Die Angelsachsen – aus der Reihe: „Deutsche Geschichte“

 Tatsächlich fasst sich Albert Thümmel in seinen Ausführungen zum Angelsachsenreich sehr kurz. Und so streifen wir noch zu einem späteren Zeitpunkt etwas ausführlicher durch das Reich von Beginn an bis zum Zerfall.

Um 450 riefen die Briten, ein Teilstamm der Kelten, die Angelsachsen, die damals an den östlichen Küsten der Nordsee wohnten, zu Hilfe gegen die räuberischen Pikten und Skoten (ebenfalls Kelten, im heutigen Schottland).

Die beiden Brüder Hengist und Horsa landeten mit drei Schiffen in Britannien und warfen die Pikten und Skoten zurück.

Seitdem gingen immer neue Scharen von Angelsachsen nach der Insel hinüber und setzten sich dort fest.

Die Briten wurden teils unterworfen, teils nach Wales und Irland abgedrängt.

Ihr tapferer König Artur lebt in der keltischen Sage als König Artus fort. Ein Teil ging auch über den Kanal und ließ sich in der nach ihnen benannten Landschaft Bretagne nieder.

Die Angelsachsen gründeten nach und nach sieben Fürstentümer; 827 wurden diese zu einem Reich vereinigt und damit der Grund gelegt zum heutigen Königreich England.

Soweit die Fassung nach Albert Thümmel.

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Die Geschichte geht aber noch weiter: Dazu stelle ich in den nächsten Tagen einen noch ausführlicheren Beitrag ein.

Zunächst soviel: Von den kleinen Königreichen, in welche die Angelsachsen nach der Eroberung zerfielen, blieben in der nächsten Zeit sieben oder acht größere bestehen: Essex (Ostsachsen), Sussex (Südsachsen), Wessex (Westsachsen), Kent, Ostanglien, Merzien, Nordhumbrien, benannt nach dem Fluss Humber. Diese bezeichnet man als die angelsächsische Heptarchie.

An zuverlässigen Nachrichten fehlt es über die sich über einen Zeitraum von 150 Jahren erstreckenden Kämpfe durch die der Süden und Osten Britanniens in den Besitz der Angelsachsen kam und die keltisch-britische Bevölkerung auf Irland, Wales, Cornwallis und die schottischen Hochlande beschränkt wurde.

Hier machen wir zunächst einen Zeitsprung. Tatsächlich ist bis 1066 noch viel passiert. Die Normannen (Dänen) traten soweit mir bekannt, erst nach 800 (nach Egberts Zeit) durch ihre Eroberungszüge in Erscheinung.  Graf Harald bestieg den Thron und nach der Eroberung durch Wilhelm von der Normandie verschwand das Reich. Doch vergingen noch Jahrhunderte bis die Angelsachsen mit ihren Besiegern, den Normannen verschmolzen.

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Noch ein Auszug aus Meyers Konversations-Lexikon (1896)

Hengist und Horsa, nach sagenhafter Überlieferung die Gründer der angelsächsischen Herrschaft in Britannien, Söhne Wictgils, aus Wodans Geschlecht.

 Die angelsächsische Sage berichtet, Vortigern, König der Briten, habe bei den Angeln und Sachsen um Hilfe gegen die Pikten und Skoten nachgesucht; darauf seien H. und H.449 auf der „Kielen“ hinübergesegelt, bei Ypwinesfleet in Kent gelandet und hätten die Feinde, die schon bis Stamford in Lincolnshire vorgedrungen waren, zurückgeschlagen. 


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