Entdeckungen unterwegs – auf unserer Reise zur Insel Usedom
Den unbekannten Opfern des Alliierten Angriffs 1945 – hier in Koserow auf der Insel Usedom – den Menschen auf der Flucht, die zunächst noch entkommen konnten und doch zu Tode malträtiert worden sind.
Wenn auch zur späten Stunde. Es gibt noch wenigstens zwei Beiträge von unseren Entdeckungen und Erlebnissen auf der Insel Usedom.
Heute Morgen waren wir erst auf dem Golm, der größten Kriegsgräberstätte Mecklenburg Vorpommerns, wo nach dem verheerenden Bombenangriff der amerikanischen Luftwaffe mehr als 23 000 Menschen zu Tode kamen und hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Den Golm (bei Kamminke) besuchen wir eigentlich immer, wenn wir auf der Insel sind. Dazu gibt es gleich noch einen Beitrag mit Aufnahmen von heute und einen Beitrag, den ich zuletzt im Mai veröffentlicht hatte, wo zugleich über den Fund sterblicher Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg aus Koserow berichtet wurde.
Auf dem Friedhof waren wir soeben, und wir beginnen daher mit diesem zunächst kurzen Beitrag dazu. Vielleicht erinnert ihr euch noch?
Bei Umbettungsarbeiten auf dem Friedhof von Koserow hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Mai 2026 ein erschütterndes Massengrab aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt.
So wird berichtet:
Statt der ursprünglich vermuteten sechs Toten wurden die sterblichen Überreste von 42 Menschen geborgen.
Es handelt sich um Männer, Kinder im Jugendlichenalter und vergleichsweise viele Frauen. Zehn Erkennungsmarken wurden gefunden.
Die Untersuchungen ergaben, dass viele der Opfer durch Schusswaffen, Amputationen im Lazarett oder durch massive stumpfe Gewalt gegen den Kopf (erschlagen) starben.
So heißt es weiter: Neben Schussverletzungen sei die Schwere der Verletzungen an einigen Schädeln auffällig. »Es gab wirklich viele Rückschlüsse auf erhebliche stumpfe Gewalt gegen den Kopf«, »Man gehe davon aus, dass viele dieser Menschen tatsächlich erschlagen worden sind.«
Die Toten wurden vorübergehend einzeln exhumiert und in kleinen Särgen an anderer Stelle auf dem Friedhof beigesetzt.
Kozlowski (von der Kriegsgräberfürsorge) hat jeden Toten hinsichtlich Alter, Größe, Verletzungen oder Geschlecht einzeln untersucht. Die Gebeine seien dann in kleinen schwarzen Pappsärgen an anderer Stelle auf dem Friedhof wieder beigesetzt worden. Die Position ist markiert. Bis zum Volkstrauertag soll dort eine neue Kriegsgräberstätte entstehen.
Vor Ort gibt es einen Grabstein mit der Aufschrift »Den unbekannten Opfern des Zweiten Weltkrieges«. Siehe Beitragsfoto
Es ist nur zu hoffen das eines Tages die Wahrheit sich Bahn bricht.
Meine Mutter und meine Oma kommen aus Kaseburg. Wir hörten ihr damals als Kinder gerne zu, wenn sie über die Zeiten berichtete. Schlimm war das. Zuerst wurden die brennenden Weihnachtsbäume abgeworfen und dann kamen die Bomber. Gott sei Dank, wohnten Sie außerhalb. Das einemal berichtete sie, ein großes Kriegsschiff liegt im Kaiserkanal auf der Seite. Das muss wohl die Lützow gewesen sein. Aber das Schlimmste ist, dass die Politiker aus der Geschichte nichts gelernt haben. Sie lernen anscheinend nie aus.
Kein Volk auf der Welt wurde so viel Leid zugefügt!
Dazu den Krieg gegen wehrlose Deutsche bis mindestens 1950 direkt weitergeführt. Mit mehreren Millionen Toten!
Indirekt wird gegen uns weiterhin Krieg geführt und es hört nicht auf.
Leider erkennen das nur noch sehr wenige und der Rest ist dem kollektiven Stockholm Syndrom zum Opfer gefallen!
Vielen herzlichen Dank für den Beitrag. Auch ich kenne den Golm gut und möchte fragen ob die gestohlenen Kupferplaten ersetzt werden konnten welche vor ein paar Jahren gestohlen wurden?
Antwort: Ja, sie wurden mittlerweile ersetzt, mit Kunststoffplatten. Wir haben das auch verfolgt. Im vergangenen Jahr waren sie noch nicht zurück (nach dem Diebstahl der Bronze/Kupferplatten).
Als der Golm noch Ausflugsort der Swinemünder war. Eine Lithografie aus der Pomerania von Sanne Mitte des 19. Jahrhundert.