Teil II
Wo sind wir zuletzt stehen geblieben? Ach ja:
Das heutige Gebiet der beiden Großherzogtümer Mecklenburg, war, nach einer germanischen Urperiode, in der karolingischen Zeit ein slawisches Land geworden, welches nach und nach von den benachbarten deutschen Gebieten aus dem Germanentum, besonders durch die siegreiche Hand des Sachsenherzogs, Heinrich des Löwen, wiedergewonnen wurde.

Die von Heinrich dem Löwen eingeleitete Nord- und Nordostsiedlung setzte sich im nächsten Jahrhundert fort. Immer mehr Menschen aus Niedersachsen, Westfalen, Flandern und aus den anderen alten Reichsländern kamen nach Mecklenburg und in die nordöstlichen Gebiete des Reiches. So entstanden bis zum Ende des 14. Jahrhunderts durch den Fleiß der deutschen Siedler viele Orte.
Die Landwirtschaft, der Handel und das Handwerk blühten auf. Oder wie man heute sagen würde, alles brachte Gewinn.
Die wohlhabenden Städte schufen die Voraussetzung für die Hansestädte. Die slawische Sprache war um 1400 ausgestorben. (Unter Kaiser Karl IV. aus dem deutschen Hause Luxemburg wurde Mecklenburg 1348 Herzogtum und 1815 Großherzogtum. 1918 kam für das Haus Mecklenburg das Ende.
Die planmäßigen Gründungen der Städte kann man heute noch am Aufbau der Orte erkennen. Quadratischer Marktplatz mit Rathaus und gegenüber dem Rathaus die Kirche. Übrigens in Schlesien stand das Rathaus meistens in der Mitte des Marktes bzw. des Ringes.
Heute besuchen viele Touristen Mecklenburg.
Eine schöne Landschaft mit vielen Seen, Hügeln, Wäldern und Stränden lockt die Besucher an. So erinnern eine Anzahl Gutshöfe, Herrensitze, Schlösser und alte Backsteinbauten an vergangene Zeiten.
Was im Krieg nicht zerstört wurde, hat sich im Laufe über 50 Jahre zu Ruinen verwandelt. Erst 1990 begann die Restaurierung und der Wiederaufbau und langsam blühte die Landschaft mit ihren historischen Bauten wieder auf.
Heute schlendern wir mit bewundernden Blicken durch die Straßen und Gassen der Hansestädte Wismar und Schwerin und verweilen an schönen Plätzen.
Schwerin, der herrschaftlichen Stadt in idyllischer Lage und dem beschaulichen Wismar widme ich ein extra Kapitel.