Stationen:
- Goslar Hahnenklee Stabkirche
- Goslar Kaiserpfalz
- Burg Regenstein
- Thale
- Bodetal /Romkerhall
- Rückreise über den Teutoburger Wald
So hat alles begonnen: Wir stehen am Rand des Bergwaldes (Harz). Vor der Tür plätschert der Bach, und noch bis vor wenigen Minuten haben sich die Vögel fröhlich zwitschernd gute Nacht gesagt.

Ich hatte euch versprochen, noch kurz etwas zu den Bildern der Stabkirche zu schreiben. Ursprünglich errichteten missionierte Wikinger solche Kirchen- auch im Harz. Sie waren geschickte Schiffsbauer, sodass sich in der Architektur auch Elemente des Bootsbaus finden. Als im Harz die Christianisierung voranschritt, standen auch hier einst Stabkirchen wie in Norwegen. Dieser Sakralbau, den ihr hier seht, wurde in den Jahren 1907-1908 nach dem Entwurf des Konsistorialarchitekten Karl Mohrmann errichtet, und kann in Hahnenklee bei Goslar besichtigt werden.














Station zwei: Goslar Kaiserpfalz ,Besuch bei Kaiser Wilhelm und Barbarossa













Dort findet ihr auch einen Gedenkstein- und Ort für die deutschen Vertriebenen nach dem zweiten Weltkrieg – in Goslar gleich gegenüber der Kaiserpfalz
Auf Burg Regenstein
Dort, wo heute aus herausgehauenen Kammern Zugluft streift, tummelte sich einst eine rauflustige Grafschaft. Ich habe schon viel von der Burg Regenstein gehört, und allein das war bemerkenswert. Doch das, was wir heute dort gesehen haben, hat das „hören-sagen“ mehr als übertroffen: Was für ein sagenhaft schöner Ort. Wir hätten dort noch Stunden sitzen können, und immer wieder in die Ferne über den herrlichen Bergwald schauen. Dieser Ort spendet unheimlich viel Kraft. Und das ist gewiss auch seiner Geschichte und der Lage auf einem schroffen Felssporn in knapp 300 Meter geschuldet.
Doch seht selbst. Die Atmosphäre lässt sich natürlich nur bedingt über Bilder transportieren.






























Der Harz liegt uns zu Füßen, ein fabelhafter Ort, die Aussicht grandios
Die Eiche befindet sich an der Burg und Festung Regenstein.
Bienenvölker am Regenstein.




Eine kurze Geschichte zum „Wächter des Regensteins“.
Ebenfalls eine Aufnahme von unserer letzten Harzreise.
Ritter in der Eiche (Festung und Burgruine Regenstein)
Seit Jahrhunderten steht eine alte Eiche im Eingangsbereich der Burgruine Regenstein in Blankenburg.
In diesem mächtigen Baum hatte sich ein Ritter versteckt der Burg über die Gezeiten bewachte.
Ein HarzRitter-Carving-Projekt brachte ihn mit der Kettensäge zu künstlerischer Freiheit.
Die Zeit der Ritter ist zwar längst vorbei, und die Gebeine vermodert; doch die Geschichte bleibt.
Und so steht der einsame Wächter nun sichtbar für alle Besucher.
Wir befinden uns gerade im kleinsten Königreich der Welt, in Romkerhall am gleichnamigen Wasserfall und wandern durch das zauberhafte Okertal.
Endspurt – Rückreise mit einem Abstecher in den Teutoburger Wald
Nun stehen wir idyllisch im Silberbachtal im Teutoburger Wald. Hier werden wir auch übernachten, um morgen das Tal zu entdecken. Nur Vogelgezwitscher und das Plätschern einer Quelle – wunderbar.
Tatsächlich wurde hier im 18. Jahrhundert der Versuch unternommen, nach Silber zu suchen



Nachdem wir uns heute „leicht“ auf unserer Wanderung imTeutoburger Wald verirrt haben, gingen mir zwischenzeitlich die Worte von Tacitus, also seine Einschätzung zur Natur Germaniens (des Landes), nicht mehr aus dem Kopf:
„Das Land, obgleich von nicht geringer Verschiedenheit im Ansehen, ist im allgemeinen doch entweder von finstern Waldungen oder scheußlichen Sümpfen bedeckt; feuchter nach Galien, windiger nach Noricum und Pannonien hin, für Kornsaaten ertragreich , für Obstbäume untauglich.
Auf die Größe ihrer Herden sind sie stolz, dies ist ihr wichtigster Reichtum. Silber und Gold haben ihnen, ich weiß nicht ob aus Huld oder im Zorn, die Götter versagt. Und doch sieht man bei ihnen silberne Gefäße“
Und was soll ich sagen :Es war ein guter Tag im Silberbachtal, es ging entlang tiefer Wälder, über Stock und Stein, selbst durch den Bach sind wir gewatet und durch Modder gestapft.
Die Natur ist halt wunderbar.
Und um Tacitus Beschreibung zu entkräften: Es ist bekannt, das in Germanien schon seit vorgeschichtlicher Zeit zwischen den Wäldern weites Siedlungsland gelegen haben muss, und einzelne Regionen waldfrei und gut bebaut waren.
————————————————————-
Info zu Texten und eingestellten Aufnahmen:
In der Stabkirche von Hahnenklee von 1907/1908 finden sich je eine geschnitzte Holztafel mit den 21 bzw. 41 Namen der Kriegstoten beider Weltkriege. Am Rande des Kirchplatzes ein Monolith zur Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig 1813, vorderseitig eine Gußtafel mit der Inschrift „Dieser Stein sei Deutschen Volkes Dank. Th.Körner. 13. Oktober 1811 – 1813“, auf der Spitze die Plastik eines Adlers mit ausgebreiteten Schwingen. http://www.denkmalprojekt.org/2009/goslar-hahnenklee_stabkirche_ns.htm?fbclid=IwAR0TLloXOhj9sbCcz9O0qGdt33JWQE-SvhVZdFOo5wfTR5LF5qx3DDenlHE
Die Aufnahmen sind privat

















