Von Raubkriegen, Feldherren, Monarchen und Monumenten stürmischer Geschichte

Gestern weilten wir (aus historischen Gründen) an der West-Nordgrenze Deutschlands. Die Kriege dort, geben Aufschluss darüber, dass Frankreich seine Grenzen ostwärts auf deutsche Gebiete in den Jahrhunderten verlegte, deutsche Länder und Städte besetzte und vereinnahmte.

Doch was geschah an der Ostgrenze?

Im Osten waren es die Slawen, die in die Gebiete der Germanen eindrangen. Der ostgermanische Stamm der Burgunder lebte 200 v. u. Z. bis ca. 450 v. u. Z. im heutigen Ost-und Westpreußen. Sie wanderten weiter bis in die jetzige Rhone-Gegend, gründeten dort das Burgunderland mit der Hauptstadt Lyon. Einige blieben jedoch zurück.

Ab dem 9. Jahrhundert kamen Slawen in die ehemaligen Ostgebiete der Burgunder.

Im 11. Jahrhundert entstanden kleine Siedlungen. Zwischen den slawischen Dörfern und Städten war kein großer Unterschied. Die Dörfer, eine Anzahl nackter Hütten, lagen meist in der Nähe einer hölzernen Burg.

Aber es gab im 9. und 10. Jahrhundert eine Zuwanderung von Germanen – die Wikinger – in diese Gebiete, die einige Orte und Niederlassungen schufen. Erst als der Deutsche Orden 1226 und deutsche Siedler von Herzog Kasimir ins Land gerufen wurden, entstanden in den Jahren von 1230 bis 1291bereits über 100 Städte und Dorfgemeinden u. a. die bekannten Orte, Danzig, Thorn, Kulm, Memel, Königsberg, das Ermland und Samland, die Halbinsel Hela und viele feste Burgen.

1410 wurde der Deutsche Ritterorden von den Polen überfallen und bei der Schlacht nahe Tannenberg von den Polen geschlagen. Die Polen besetzten die von den Deutschen geschaffenen Gebiete, Städte und Dörfer.

1466 muss der Deutsche Orden umfassende Gebietsabtrennungen an Polen anerkennen. Da die Regionen deutsche Bewohner hatten und von Deutschen das Land urbar gemacht und die Städte erbaut wurden, und die Polen auf die Schaffenskraft der Deutschen angewiesen waren, bestand die Oberhoheit anfangs nur formell.

1569 erhielt Brandenburg einen kleinen Teil Westpreußens als Lehen vom Deutschen Kaiser des Römischen Reiches Deutscher Nation (zu dem auch Polen gehörte) zurück.

Ab 1618 gehörte es ganz zu Brandenburg und schied 1657 aus der Lebenshoheit Polens aus (ebenfalls vom Kaiser des Römischen Reiches so angeordnet).

Wie sich die Geschichte dann ab 1765 weiter gestaltet, erfahrt in einem anderen Beitrag.

Auf dem Beitragsbild seht ihr die Marienburg – Burg des Deutschen Ordens, beseelt von Sagen und Legenden.

Hier findet ihr auch den Beitrag zum „Eintritt der Slawen in die Weltgeschichte“.


Hinterlasse einen Kommentar