
Noch eine Geschichte aus den Kaiser-und Herrensagen – Gold und Eisen
Einst brachten einige Könige der Normannen Gold und Silber vor Karl den Großen, um ihre Unterwürfigkeit zu zeigen, und wollten auch ihre Schwerter überreichen.
Der König ließ das Geld verächtlich zu Boden werfen, aber die Waffen erprobte er, fasste selbst ein Schwert an beiden Enden und versuchte, die Spitze so herumzubiegen, dass Griff und Spitze sich berührten, aber es zerbrach in seiner Hand.
Ein fränkisches Schwert, das er sich nunmehr reichen ließ, bestand jedoch die Probe. Stumm und ängstlich blickten die Normannen einander an und sagten dann zu sich: „Möchte doch auch in unserem Lande das Gold so gemein und das Eisen so kostbar erscheinen.“