Wer hat’s gewusst? Gerade fiel mir dieser Artikel aus Februar 1945 in die Hände. Abgeheftet wurde dieser in der „Bertelsmann-Chronik“ Bibliothek des 20. Jahrhunderts 1944-1947

Dort steht: Allein im Februar 1945 erklärten fünf südamerikanische und vier arabische Nationen dem Deutschen Reich den Krieg:
Ecuador (2. Februar)
Paraguay (8. Februar)
Peru (12. Februar)
Uruguay (15. Februar)
Venezuela (16. Februar)
Ich zitiere aus dem Artikel (siehe auch Beitragsbild): „Häufig steckt hinter den Kriegserklärungen auch die Absicht, einen Anspruch auf deutsche Reparationsleistungen zu erlangen.“
Rückblick: Über 50 Nationen haben Deutschland den Krieg erklärt, und die Alliierten (Siegermächte) behaupten gebetsmühlenartig, Deutschland sei allein am Zweiten Weltkrieg schuld. Eine Fülle historischer Akten belegen von Beginn an eher das Gegenteil.
Ist je Vergleichbares geschehen? Wurde jemals im Laufe der menschlichen Geschichte einem einzigen Volk von über 50 Nationen der Krieg erklärt, um diesem hinterher für alle gegen es gerichteten Kriegserklärungen die Alleinschuld zuzuschreiben? Zu jener Zeit gab es auf der ganzen Erde gerade mal 60 Staaten!
Wenn wir also in den nächsten Tagen und Wochen unserer Toten gedenken, die im Bombenhagel durch die vernichtenden Luftangriffe der Alliierten ums Leben kamen, dann sollten wir uns daran erinnern, wer, wem, wann und aus welchen Gründen den Krieg erklärt hat. Ungeachtet der mehr als 28 Versuche unterbreiteter Friedensvorschläge bis in das Jahr 1941 hinein, von deutscher Seite aus. Warum wurden all diese Versuche ignoriert und abgelehnt?
Nun kam mir noch eine Sendung in den Sinn, die erst vor Kurzem über die Bildschirme aus den öffentlich-rechtlichen Reihen in deutsche Wohnzimmer flackerte. Dort unternahm man den etwas holprigen Versuch Deutschland nun doch von der alleinigen Kriegsschuld des Ersten Weltkrieges freizusprechen, weil es ja doch“ irgendwie“ ganz anders war. Soso…
Ein wenig spät, diese Erkenntnis? Oder? Nachdem Milliarden /Billionen an Kriegsschulden beglichen wurden, für eine Schuld, die es nie gab.
Gibt es also Hoffnung, dass unsere Urenkel irgendwann darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass es mit dem darauf folgenden Krieg (also dem sogenannten Zweiten Weltkrieg) doch ganz anders war? Vielleicht, ja. Aber natürlich erst dann, wenn die „Einnahmen“ stimmen, getilgt für eine Schuld, die es so nie gab.
Es ist einfach! Wenn ein Krieg den nächsten ablösen kann, weil man einem Volk, in dem Fall dem deutschen Volk, die Friedensverträge verweigert, kann man immer so weitermachen. Der Zweite Weltkrieg ging in Fortsetzung des Ersten.., und spinnen wir das mal weiter.., so ginge jeder weitere Weltkrieg lediglich in Fortsetzung von… und so weiter und so fort… Der, der die „Zeche“ bezahlen muss, steht längst fest.
Und auch diese Frage stellt sich mir immer dann, wenn ich auf der Suche nach Antworten bin:
Warum erklärte London 1939 den Sowjets nicht den Krieg?
Als die deutsche Wehrmacht Polen angegriffen hatte, erklärte Großbritannien nach einem außergewöhnlich kurzen Ultimatum am 3. September 1939 Deutschland den Krieg. Als die Sowjets am 17. September in Polen von Osten einmarschierten, erklärte London Moskau nicht den Krieg, brach nicht einmal die diplomatischen Beziehungen ab. Zu den Einzelheiten, die dazu gerne verschwiegen werden, kommen wir aber ein anderes Mal.

Bis heute werden Deutschland noch von 53 Staaten die sonst üblichen Friedensverträge verweigert.
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Warum eigentlich, ignoriert man aus den politischen Reihen die „Feindstaatklausel?“
Alles nicht so schlimm – lässt man uns „ausrichten“!
Dazu ein Artikel der „Welt“ vom 19.09.2012. (ich setze den auch noch in den Kommentar)
Dort heißt es unter anderem:
„Seit 1945 befindet sich Deutschland in einer bizarren Situation: Als großer UN-Geldgeber und verlässlicher Partner ist es nach der UN-Charta noch immer „Feindstaat“. Die Politik sieht es gelassen.
Die deutsche Politik macht mit der Feindstaatenklausel das gleiche wie die anderen 192 UN-Staaten: Ignorieren. „Sie ist obsolet und einfach kein Thema mehr“, sagt der deutsche UN-Botschafter Peter Wittig. „Das ist ein Relikt von 1945, das viele nicht einmal mehr kennen.“ Einer Streichung stünde zwar nichts im Wege. „Aber die Vereinten Nationen haben einfach derzeit größere Probleme als eine Formalie, die sich längst selbst erledigt hat.“
So einfach geht das. Kennt halt keiner! .., Dann braucht man ja auch nichts daran zu ändern. Die Weltpolizei hat andere Probleme. Also das glaube ich sofort, angesichts der zahlreichen „Kriegsspiele“, die sich seit Gründung des Staates USA verzeichnen lassen.
Und weiter schreibt die Welt in dem Artikel aus 2012:
„Die Situation klingt bizarr: Die Bundesrepublik ist drittgrößter Beitragszahler, entsendet Tausende Entwicklungshelfer, Soldaten und Polizisten unter der hellblauen Fahne in die ganze Welt, arbeitet emsig im Sicherheitsrat mit und gilt als verlässlicher Partner, der auch mal die eigenen Interessen zurückstellt. Feinde sehen anders aus. Und dennoch: An gleich drei Stellen der fast heiligen UN-Charta wird das Land als Feind bezeichnet.“
Diese Gelassenheit gegenüber dem Feind ließe sich auch unter der Überschrift „Schweig und zahle“ zusammenfassen.
