„Deutsche Geschichte nach Albert Thümmel“- Markomannen, Franken, Angelsachsen, Alemannen

„Fast ein Jahrhundert blieb es still am Grenzwall. Dennoch gärte es in den germanischen Waldgebieten.

Die Volkszahl wuchs, zugleich drängten Völker von Osten her die Bewohner zwischen Rhein und Elbe immer mehr zusammen.

Getrieben von Raumnot brachen seit der Mitte des zweiten Jahrhunderts die Germanen nach Westen vor.

Im Jahre 167 drängten die Markomannen von Böhmen her über die Donau und entfesselten dadurch den Markomannenkrieg“. Er endete 180 mit ihrer Ansiedlung südlich der Donau. (Aus ihnen ging im 6. Jahrhundert der Stamm der Bayern hervor).

Über den Niederrhein stießen die Franken vor – ein Volksstamm, der durch die Vereinigung zahlreicher kleiner Völkerschaften entstanden war und sich dann geteilt hatte in die salischen und die ripuarischen Franken.

Die seefahrenden Angelsachsen sichten die Küsten Gallien und Britanniens heim. Immer stärker rückten germanische Stämme auf die römischen Grenzen; immer wieder griffen größere Stammesverbände an.

Die römischen Grenzbefestigungen des Limes waren nicht mehr zu halten.

Um 250 drangen die Alemannen in das Zehntland ein. (siehe Beitrag zuvor), und besetzten es.

357 brachen sie sogar über den oberen Rhein vor, doch wurden sie bei Straßburg von den römischen Feldherren und späteren Kaiser Julian besiegt und zurückgeschlagen – wie einst die Sweben von Cäsar bei Mühlhausen.“

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Morgen blicken wir dann auf die Hunnen (Attila), die um 375 an den Grenzen des Gotenreiches erschienen.


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