Da war doch noch was!

In diesem Moment ist es dieser Blick in das Wolkengetümmel, oder besser, hoch zur „Wolkensuppe“, die irgendwie so gar nicht „gesund“ ausschaut. Aber was weiß ich schon?

Und so kam mir gerade noch ein anderer Vorfall in den Sinn.

Als wir in der vergangenen Woche zur Insel Usedom gefahren sind, ereignete sich ein Unfall auf der A20 an der Autobahnanschlussstelle Jarmen. Ein Unfall, der nicht nur mysteriös erscheint, sondern vor allem nachdenklich stimmt.

Ein 49-jähriger Kurierfahrer war im Auftrag des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) unterwegs. Er verunglückte mit einem Renault Kangoo und wurde schwerverletzt in die Uni-Klinik transportiert.

Später stellte sich heraus, was er da überhaupt transportiert hat – es waren Krankheitserreger.

Anfangs herrschte vor Ort Unkenntnis darüber, was sich genau in den extra gesicherten und speziell gekennzeichneten Verpackungen befand und inwieweit sie beschädigt wurden. War doch durch den Aufprall alles in dem Auto herumgeschleudert worden.

Der Kurierfahrer transportierte also unwissentlich biologisches Gefahrgut, dass durch den Unfall weitreichende Folgen für Einsatzkräfte hatte. Sie mussten in Quarantäne, sogar der Rettungshubschrauber wurde stillgelegt.

Die Verpackungskennzeichnungen deuteten auf „biologische Stoffe der Kategorie B“ hin, hieß es hinterher vom Landkreis. Während des Einsatzes war die Rede von Blut- und Stuhlproben, infiziert mit Tuberkulose-Erregern.

Den Berichten zufolge heißt es weiter:

„Dieser Erreger befällt meist die Lunge (Lungentuberkulose), greift aber auch andere Organe an. Die Krankheit ist mit einer langen Antibiotikatherapie heilbar, erfordert jedoch eine strikte medizinische Überwachung.“

Mit dem Satz: „Alles nicht außergewöhnlich“…, scheint alles ausgestanden. Und so heißt es weiter:

„Auch das eigene Veterinäramt beispielsweise schicke auf diese Weise Proben mit Erreger-Verdachtsfällen etwa zu Laboren. „Das war ein handelsüblicher Transport“, erklärt Landkreis-Sprecher Florian Stahlkopf.

Soso… handelsüblich?

„Bei biologischen Stoffen der Kategorie B handelt es sich um ansteckungsgefährliche Substanzen, die Krankheitserreger enthalten können, aber nicht die strengen Kriterien für die gefährlichere Kategorie A erfüllen. Sie werden zu Diagnose- oder Forschungszwecken transportiert.“

Na dann ist das ja alles nicht so schlimm. Oder?

Warum allerdings an Bord der Einsatzfahrzeuge keinen entsprechenden „Gegenmittel“ (Desinfektion o.ä) mitgeführt worden sind, bleibt noch zu klären. Denn die Spezialkräfte mussten mehrere Stunden und damit für Außenstehende ziemlich lange bis zu ihren Dekontaminationsmaßnahmen und der Bergung des vermeintlichen Gefahrguts warten.

Nun stelle man sich vor, unsereins transportiert nur ein „Glas“ Altöl. Ohweh!

Wir staunen am besten Löcher in den „verschleierten“ Himmel.

Denn, was wissen wir schon?


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