Karl Roos – zu Unrecht beschuldigt, abgeurteilt, hingerichtet…

Ganz gleich, welches Kapitel der deutschen Geschichte man auch aufschlägt, das Unrecht am deutschen Volk ist immerdar.

Hier ist es Karl Roos (1878-1940), der sich als Germanist und Heimatrechtler für sein Land Elsass-Lothringen einsetzte und wegen angeblicher Spionagetätigkeit ohne ausreichende Beweise dazu, am 7. Februar 1940 von den Franzosen hingerichtet wurde.

Roos stand zu keiner Zeit nachweislich in Verbindung zu irgendwelchen Spionagetätigkeiten.

Oberst Marco vom Militärgericht hat den wirklichen Grund Roos ins Gesicht gesagt:“ Ich habe es mir als Krönung meines Lebens im Dienste Frankreichs zur Aufgabe gesetzt, die autonomistische Pest im Elsass zu vernichten.“

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Dr. Karl Roos war auch Verfasser der Reihe „Unser Elsässerdeutsch“ – sprachgeschichtliche und volkskundliche Plaudereien. (Aus den Schriften des Elsässischen Volksbildungsvereins 1938).

Seine einleitenden Worte: „Wer eine Volkssprache darstellen will, der soll vor allem selbst ein Kind des Volkes sein, denn anders wird er kaum je den ungeschriebenen Gefühlswert so vieler Wörter und Wendungen ganz erfassen und den ungreifbaren Sprachgeist, den Sprachgenius, völlig sich zu eigen machen.

Goethe sagt einst Gleiches mit den treffenden Worten: „Wenn ihr’s nicht fühlt, ihr werdet’s nicht erjagen!“

Im tiefen Sinne dieser Worte liegt übrigens auch die letzte Erklärung dafür, weshalb der Mensch meistens nur in seiner eigenen, ihm angeborenen Sprache wirklich Großes leisten kann.

Die Muttersprache ist eben die Seele eines Menschen; sie ist auch die Seel eines Volkes, sie ist der Ausdruck seines Lebens und Leidens, seines Denkens, Fühlens und Wollens.“

Sprache ist mit einem Worte Wesenheit. Sprache ist Volkstum.“


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