Hinter den Kulissen geht die Tragödie weiter – von Meinungsfreiheit und einem weltweiten Netzwerk von Mythen, Legenden, Lügen und Propaganda

Teil I

Zeigt mir die jungen Menschen, die um die Geschichte unseres Volkes wissen. Wer von ihnen kennt die Tragödien, die Schicksale, wissen um das Tun, die Anstrengungen und die Kraft ihrer Vorfahren?  Ich möchte behaupten, vielleicht 10 Prozent. Das sind dann etwa die 10 Prozent, die in den Genuss der Aufklärung mittels ihrer Familie gekommen sind. Und selbst da fallen noch einige hinten runter. Ein trauriges Resümee, denn würden sich viel mehr Menschen aus unserem Volk ihrer Vergangenheit und ihrer Wurzeln bewusstwerden, würden sie, das Erbe, dass sie angetreten haben, mehr zu schätzen wissen.

Entsprechend der allgemeinen gültigen Lehrmeinung verließen die germanisch-gotischen Völkerstämme im 5. und 6. Jahrhundert Ostelbien und Mittelosteuropa. Von irgendwo aus dem Osten wanderten dann in das von den Germanen verlassene Land ethnisch fremde Völkerschaften, die sogenannten Slawen ein. Dies wurde seit Anfang des 19. Jahrhunderts (Beitrag im Kommentar) in Schulen und Universitäten in Europa und in der Welt gelehrt. Jedoch, während des Mittelalters und bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wird in der Geschichtsschreibung nichts dergleichen berichtet. Hingegen erfahren wir von einer stets vorhandenen germanisch-gotischen Bevölkerung. Dass einzelne Stämme oder Teilstämme aus diesem Gebiet weggezogen sind, ist bekannt.

Auch Wikinger verließen bei einer viel kleineren Bevölkerungszahl Skandinavien und siedelten in verschiedenen europäischen Regionen, so etwa in Nordfrankreich (Normandie) im Wolga-(Bolgar) und Schwarzmeergebiet, gründeten im Jahre 864 Känugard (Kiew), Naugard (Nowgorod) am Ilmensee und schließlich siedelte auch der Herzog Dago-Miseko aus dem Ringerike, Norwegen, im Wartheland.

Zu Dago Miseko und den Licicaviki-Wikingern an anderer Stelle mehr.

Es gibt Kritiker und Aufklärer. Ja, die gibt es. Wenn auch kaum bekannt, denn es sind nun mal die „Propheten“, die man ungern zu Wort kommen lässt.

Dr. Heinrich Klug, ein Schlesier im ‚Exil, hatte zuletzt 2013 einen offenen Brief an den Schlesier Präsidenten Prof. Michael Pietsch (mittlerweile verstorben) wegen Meinungsfreiheit verfasst. Grund: Der langjährige Schlesier-Präsident ‚Rudi Pawelka wurde 2013 (Auf Anweisung der CDU-Oberen?) abgesetzt, wie er den neuen Kurs der CDU hinsichtlich unserer Ostgebiete und das Alliierten von Deutschlands Kriegsschuld nicht mitgesungen hat und durch den systemkonformen Prof. Michael Pietsch ersetzt wurde.

Dieses weltweite Netzwerk von Mythen, Legenden, Lügen und Propaganda, ist für einen normalen Menschen kaum zu durchblicken.

Ich orientiere mich primär an den Niederschriften der mittelalterlichen Geschichtsschreiber zur Herkunft der Bevölkerung, auch im Zusammenhang mit den sogenannten „urpolnischen“ Westgebieten, und folge in Teilen der Ausführungen des Dr. Heinrich Klug.

Als wir zuletzt den Oldenburger Wall (siehe Beitrag im Kommentar) und den dazugehörigen musealen Bereich dazu besucht haben, sind uns Unstimmigkeiten aufgefallen. Unstimmigkeiten darüber, was uns die Funde aus den Ausgrabungen berichten, gegenüber der aktuellen Geschichtsschreibung, die sich bei genauer Betrachtung von einem Widerspruch zum anderen hangelt.

„Zum zehnten Mal wiederholt, wird es gefallen.“, vermerkte einst schon Horaz.

Wenn man also immer und immer wieder Falsches in die Köpfe der Menschen predigt, werden sie es irgendwann als gegeben hinnehmen.

Ich zähle mich nicht dazu. Wenn ich erkenne, dass bewusst falsche Informationen gestreut werden, möchte ich aufklären und vor allem erkennen, welchem Ziel eine solche widersprüchliche „Unterrichtung“ dient.

Vorweg: Für jeden Menschen ohne ideologische Eingenommenheit geht aus den historischen Berichten, die vom Mittelalter bis zur Neuzeit reichen, hervor, das Ostelbien im Mittelalter bis in die Neuzeit hinein von germanisch-gotischen Volksstämmen bewohnt wurde. Es waren anfangs Heiden, von der christlichen Kirche Sclavi genannt und die im Laufe der Zeit christianisiert wurden. In der damaligen Zeit waren es unfreie, rechtlose und vogelfreie Götzendiener, die, wie der Name Sclavi bereits besagt, als Ware gehandelt werden konnte.

Dazu einige geschichtliche Beispiele:

  • Einhard (770 bis 840). Der Geschichtsschreiber Karl des Großen in seinen „Annales Alamanici“.., das Karl gegen die Sclavi einen Kreuzzug in das Land der Wandalen (in regionem Vandalorum) unternahm.
  • Und in seiner „Vita Karoli Magni“: … schließlich unterwarf (Karl) alle wilden Barbarenstämme, die in Germanien zwischen Rhein und Weichsel und dem Ozean (Ostsee) und der Donau wohnen und die fast alle dieselbe Sprache sprechen, die sich aber durch verschiedene Bräuche und Sitten von einander unterscheiden. Die wichtigsten von ihnen sind die Welataben, Sorben, Abodriten und Böhmen.
  • Adam von Bremen (1000 bis 1072). Er beschrieb den ostelbischen Raum als „amplissima Germaniae provintia = reichste Provinz Germaniens.
  • Bischof Bogufall II. (1250) von Posen bekundet im Jahr 1250, dass kein Volk so viel Gemeinsames habe und so vertraut wäre, als die Sclavi mit den Deutschen. >>siehe auch den Beitrag im Kommentar >folgt man also der originalen Geschichtsschreibung waren „Slawen“ und Deutsche in Wahrheit Brüder aus einer gemeinsamen Wurzel.
  • Albertus Crantzius (1448 bis 1517) ins einem Werk „Wandalia“: Die Rugier glauben als letzte der Wandalen an Christus und Sclavi werden von den Sachsen die genannt, die vorher Wandalen hießen, Sclavie sunt Wandali“.
  • Freiherr von Valvassor (1689) in seinem Werk: „Die Ehre des Herzogtum Krain“:… dass die Windischen Sclavonier Wenden und Wandalen einerlei Volk sind.
  • Grimm (1750) im Band 28 Wandeschland Sclavonia oder Vandalia oder Wendland geheißen, hat sich ungefehrlich gestrecket von Magdeburg an wene (bis) an Preußenland – also von der Elbe bis zur Weichsel).
  • Thoama Krantzow (1816) in seiner „Geschichte der Völker vom Lande Pommern“:… dass Sclavi und und Wandali ist ein Dinck.

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Hier folgen noch einige Kenntnisse von den Sprachen der Ostgermanen unter Angabe schriftlicher Quellen:

Im Daglinger Reich in Polen hat die Gründungsmannschaft wikingischer Abstammung sicher nordgermanisch gesprochen. Sie traf in Polen auf ostvandalische Stämme. Infolge der dauernden deutschen Verheiratungen der adligen Führungsschicht wird diese auch bald althochdeutsch gesprochen haben. In den Städten, die alle- auf z.T. bereits vorhandenen ostgermanischen Siedlungen deutscher Gründungen mit meist Magdeburger Recht waren, wurde noch um 1500 nur deutsch gesprochen, auch in Krakau und am Hofe dort. Die Polonisierung setzte ein, nachdem das Bistum Gnesen im Jahre l 000 in ein Erzbistum umgewandelt worden war und aus dem Deutschen Reich ausgeschieden war (siehe bei F. Wolff 1977).

Die Nestorchronik (R. Trautmann 1931) aus Kiew berichtet von der Geschichte des Warägerreiches. König Wladimir ließ sich 989 taufen und erhielt gleichzeitig die Tochter Anna des byzantinischen Kaisers zur Frau. Als Bedingung wurde offenbar die Einführung einer Kirchensprache gefordert. Welche das war, geht aus den Quellen nicht hervor.

„Und er begann in den Städten Kirchen zu bauen und Priester einzusetzen und das Volk in allen Städten und Döifern zur Taufe zu führen. Dann sandte er hin und ließ die Kinder der angesehenen Männer nehmen, um sie in der Schrift zu unterweisen: die Mütter aber dieser Kinder weinten um sie, denn sie waren noch nicht im Glauben befestigt, und sie beweinten sie wie Tote“. Da aus der damals eingeführten Sprache das heutige Russische entstand, wird es das Kirchenslawische gewesen sein, das sich vom Nordgermanischen der Waräger unterschieden. haben muß.

Dieses Kirchenslawisch wurde ohne weiteres von der Bevölkerung des Großfürstentums Kiew verstanden. Das ist ein Hinweis auf die ethnische Zugehörigkeit der dort lebenden „Slawen“ zu den Ostvandalen. Der Sohn Wladimirs, Jaroslaw, der eine warägische Mutter und eine schwedische Frau hatte, soll noch warägisch gesprochen haben, während der Hof, die Beamten und das Heer sich mehr und mehr des „Slawischen“ bedienten (A. v. Gadolin 1971).


Quelle: Ich danke Dr. Heinrich Klug für seine Ausführungen mit entsprechenden Recherchen als wertvollen Wegweiser  (gefunden in den Unterlagen meiner Eltern).

In Teil II betrachten wir die Zeit der Wikinger mit Beginn des 9. Jahrhunderts, die Regionen Ostgermaniens, Herkunft und Bezug der Bevölkerung als auch die Zeit der Völkerwanderung.

Weitere Quellangaben: Helmut Schröcke Vor- und Frühgeschichte germanischer Stämme im Osten


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