Die Antwort ist einfach: Wieder steht ein Fest vor der Tür, welches die Kirche systematisch aus seinem heidnischen und urtümlichen Zusammenhang gerissen hat.

Wenn am 18. Mai wieder die Männer in Horden sturzbetrunken durch die Straßen ziehen, erinnert sich kaum einer an den eigentlichen Brauch, den sie heute „Himmelfahrt“ oder auch „Vatertag“ nennen.
Wie die meisten unter euch wissen, bin ich meinen Eltern sehr dankbar dafür, dass sie mich von klein auf mit den Bräuchen und Gepflogenheiten unserer ursprünglichen heidnischen Kultur vertraut gemacht haben.
Ich möchte gar nicht soweit ausholen. Doch sollten wir für sämtliche Feierlichkeiten, die anstehen, mehr Bewusstsein entwickeln und uns daran erinnern, dass die meisten Bräuche unserer Vorfahren in tiefer Verbundenheit mit der Natur stehen und insbesondere über die Maitage um den Segen der Ernte gebeten wird.
So war Beltane (Walpurgis) Anlass, das Land nochmals zu segnen. Oft wurde dieser Segen von den Frauen erbracht.
Als die Mondzeit noch ein rhythmusgebendes Element war, läutete Beltane eine Zeit der Fruchtbarkeit und Vermählung ein, bis schließlich der Sonnengott Baldur bis zur Sommersonnenwende seine absolute Stärke erreicht.
Diese lange Feierzeit wurde schließlich zu Beginn des Christentums übernommen und verändert. Ab dato feierte man also Ostern, welches auch ein Mondfest ist (Ostera hat seinen Beginn am 20. März). Dann sind es noch 50 Tage zu einem Fest, was sie heute Pfingsten nennen. Und plötzlich rief man „Christi Himmelfahrt“ als eigenes Fest aus.
Und so verhält es sich ähnlich wie mit dem Grünen Donnerstag. Die Heiden bejubeln die Göttin der Vegetation, begrüßen die höher steigende Sonne und feiern das Fest der Lebensfreude. Indes jammern die Christen vor dem Kreuz.
Die Kirche hat über Jahrhunderte hinweg ganze Völker entwurzelt, darüber den Generationen ihren ursprünglichen Glauben genommen und obendrein noch ganze Stämme umgesiedelt.
Wenn man seiner Wurzeln beraubt wird, und unter Dauerbeschuss mit den falschen Geschichten aufwächst, muss man sich nicht wundern, dass schon bald
die Menschen wieder in Gruppen sturzbetrunken durch die Gegend stolpern, ohne Sinn und Verstand!