Ebenfalls im Isergebirge und nur 1 ¼ Stunden Fußweg von Bad Flinsberg entfernt, liegt Bad Schwarzbach im Schwarzbachtal, umgeben von Nadelwald, der bis in die Talsohle hinabreicht. Ursprünglich gehörte auch Bad Schwarzbach den Reichsgrafen von Gottschoff, 1679 ging der Ort an die Stadt Hirschberg.

Sieben Quellen besaß Bad Schwarzbach. Die größte, die Viktoria-Quelle wurde 1783 entdeckt und ab 1813 genutzt. Ein geregelter Badebetrieb fand erst ab 1850 statt. Obwohl hier keines der Kurmittel erster Badeorte fehlte, große Heilerfolge zu verzeichnen waren, die Besucherzahl laufend stieg, wurde es nie ein mondänes Bad.
Das Badeleben war ungezwungen, einfach und geselliger Art. Es wurde keine Kurtaxe erhoben und allgemein war es preiswerter als in den großen Badeorten.
An Unterhaltung fehlte es aber keinesfalls. Konzerte, Musikaufführungen und Tanzabende fanden täglich statt. Im Kurhaus befanden sich Bibliothek und Lesezimmer. Hinter dem Säulengang des Kurhauses führte ein Alleenweg in den 80 Morgen großen Kurpark.
Das Kurhaus wurde 1928 ausgebaut und modernisiert, es kamen Restaurant, Garten, Café und Veranda dazu. Ein Kurhotel im Ort hatte nicht nur moderne Gästezimmer, eine eigene Quelle, sondern auch eine Autohalle.
Als Winterportplatz gewann Bad Schwarzbach ab 1929 zunehmend Bedeutung durch ein ausgezeichnetes Skigelände und drei Rodelbahnen.
Pferdeschlittenfahrten fanden nach Bad Flinsberg, Marklissa und Goldentraum statt.
1970 stand das Kurhaus noch, ansonsten hat man den Ort dem Verfall preisgegeben.
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Im Anschluss an diesen Beitrag findet ihr noch eine Zusammenfassung, zur „Schlesien und seine Bäder“-Reihe, welche auch das Heimatrecht als fundamentales Menschenrecht aufgreift, und damit auch die völkerrechtswidrige Vertreibung.
Auf der entsprechenden Seite findet ihr alle erstellten Beiträge zu den schlesischen Bädern. Ich bedanke mich bei allen, die an der Bäder-Reise teilgenommen haben.