Zwischen Irrtum und Streben – Seelenfänger auf Streifzug

Wisst ihr, man macht sich ja so seine Gedanken. Insbesondere in Zeiten, die mit enormen Herausforderungen einhergehen. Man kann sie auch nicht mal eben wegpusten. So wie den kurzen Schmerz oder die kleine Wunde am Finger.  

„Du musst das verstehen! Alles folgt einem Plan“, vernehme ich immer wieder. Natürlich tut es das.

Das Böse war immer schon Teil der Weltgeschichte. Und es hat einen Plan. Der ist übrigens uralt, und der Trick, der damit einhergeht, ebenfalls.

Dabei ist eine Alleinstellung, auch Macht genannt, des „Pudels Kern“ und ruft so manchen Seelenfänger auf den Plan.

Scheinbar haben gerade ganz viele von denen Ausgang. Und nun kommt es: Die sind ja nicht einfach nur so unterwegs, und sammeln mit Leichtigkeit einzelne Seelen ein. Nein. Das, wäre auch viel zu einfach. Zum einen stehen sie im Dienst der Mächtigen und zum anderen müssen sie einem Auftrag Folge leisten. Resultierend daraus, schauen sie sehr genau hin, wer ins Muster passt. Wankelmütig, leichtgläubig und auf den eigenen Vorteil bedacht, das ist die Spezies, welche sie als erstes aufsuchen.

Und wie im Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein, schmiert sich der Seelenfänger (in dem Fall der Wolf) die Kehle mit Kreide und ruft den Geißlein mit lieblicher Stimme zu:  Öffnet mir die Tür! Macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von euch etwas mitgebracht!

Zack…, das war leicht!

Nach der Verführung folgt die Fesselung. Zum Einsatz kommen nun Suggestion, Lug und Trug – man darf es auch Propaganda nennen.

Im wahren Leben folgen nun unzählige Versprechen zur Glückseligkeit, Schönheit Wohlstand, naja ihr wisst schon, dieses Seelenheil, dass eigentlich keines ist.

Ja, es sind Seelenfänger unterwegs. Deren Rahmbedingungen übrigens dem Prozedere aus Goethes „Faust“ gleichen.

Alles eine Prüfung, oder was?

Wenn ich die unzähligen Aufrufe und Hilfeschreie der Dichter und Schriftsteller aus längst vergangenen Zeiten lese, dann wird mir mehr und mehr bewusst, dass alles, was wir jetzt erleben nur eine Fortsetzung von …, ja von was eigentlich… ist?

Ich bin mir gewiss, wir werden vor eine Prüfung gestellt- damals wie heute.

 Im übertragenen Sinne bedeutet Prüfung auch „schweres Leid“, schicksalhafte Belastung“ und im Sport „Wettbewerb, der bestimmte hohe Anforderungen stellt.“

Jeder geht anders damit um.

Manche stehen vor Prüfungen, die unüberwindbar scheinen. Doch trotz aller Hürden bestehen sie diese. Einige sind dabei sogar durch die Hölle gegangen.

Hier werden die Seelenfänger vermutlich nur mal kurz vorbeischauen – diese Gruppe an Menschen ist zu arbeitsintensiv, und so ziehen sie zunächst weiter. Ein Dorn im Auge bleiben sie den Fängern aber trotzdem, denn es sind die, die ihr Vorhaben stückweit gefährden können.  

Und dann gibt es die, welche die Prüfung gar nicht als solche erkennen, sondern traumwandelnd an diesen vorbeiziehen. Ihr Wesen ist anders ausgerichtet, und demzufolge auch die Maßstäbe, die sie im Leben setzen. Sie möchten vor allem eins: Unter Einsatz des geringsten Widerstandes zum Ziel kommen – und zack, wieder Seelen gefangen.

Auf diesem Feld haben die Seelenfänger ein leichtes Spiel.

Beispiele dazu gibt es genug. Denken wir nur an die letzten drei Jahre. Da sind einige Menschen mächtig durchgerasselt. Ihnen wurden schließlich Fesseln angelegt, und nun sind sie willige Seelen – denn die eigene haben sie verkauft.

Und so weiter, und so fort… Das Böse war und bleibt Teil der Weltgeschichte, es nährt sich an verlorenen Seelen.

Was können wir tun?

Ich kann nur von mir sprechen. Wie sagt man so schön: „Jeder ist seines Glückes Schmied.“

So können sich die Pläne der Anderen von mir aus stapeln, auch wenn mir der Inhalt missfällt.

Eine gesunde Unzufriedenheit, eine gemütliche Unordnung, ein wohltuendes Chaos – immer ein stückweit im Widerspruch zur Norm oder zu diesen unsäglichen Vorgaben, das sind meine persönlichen Wegweiser.

Parallel dazu steht die Natur im Vordergrund meines Handelns. Ich denke, wir sollten viel mehr wieder unseren Gefühlen und Trieben nachgehen.

Indes ziehen die Seelenfänger weiter über das Feld – doch meine Seele fangen sie nicht.

Ich bin mir gewiss: In stürmischen Zeiten werden sie sich finden – all die Seelen, die noch frei sind.


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