Im Zuge der Völkerwanderung (Ausbreitung) werfen wir nun einen Blick auf die jeweiligen Germanenreiche, und beginnen mit den Westgoten:

Den Westgoten war es 375 gelungen, dem Stoß der Hunnen nach Süden auszuweichen. Ein Teil von ihnen ging mit Erlaubnis der Römer über die untere Donau.
Aber immer wieder kam es zu Kämpfen mit den Römern, die den Vertrag nicht hielten, und schließlich brachen die Westgoten auf, um mit den Waffen neues Land zu gewinnen. Ihr junger König Alarich aus dem Geschlecht der Balthen, führte sie hinüber in das Weströmische Reich.
410 hielt er seinen siegreichen Einzug in Rom. Drei Tage dauerte die Plünderung der Stadt; aber die Goten schonten das Leben der Einwohner und tasteten die Bauwerke des Altertums und die Kirchen nicht an.
Noch im gleich Jahre jedoch starb Alarich auf dem Weg nach der Südspitze Italiens im blähenden Alter von 34 Jahren. Seine treuen Goten begruben ihn in großartiger Weise im Flussbett des Busento. Sie leiteten den Fluss ab, , bauten in dem trockenen Strombett ein steinernes Grab und senkten ihren toten König, auf seinem Streitross sitzend, hinab.
Dan leiteten sie den Fluss wieder darüber und töteten die Gefangenen, welche die Arbeit verrichtet hatten, damit kein Römer erführe, wo der große Alarich läge und aus Habsucht oder Rache seine Ruhe störe.
Seine Nachfolger führten die Westgoten nach Gallien und Spanien und begründeten dort das erste germanische Reich auf römischen Böden (419).


Um 500 reichte es von der Loire bis zur Südspitze Spaniens. Der Teil nördlich der Pyrenäen wurde bereits 507 von den Franken erobert, Spanien im Jahr 711 von den Arabern. „
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Um den Überblick zu behalten, findet ihr auf der Seite https://undinepeter.blog/deutsche-geschichte-von-den-uranfangen-bis-zum-ende-des-dreisigjahrigen-krieges-nach-albert-thummel/ alle bereits erstellten Beiträge aus der Reihe „Deutsche Geschichte“ nach Albert Thümmel.