Damals auf der Flucht! Mütter – in drei Generationen.

Und eine Gegenwart, in der Moral und Wahrheit an Magersucht leiden, und Heuchelei hofiert wird…

Gerade in Zeiten, in der wir mit einer Flut von „Flüchtigen“ konfrontiert werden, schaue ich nochmal genauer hin. So ereilen mich Bilder von Flüchtenden aus den Jahren 2015 (und auch davor) bis heute in das Jahr 2023 hinein. Und ich sehe Menschen auf der Flucht aus vergangenen Zeiten, wovon schon meoine Eltern und Großeltern berichteten, weil sie diese selbst erlebt haben.

Die Bilder sind grundverschieden, so wie Gesichtsausdruck und Zustand der Menschen.   

Die Menschen von damals hatten keine gepflegten Haare, kein Telefon (Handy). Sie brauchten und konnten auch nicht zu telefonieren, es gab keine Hilfe.

Tausende Mütter waren von ihren Kindern getrennt, oder die Kinder waren plötzlich allein, weil Mutter und alle Verwandten verschleppt oder erschlagen wurden. Sie konnten keinen Verwandten anrufen oder gar nachholen.

Die Erfahrungen und das Ausgeliefertsein, der Hunger, der Notstand, der Tod von Kindern führten zu unterschiedlichen Reaktionen.

Während manche schwer traumatisierte in Depressionen trieben, arbeiteten sich andere aus der Situation heraus.

Ein Dichter sagte: „Es ist eine Größe des Leides bei der jeder Widerstand aufhört, deshalb wird schweres Leid meist stiller würdiger getragen, als die kleinen Widerwärtigkeiten des Lebens. Die Schwere der Last hat die Kraft, sie abzuschütteln, gebrochen!“

Meine Mutter und meine Großeltern beschreiben in ihren Memoiren sehr ausführlich die wirkliche totale Notlage der Millionen deutschen Flüchtlinge und 12 Millionen Vertriebenen Deutschen, wovon 3 Millionen durch Mord, Vergewaltigungen, vor Hunger und Strapazen jämmerlich starben. Sie hatten keine Nahrung, keine Scheibe Brot (sie wären einer helfenden Hand, die ihnen ein Stück Brot gereicht hätte unsagbar dankbar gewesen) eine Scheibe Schweinefleisch wäre ein Wunder gewesen, weil es einfach nichts gab. Es herrschte totale Not! Sie hatten keine gepflegte Kleidung, sondern zerschlissene Sachen, ihre Schuhe waren zertreten, fielen von den Füßen, sie hatten keine Unterkunft, hausten auf Straßen und in Wäldern.

Verkehrte Welt!

Angesichts dieses Wissen, wirken die Bilder von Flüchtlingen des 21. Jahrhunderts fast schon zynisch, ja provokant. Warum provokant? Weil die Verbrechen am deutschen Volk nie aufgearbeitet wurden, weil in der Schule nie die Wahrheit dazu gelehrt wurde. Wer von den jungen Menschen heute weiß schon davon, was damals wirklich geschehen ist? Geschickt hielt und hält man die Wahrheit unter Verschluss, hinter dicken Mauern. Hin und wieder kam sie tröpfchenweise zutage, das jedoch geschah sehr, sehr selten.

Und so plappern die Menschen gedankenlos in ihrer Unwissenheit daher: „Es war doch Krieg, da ist das eben so…“ Und diese Art von Mensch tanzt heute auf Lampedusa mit Flüchtlingen im Freudentaumel. Dort geben sie vor, Hilfe zu leisten.

Das ist Zynismus und Verhöhnung des deutschen Volkes. Ja, das ist provokant!

„Begegnung mit „Müttern – in drei Generationen“

Vor allem nach dem Krieg, also ab 1945 gab es viele alleinerziehende“ Mütter – sie nannten sich nur nicht so, es war für die Mütter eine Zwangslage. Die Ehemänner und Väter waren damals keinesfalls geschiedene „Zahlväter“, sie waren gefallen oder in Kriegsgefangenschaft.

Tausende dieser Mütter haben den Bombenhagel in Deutschlands Städten mit ihren Kindern überlebt.

Tausende dieser Mütter haben unter schwerem Leid ihre Kinder auf der Flucht und der Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten nach Mittel- und Westdeutschland gebracht.

Die meisten Frauen hatten damals mehrere Kinder.

Manch eine Mutter hatte während der Flucht durch Kälte und Hunger, durch qualvolle Entbehrungen ihr Kind nicht retten können. Besonders die Kleinsten hatten die Qualen häufig nicht überstanden. Oft waren die Frauen durch grauenhafte Erlebnisse, durch Vergewaltigungen traumatisiert. „

(Auszug aus „Mütter – in der drei Generationen“ von Barbara Berger)

Der Schweizer Marius Baar schrieb 1972 zu den unerhörten Vorgängen in der Nachkriegszeit im deutschen Reich: „… was aber noch in schlimmer Form dargestellt wird, die Lüge wird zur Wahrheit gemacht.“


Eine Antwort zu “Damals auf der Flucht! Mütter – in drei Generationen.”

  1. „Flüchtling“ wird heute inflationär verwandt. Ein Schlag ins Gesicht für die nach den Weltkriegen vertriebenen „echten“ Flüchtlingen. Mit einem SUV kamen die nicht an – viele von ihnen bedauerlicherweise gar nicht. Und ein paar Tausend wurden, z.B. in der Ostsee, zu Opfern von Torpedierung oder von allierten Scharfschützen.. Koennen die derzeitigen Kriegstreiber mal nachlesen..

    Gefällt 1 Person

Hinterlasse einen Kommentar