Der Zobten Teil III – eine kurze Zusammenfassung

Wenn auch nicht alle Schlesier den Zobten kennen, er ist der Nabel Schlesiens und Urheimat der Schlesier. Er sah Generationen kommen und er sah auch die Menschen in ihrer schwersten Stunde des Abschiednehmens von ihrer Urheimat, von ihrem Eigentum von allem, was ihnen lieb und wert war. Doch den Berg konnten die Vertreiber nicht wegrücken!

  • Die Silinger machten den Zobten mit ihren Göttern zum Germanenberg, und den Berggipfel zu Asgard, dem Wohnsitz der Götter in der germanischen Mythologie. Odin, den Göttervater stellte man sich als Reiter, und Donar mit dem Hammer über den Wolken vor. Es gab auch weibliche Göttinnen wie Fryia und Frigg, die Frau Odins.
  • Für die Breslauer war der Zobten der Hausberg und Wetterprophet. Zu allen Jahreszeiten fuhren sie zum Götterberg. Morgens schauten sie in die Ferne und war der Berg dunkel im Nebel, dann gab es angeblich schönes Wetter, war er mittelblau gab es Regen.
  • Der Tobten und die Gegend um den Zobten war schon Bronzezeit – und Eisenzeit bewohnt. Dies beweisen viele Funde wie Beile. Äxte und die aus dem Nephrit des heute noch bei Jordahnsmühl abgebauten Halbedelsteins, gefundene Schmuckstücke. Der berühmteste Fund ist eine 3000 Jahre alte 33 Zentimeter hohe Widderfigur aus Ton mit Schnurbandverzierung.
  • Zum eigentlichen Zobtenmassiv gehören die Bergkippen des Stollen-, Mittel- und Engelsberges. Auf dem Mittelberg erhob sich die 1906 Bismarcksäule. Es gab ein Lützow-Denkmal, ein Reiterstandbild aus Zobtengranit und eine Mamortafel, die 1813 aufgestellt, an die Lützower Freikorps erinnerte. Wie viele andere Denkmäler verschwanden auch diese nach 1945.
  • Heut sind das Bergkirchlein und viele Häuser zerfallen. Steintische, kleine Ringwallreste und die Steinfiguren erinnern an die Zeit, da noch die Götter auf dem Berg zu Hause waren. 

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