Der ostgermanische Stamm der Burgunder war um 150 aus dem heutigen Warthe- und Netzedistrikt nach Nordschlesien eingewandert. Und um 250 von hier aus zum oberen und mittleren Main vorgedrungen, wo sie die ehemaligen Sitze der Alemannen einnahmen und in der Gegend von Worms und Mainz ein blühendes Reich errichteten. Über ihre weitere Geschichte ist wenig bekannt.

Nur ihr Untergang ist von tragischem Licht erhellt.
437 überfiel ein hunnisches Heer, das im römischen Sold stand, die Burgunder und erschlug den König Gunther, seine ganze Sippe und einen großen Teil des Heeres.
Diese Vernichtung der Burgunderherrschaft am Rhein bildet den geschichtlichen Kern der Nibelungensage.
Der Rest des Volkes zog nach Südwesten und gründete in der Rhonegegend ein neues Reich mit der Hauptstadt Lyon.
534 wurde dieses dem Frankenreich einverleibt.
Morgen begeben wir uns zu Hengist und Horsa, den Angelsachsen.
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Textquelle wie immer nach Albert Thümmel
Bild Wikipedia – Burgunder König Gundahar (Gunter)