Wir stöbern weiter in der deutschen Geschichte, und beschäftigen uns heute mit Kunstwerken, Pfahlbauten und Musikinstrumenten.

Die Kunstwerke aus der germanischen Bronzezeit gehören zu dem Schönsten, was damals in Europa geschaffen worden ist; sie sind ein wertvolles Zeugnis dafür, dass die Germanen ein Volk von hervorragender Begabung waren, als sie in das Licht der Geschichte eintraten.



Die menschlichen Behausungen sind – schon seit dem Ende der Steinzeit – feste Wohnungen aus Holz, die auf starken Pfählen in einem See, über Sümpfen oder an Flussläufen erbaut sind.
Diese sogenannten Pfahlbauten sollten Schutz bieten gegen Feuchtigkeit des Bodens, plötzliche Überschwemmungen oder gegen Überfälle durch große Raubtiere und menschliche Feinde.
Auch die Bequemlichkeit mag eine Rolle gespielt haben: Unrat und Abfälle konnten durch die Lücken des Fußbodens geworfen werden. Die Bronzezeit war die Blütezeit dieser Pfahlbauten.


In der Bronzezeit erklingen auch die ersten erfreulichen Töne der Musik. Musikinstrumente gab es zwar schon in der Steinzeit – Pfeifen und Flöten aus Knochen sowie Trommeln – doch bedeuten die beliebten Blashörner der Bronzezeit, die Luren, einen großen Fortschritt.


Es sind kreisförmig gebogene Trompeten, deren Schallöffnung meist mit einer verzierten Scheibe versehen ist. Diese Luren sind fast immer paarweise gefunden worden; sie wurden also wahrscheinlich zweistimmig geblasen.
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Quelle
Text: Auszug aus Albert Thümmel „Deutsche Geschichte Band I“ + Sammelbilder
Pfahlbauten : eigene Aufnahme von unserer Reise nach Unteruhldingen/Mühlhofen (Bodensee).
Kultur der Metallzeit Fotos aus Meyers Konversationslexikon aus 1896.