli%201945
Quelle:
-Rolf Kosiek, Dr. Olaf Rose: „Der große Wendig“, Weltbild „Unvergessene Heimat Sudetenland“, Spiegel „EU-Reformvertrag tschechische Nachforderungen“