Auf meinem Schreibtisch türmen sich Impulse in Form von Literatur, Zeitungsausschnitten, Niederschriften einer Erlebnisgeneration und unzähligen Zitaten.

Dazu immer wieder der Blick in das recht üppig gefüllte Bücherregal.
Seit vielen Jahren ruht dort das „Foucaultsche Pendel“, ein Roman von Umberto Eco. Der Schriftsteller ist bekannt für seine Romane, die von so mancher Verschwörung zur nächsten huschen.
Eindeutig zweideutig!
Zumindest lässt er dem Leser genügend Raum für‘s eigene Urteilsvermögen. Mir geht es jetzt aber nicht darum die Person Eco zu bewerten, vielmehr ist es diese Inspiration, die er nun mal ohne Zweifel über seine Werke liefert. Eigentlich ganz einfach: Man nehme ein Buch, erforsche es, und suche sich daraus seine eigenen Ansichten zusammen, welche sich verstreut vor dem Leser auftun.
Wer mich kennt, weiß, dass ich ja eher so der faktenbezogene Typ bin, Vorgänge müssen für mich greifbar sein. Zudem möchte ich auch in der Lage sein, sie für mich schlüssig erklären zu können.
Zwischen Fakten und Fiktion – bilden wir uns eine Meinung.
Lange Rede, kurzer Sinn
Ich gelange also auf diesem Weg zu „Protokollen“, die erstmals 1897/98 erschienen sind und später als die erfolgreichste „Fälschung“ aller Zeiten deklariert werden. Auch Eco beschäftigen diese Protokolle.
Darüber betrete ich einen Raum mit Vorgängen, die noch gar nicht solange zurückliegen bis hin zum gegenwärtigen Geschehen. Als eher faktenbezogener Mensch, muss ich an dieser Stelle das Buch weglegen und mich etwas Anderem widmen.
„Die Geschichte ist das Reich der Fälschung, der Lüge und der Dummheit“
Indes geben historische Prozesse (ihrer Überlieferung nach) Aufschluss und stellen Zusammenhänge her. Und die lassen tief blicken.
Jetzt hilft nur der Griff zu den Erlebnisberichten und zu den damit in Verbindung stehenden (bis heute) ungeklärten (Kriegs)verbrechen.
Das sind die Dinge, die wirklich Aufschluss geben. Dort liegen die Antworten auf all unsere Fragen und das vermeintlich Unerklärliche.
Alles andere (wie beispielsweise ein Roman) bleibt eine Inspiration, vermittelt im Verschwommenen und obliegt stets der Auslegung durch die Mächtigen, deren Protokolle längst in die Umsetzung gegangen sind – Protokolle, die der arglose, naive und vertrauensselige Deutsche bezweifeln wird. In der Geradheit seiner Seele kann er sich nicht vorstellen, dass soviel List, Tücke und Bosheit in Menschenhirnen wohnen könnte. Und doch sollten ihn die bitteren Erlebnisse der letzten Jahrzehnte anregen, seine Vorstellungen von allgemeiner Menschenliebe und Völkerverbrüderung einer gründlichen Nachprüfung zu unterziehen.
Und so lese ich von den besonderen Narrenfreiheiten gewisser Personen, von der Zweigleisigkeit in der Gesetzgebung, von einer verfehlten, ja deutschfeindlichen und menschenverachtenden Politik. Darüber untermauert sich das Wissen zu diesen “Werte-Ideologen“ und der langehegten Tradition der Amerikaner. Ihr wisst schon: Diese Wesensart, die sich bis heute über Generationen hinweg erhalten und fortgesetzt hat.
Recht, Freiheit, Demokratie und Menschenwürde werden nur nach den politischen und wirtschaftlichen Interessen der Amerikaner und Briten ausgelegt und vertreten. Die Bedürfnisse und Lebensfragen der anderen Völker spielen dabei nur eine vordergründige Rolle.
Zwischen Fakten und Fiktion ist das ein Fakt!
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Wenn man genau hinschaut: Nahezu jede Epoche trägt die gleiche Handschrift, wenn es um Entvölkerung und Verarmung eines Volkes geht…