Teil I
So viele schreien nach Nürnberg, dem Prozess. Nürnberg 2.0. Ich lese es immer wieder.
Was geschah damals auf dem Nürnberger Prozess? Warum fand dieser Prozess statt? Wer wurde verurteilt und warum? Welche Erwartung stellt man heute an diese Art von Prozess?
In dieser Reihe werde ich neben einigen Informationen zu den Nürnberger Prozessen auch die aktenkundigen Verbrechen an der deutschen Bevölkerung und an den deutschen Soldaten aufgreifen. Ich versuche die Kapitel so kurz wie möglich zu halten, weil man sonst geneigt ist, das Lesen zu unterbrechen, um es auf einen späteren Zeitpunkt zu legen. Davon spreche auch ich mich nicht frei, denn mir geht es ja ähnlich.

Über 70 Jahre nach Kriegsende leben wir immer noch in einem Klima einseitiger Schuldzuweisungen gegenüber Deutschland. Daher scheint es geboten an Tatsachen zu erinnern, die sonst heute bereits Teil abgeschlossener Geschichte wären. Die Rede ist von den millionenfachen Kriegsverbrechen der alliierten Kriegsgegner Deutschlands, die der systematischen Schweigespirale unterliegen.
Sowohl die Ursache des Krieges als auch die Art der Kriegsführung müssen gerecht sein. Wären diese Richtlinien in Nürnberg angewandt worden, dann wären alle Seiten wegen des Begehens von Kriegsverbrechen schuldig gesprochen worden.
Der Nürnberger Prozess ist einer der wohl bekanntesten antideutschen Prozesse. Doch bevor ich zu dem Prozess selbst komme, um ihn besser verstehen zu lernen, müssen wir in der Vergangenheit blättern.
Erster Weltkrieg: Damals verhörte die Kommission (ein britisches Konstrukt) keinen einzigen der Augenzeugen. Stattdessen verließ man sich auf die fadenscheinigen Niederlegungen von angeblichen 1200 Niederschriften (Die Nürnberger Prozesse nach dem nächsten Krieg werfen ihre Schatten voraus). Fast alle Augenzeugenberichte kamen von Belgiern, die nach England geflüchtet waren, aber einige Berichte kamen auch von britischen Soldaten in Frankreich. Da Krieg herrschte wurde keine der gemeldeten Untaten direkt vor Ort untersucht. Nicht ein einziger Zeuge wurde namentlich erfasst, einschließlich jener Soldaten, die ihre Aussage in Schriftform getätigt hatten. Doch die Kommission bestätigte offiziell, dass sämtliche Greuelgeschichten, ganz gleich wie fantasievoll sie waren, den Tatsachen entsprachen, Diese Scheinuntersuchung war ein weiterer Teil der britischen Kampagne gegen Deutschland.
Historiker haben schon lange nachgewiesen, dass der ganze Bericht aus nichts anderem als Verfälschungen und direkten Unwahrheiten bestand.“
(In Teilen übernommen: aus „das märchen der bösen deutschen von Bradberry)
Von der Macht der Propaganda, oder besser, der Energie einen Krieg in Schwung zu halten. Propaganda folgt stets einem Muster, und das ist immer gleich.
Doch nun zurück zum „Siegertribunal“, den Nürnberger Prozessen von 1945-1948, um es mit den Worten von Richard Lobsien zu sagen.
Der antideutsche Prozess – Nürnberger Prozess – war gezeichnet von Rechtsbeugung, Willkür, Erpressung und Folter.
Auch die Missachtung der Haager Landkriegsordnung, die allein Deutschland 1945 und später in Tausenden von Fällen aktenkundig wurde, wird vor den Augen der Weltöffentlichkeit fortgesetzt. Es hat bis zur Stunde aber kein Verfahren wegen Verbrechen an Deutschen gegeben. Dabei hätten doch die Erklärungen bei den „Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozessen“ über die zukünftige Gültigkeit ,der dort verkündeten „Rechtsgrundsätze“ eine rechtliche Grundlage für deren weitere Anwendung geboten. In diesem Zusammenhang wird deutlich, warum die Forderung des Ex-Heeresinspekteurs, des General Gudera, zur Abschaffung der „Feindstaatklausel“ bei der deutschen Politik der Gegenwart auf so unfruchtbaren Boden gefallen ist. Wir müssen weiter der Kategorie „Tätervolk“ angehören. Sonst würde der Nachkriegspolitik der Boden entzogen.
Fest steht: Beim Anblick der bis zur Unkenntlichkeit abgehungerten Angeklagten – wie Rudolf Heß, Hermann Göring, Wilhelm Keitel, Joachim von Ribbentrop – wird einem schlagartig bewusst, dass hier nicht persönlich Schuldige vor Gericht standen, sondern das gesamte deutsche Volk an den Pranger gestellt war.
Wer im Besitz der bebilderten Zeitgeschichte „Siegertribunal“ ist, veröffentlicht von Richard Lobsien, erschienen im Jahr 2005, versteht noch besser, wovon ich hier schreibe.
Propaganda war und ist die perfekte Methode zur Schwächung einer Nation, die zugleich die Kriegsproduktion fördert. So etwas, also dieser Aufwand, kostet Geld, viel Geld. Woher stammt eigentlich dieses Geld? Das ist in jedem Fall ein Kapitel für sich.
Der zweite Teil zu dieser Reihe folgt in den nächsten Tagen.
—————————-
Quelle
K.-E. Lober (Der Schlesier)
Siegertribunal, die Nürnberger Prozesse 1945 – 48 Richard Lobsien
Bradberry, Das Märchen vom bösen Deutschen.
Abkommen betreffend die Gesetze und Gebräuche des Landkriegs [Haager Landkriegsordnung], 18. Oktober 1907
Foto zum Beitrag: Artikel der Bild aus April 1999