„Aber die Geschichte wird schon zu ihrer Zeit aufstehen und reden. Und wenn sie geredet hat, so kommt alles vorhergegangene Geschwätz nicht mehr in Betracht“, wusste schon Friedrich Gottlob Klopstock.

An der Wahrheit kommt keiner vorbei, und wir dürfen vor allem eins nicht: Vergessen!
Bleiben wir daher noch eine Zeit bei den Ereignissen, die mit dem anstehenden „Tag der Befreiung“ eng verbunden sind. In der Kommentarspalte findet ihr einen ersten Beitrag zu dem Thema.
Bezugnehmend auf die Niederschriften meiner Eltern, Großeltern und Urgroßeltern, vertrete ich mein Ansinnen: Deutsche Geschichte besser verstehen.
Der Krieg der Alliierten, insbesondere gegen das nationalsozialistische Deutschland, gilt heute als Prototyp eines gerechten Krieges.
Meine Auffassung dazu, ist eine völlig andere: Kein Krieg ist gerecht!
Nun sitze ich wieder vor unzähligen Zeitdokumenten – ein trauriges Kapitel in unserer Geschichte.






Es ist wichtig, die Berichte der Überlebenden zu lesen, auch wenn der größte Teil der Untaten der Sieger noch in fest verschlossen Archiven ruht und für die Bevölkerung nicht zugänglich ist.
Doch gibt es Tausende Dokumente, Erlebnisberichte, Niederschriften, Aufzeichnungen, die in Büchern zusammengefasst sind und von den einzelnen Schicksalen berichten.
Denn jede Geschichte hat ihre Vorgeschichte, und nicht jedes Schicksal ist einfach nur ein Schicksal.
Hierzu sei die Akte von Katyn erwähnt. Staatsverbechen-Staatsgeheimnis oder besser eine Lüge, für die Tausende Deutsche Soldaten sterben mussten.
Ich war noch Kind, und doch erinnere ich mich an die Aussage eines Bekannten meiner Eltern. „Die Polen und Russen waren „schlau“, sie haben die meisten ihrer Untaten nicht dokumentiert und diese geschickt unter Verschluss gehalten – unter Obhut der Siegermächte. Im Gegenzug ließen die Deutschen kaum etwas undokumentiert und der Zugriff auf die Akten war stets gewährleistet – unter Obhut der Siegermächte.“
Es gab offensichtlich ganz klare Entscheidungen seitens der Siegermächte dazu, was an die Öffentlichkeit gelangen darf oder soll, und was besser nicht.
Fest steht: Verbrechen bleibt Verbrechen, Man kann kein Verbrechen gegen ein anderes aufwiegen. Es gibt Untaten, über die kein Gras wächst.
Darüber hinaus bin ich mir sicher, ein beharrliches Verschweigen darüber als auch das Wissen über die unzähligen Versuche des Vertuschens macht es nicht besser. Nur Bruchstücke der Wahrheit gelangen ans Tageslicht. Vielleicht, um später einmal zu erklären: „Doch, doch, es wurde darüber berichtet.“
Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert. Dritte und Unwissende können nicht durch einseitige Parteinahme für die Vertreiber und nicht Beachtung der Opfer sich einmischen, denn das Völkerrecht gilt für alle Vertriebenen. Es ist deshalb die Pflicht aller Deutschen auf das anerkannte Recht auf Heimat und dessen Verletzung durch die menschenverachtende Vertreibung hinzuweisen. Es ist auch ihre sittliche und moralische Pflicht aller deutschen Opfer in Anstand und würde zu gedenken.
Bezugnehmend auf die Akte Katyn schreibt meine Mutter: Die Polen haben 2006 vor dem internationalen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg die Russen verklagt. Warum hören und lesen wir in den deutschen Medien nichts davon? Warum entschuldigen sich die Verantwortlichen nicht bei den Deutschen in aller Öffentlichkeit für die falschen Aussagen und Verurteilung deutscher Zivilisten und die Todesurteile für deutsche Soldaten? Wenn festgestellt wird, dass durch einen Justizirrtum ein Mensch unschuldig eine Gefängnisstrafe ertragen musste, wird er sofort rehabilitiert. Kann unsere „demokratische“ Regierung, das nicht auch von den Polen, Russen und den anderen Siegermächten verlangen?
Doch es kommt anders: Die Propaganda gegen Deutsche wird aufrechterhalten und mit ihr der Hass und die Spaltung unter den Völkern.
Für die Lüge von Katyn mussten Tausende deutsche Soldaten sterben. Was viele auch nicht wissen: Nach Kriegsende wurden nochmals eine große Anzahl von Zivilisten, in der sogenannten DDR, verhaftet. Sie verschwanden für immer, nur, weil sie die Wahrheit sagten.
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Zeitzeugnis zu zügellosem Terror und unmenschlichem Vorgehen gegen das deutsche Volk
- 1945 Lager für Deutsche – Aufgrund ihrer deutschen Volkszugehörigkeit geraten zehntausende Menschen in polnische Lagerhaft.
Im Januar 1945 werden die Gefangenenlager dem Ministerium für Öffentliche Sicherheit Polens zugeordnet, kontrolliert von Anfang an durch die Partei der polnischen Kommunisten PRP.
In den Lagern setzt das nun polnische Personal die Terrormethoden ein. Folter und wahlloses Töten gehören zum Alltag in den Lagern. Die hygienischen Bedingungen sind katastrophal. Es kommt zu Epidemien und massenhaften Sterben. Zwar verbieten offizielle Weisungen der Behörden den zügellosen Terror, doch dem Sadismus der Wärter und Lagerfunktionären ist kaum Einhalt zu gebieten.
Wladyslaw Gomulka, der erste Sekretär der PRP selbst, versucht in einem Brief an das Ministerium für Öffentliche Sicherheit, dem um sich greifenden Sadismus Einhalt zu gebieten. Er bezichtigt seine Genossen, sich „Gestapo“-Methoden zu bedienen. Im Lager „Zgoda“ in Swietochlowice bei Katowice kommt Lagerleiter Salomon Morel zu trauriger Berühmtheit. Der damals 26-jähriger Pole jüdischer Abstammung macht sich einen Namen als gnadenloser Schläger und Folterer. Unverhohlen gibt er zu, „Rache für Auschwitz“ zu nehmen, nun an möglichst vielen Deutschen. Das seine Lagerinsassen in der übergroßen Mehrheit unschuldig sind, stört in dabei offenbar nicht.
Quelle: https://www.deutscheundpolen.de/ereignisse/ereignis_jsp/key=lager_fuer_deutsche_1945.html
Auch die Auseinandersetzung mit dem Reinigungsprozess durch tschechische Hand scheint verdammt unbequem. So im Jahre 2006 der Prager Theaterregisseur Miroslav Bambusek. In seinem Stück „Trost des Feldweges“ greift Bambusek zum Beispiel jene Historiker in Deutschland und Tschechien an, die „die Umsiedlung mit der Kaltschnäuzigkeit von Gerichtsmedizinern“ analysieren: „Die diskutieren auf staatlich geförderten Konferenzen allen Ernstes zum Beispiel den Einfluss des damaligen Wetters auf den Todesmarsch. Das ist bizarr.“
„Angefangen hat alles mit einem Stück über den Jugoslawien-Krieg, das Bambusek vor Jahren in kleineren Theatern inszenierte. Eines Tages stieß er auf einen Zeitungsartikel über das Massaker an Hunderten Deutschen in Postoloprty (Postelberg). Dort waren Ende Mai/Anfang Juni 1945 schätzungsweise 800 Deutsche zusammengetrieben und von tschechoslowakischen Einheiten erschossen worden.“
„Viele Tschechen stört, wenn ihnen jemand ihr Bild von der Nachkriegszeit nimmt, denn das ist verdammt unbequem“, meint der Dramatiker. „Dabei ist es nichts Schlechtes, sich zu dunklen Kapiteln der Vergangenheit zu bekennen. Diese Gerechtigkeit vor der Geschichte kann alle nur befreien.“ Quelle: Sächsische Zeitung 24.03.2006 und https://www.merkur.de/kultur/thema-vertreibung-230898.html vom 21.03.2006
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Teil III – zum „Tag der Befreiung“
- 1945 Mit dem Einzug der Roten Armee begann Rechtlosigkeit. Die Deutschen wurden Freiwild. Plünderung, Vergewaltigung und Mord. Diese Zustände hielten bis mehrere Jahre nach Kriegsende an. Polen (aus dem Inneren des Landes) zogen durch Städte und Dörfer plündern und mordend. Durch Ermordungen und Verschleppungen sind allein 874 000 Schlesier diesem Verbrechen zum Opfer gefallen. Es waren nur alte Männer, alte und junge Frauen und Kinder.
- Erstmals schreibt ein deutscher Philosoph ein Buch zum Bombenkrieg mit dem Fazit: „Im Krieg ist nicht alles erlaubt – auch ein gerechtfertigter Verteidiger hat Mitverantwortung für das Gesamtgeschehen.“ (Lothar Fritze, Philosoph)
- Merke! Die Engländer waren keine Verteidiger. Sie haben Deutschland den Krieg am 3.9. 1939 erklärt.
- Später wird Lothar Fritze, unter anderem auch wegen seiner Ansichten zu einem Anschlag auf Hitler am 8. November 1939 hart ins Gericht genommen. Harsche Kritik an seinen Äußerungen hagelt es vor allem aus den Reihen des Tagesspiegels und Spiegels.
- Die deutschen Ostgebiete wurden durch das Potsdamer Abkommen vom August 1945 „bis zur endgültigen Regelung durch einen Friedensvertrag“ unter polnische beziehungsweise sowjetische Verwaltung gestellt. Die Vertreibung der Deutschen wurde von den USA, Großbritannien und der UdSSR ausdrücklich erlaubt. In Polen wurden die neuen Territorien als „wiedergewonnene Westgebiete“ bezeichnet, alle Orte erhielten polnische Namen, deutsche Spuren wurden beseitigt.
- Am 12. Januar 1945 begann die Rote Armee ihre Winteroffensive, die in der Besetzung Deutschlands und im Verlust der Ostgebiete mündete. Als erste deutsche Provinz wurde Ostpreußen besetzt. Die meisten der 2,5 Millionen Ostpreußen machten sich im Treck auf die Flucht, die zum Teil über das Eis des zugefrorenen Frischen Haffs führte.
- Längst nicht jedem gelang die Flucht in den Westen. Viele Trecks wurden beschossen, überrollt und geplündert. Die Zahl der Todesfälle liegt bei mindestens 500.000, möglicherweise starben auch wesentlich mehr. Laut dem 1969 aufgelösten Bundesministerium für Vertriebene kamen von den rund 14 Millionen Deutschstämmigen, die zwischen 1945 und 1950 vertrieben wurden, rund 2,1 Millionen um oder galten als vermisst.
- Die mehr als drei Millionen Deutschen aus der Tschechoslowakei – großteils aus dem Sudetenland – wurden überwiegend 1946 vertrieben, zum Teil in Güterwaggons.
- Das Elend der Vertriebenen war groß. Sie besaßen oft nur noch das, was sie auf dem Leibe trugen, wurden in Notquartieren untergebracht und kochten – wie hier in Berlin – auf offener Feuerstelle.
Quelle: https://www.welt.de/geschichte/gallery136029805/Die-Vertreibung-der-Deutschen-aus-dem-Osten.html
Und auch die Frage meiner Mutter, die bis heute unbeantwortet bleibt, reiche ich an dieser Stelle weiter: „Warum hat Frau Merkel bei ihrem Antrittsbesuch in Polen kein Wort über Menschenrechtsverletzungen nach dem Ersten Weltkrieg und in unmenschlichem Ausmaß nach dem Zweiten Weltkrieg verloren? Frau Merkel verkündete in China „Menschenrechte sind unteilbar!“
Frau Merkel muss sich in diesem Zusammenhang ernsthaft fragen lassen, ob die 15 Millionen Vertriebenen und die über 3 Millionen Toten in ihren Augen nicht zur Gattung Mensch gehören!“