Das glaube, wer mag! Was passierte über Jahrhunderte hinweg, an der West-Nordgrenze Deutschlands?  

Oft stehen wir an den Ufern der Mosel und am Mittelrhein – eine sagenhaft schöne Region. Die Blicke wandern immer wieder auf die alten Burgen und Schlösser, oder besser auf viele ihrer Ruinen. Wir kraxeln hinauf, wir kraxeln hinüber, wir wandern bis vor die einstigen Tore mächtiger Burgen und schauen hinunter ins herrliche Tal, spüren dem nach, was sich hier vor langer Zeit wohl abgespielt haben mag. Und nahezu wie in einer Endlosschleife, stellen wir fest: „Nicht Napoleon allein, hat sich hier ausgetobt“.

Anknüpfend an das Ereignis der Französischen Revolution, versuche ich mich an einer Zusammenfassung, die, so hoffe ich weder Gähn-Orgien hervorruft, noch in Rätseln spricht. Schließlich greift „das glaube, wer mag –Portal“ die Geschichte hinter der Geschichte auf, und kommt keinesfalls einer pragmatischen Abfolge historischer Ereignisse gleich.

So versuche ich auch hier, mich so kurz wie möglich zu halten, damit es verständlich bleibt. Wobei die Zeit der Neuordnung Europas mit den begleitenden Revolutionskriegen, Material für Endlos-Niederschriften liefern würde.

Hören, oder besser, lesen wir also die Geschichte hinter der Geschichte an der West-und Nordgrenze Deutschlands im Zeitraffer.

Zur Geschichte der Ostgrenze kommen wir später. Sie stellt einen weiteren Zusammenhang her. Ich greife es aber bewusst umgekehrt auf.

Die Geschichte hinter der Geschichte an der West- und Nordgrenze Deutschlands  

Drei Raubkriege gestattete sich der französische König Ludwig XIV (1638-1715). Gegen Spanien, Niederlande und auch gegen Deutschland. Neun Jahre mussten die Deutschen die Verheerung ihrer schönen Städte und Dörfer ertragen.

Die Franzosen nahmen Flandern mit den Städten Lille und Dünkirchen, die Grafschaft Burgund sowie Elsaß mit Straßburg ein, dann begann die Verwüstung der Pfalz. Es kam zum Widerstand des Römischen Reiches Deutscher Nation. 1688 mussten sich die Franzosen zurückziehen, fielen aber immer wieder ins Land ein, wurden 1693 endgültig geschlagen.

Auf dem Rückzug hinterließen sie eine schreckliche Spur der Verwüstung, zerstörte Städte, Burgen und Schlösser, abgebrannte Dörfer, nicht nur in der Pfalz, auch in anderen Regionen.

Zerstört wurden auch Mannheim, Speyer mit dem Kaiserdom, alles Burgen an Mosel und Mittelrhein, die Stadt Heidelberg wurde in Schutt und Asche gelegt, auch das Schloss. Seit 1693 ist die Anlage eine Ruine.

Frankreich hat seine Grenzen ostwärts auf deutsches Gebiet in den Jahrhunderten verlegt, deutsche Gebiete und Städte vereinnahmt.

Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) fielen Schweden und Franzosen ins Reich ein. Die Franzosen okkupierten im westen deutsches Land, die Schweden sahen die Chance ihr Land auf Nordosteuropa zu erweitern. Die geschwächten deutschen Truppen, waren nicht mehr in der Lage, Widerstand zu leisten. Die Besatzer eigneten sich große Gebiete des Reiches an. Schweden: Vorpommern mit Rügen und einen Teil Hinterpommerns.

Als 1805 die Schweden sich im Kriegszustand mit den Franzosen befanden, besetzte, plünderte und verwüstete Napoleons Heer diese Gebiete.

Erst im Zuge der Befreiungskriege wurde Pommern 1815 von den Franzosen befreit und kam zu Dänemark, die es für 3,5 Millionen Dollar an Preußen zurückgaben.

Das Beitragsbild zeigt eine Aufnahme von Heidelberg.

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