Es werde Licht!

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Beim Julkranz werden wir schon bald alle Kerzen anzünden, um Licht in die dunkelste Jahreszeit zu bringen.

Bevor wir aber das erste Licht anzünden, und mehr über den ursprünglichen Brauch erfahren, unternehmen wir noch einen kurzen Schwenker zum aktuellen Geschehen.

Anlass zu diesem Beitrag, gab mir gestern der Blick auf all die Häuser, versehen mit den unterschiedlichsten Lichterketten in allen möglichen Farben. Ganze Straßenzüge sind wieder hell erleuchtet. Unter all dem „Glanz“ dieser leuchtenden Gebilde, tun mir manchmal sogar die Augen weh.

Lichterketten halten wieder Einzug, schmücken Einfahrten, Torbögen und die Vorgärten. Ob nun bunt, weiß oder dezent, ich persönlich, mag diese Flut der LED-Lichter so überhaupt nicht.

Warmweiß, kaltweiß oder Tageslichtweiß? Besser trifft es kühl, distanziert und wenig lebensfroh.

Doch die Menschen scheinen voller Vorfreude, auch, oder vielleicht gerade mit dem Wissen, dass mit Beginn des Jahres 2024 der Gelbeutel wieder einmal mehr schrumpft. Denn das Konstrukt greift noch tiefer hinein. Ich denke, ganz tief in ihrem Unterbewusstsein, spüren die Menschen, dass das Jahr 2024 alles bisher Erlebte noch in den „Schatten“ stellen wird. Und deshalb leuchtet es „künstlich“- üppig an allen Ecken und Enden.

Es scheint, als „(über) leuchten“ die Menschen noch im Jahr 2023 all das Kommende. Also das ist jetzt nur so eine Vermutung, aber ich glaube, so falsch liege ich damit nicht.

Dazu fällt mir noch etwas ein, wenn wir schon mal beim Licht sind:

Vermisst eigentlich noch jemand die gute alte Glühbirne?

In unserem Haus verwenden wir ausschließlich Glühbirnen (vereinzelt auch Halogenlampen). Ich mag das warme Licht der guten alten Glühbirne. Zudem zaubert die Reflexion (Lichtabgabe) herrliche (Schatten) Gebilde an Decken und Wände. Probiert es ruhig mal aus. Der Unterschied ist beachtlich.

Es werde Licht!

Die Tage sind kurz und dunkel, die Nächte lang und kalt und wir fühlen uns wie unter eine dicken Wolldecke gehüllt. Es ist der Zyklus der Natur und wenn der Kreislauf des Jahres von vorne beginnt, triumphiert das Licht über die Dunkelheit.

Übrigens: Vom Julfest am 21. Dezember, rechnete man 4 Wochen zurück und zündete an diesem Tag (in unserer Zeitrechnung der 30. November), alle 4 Kerzen am Kranz an.

Es ist die Zeit des Lichts und der Wärme. Die Wintersonnenwende steht an. Und symbolisch für die immer mehr einkehrende Dunkelheit löschte man eine Kerze.

(Zum Julfest, am 21. Dezember, gibt es noch einen extra Beitrag.)

Ich freue mich auf das Flackern des Kerzenlichts, auf das warme Licht in unserem Haus und schöpfe Kraft aus den Rauhnächten. Das neue Jahr liegt als Winzling in unserem Schoß und wird dieser Tage behütet und genährt, auf, dass es stark und leuchtend neu aufsteigen kann.

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Gewusst?

Die klassische, von der EU verteufelte Glühbirne, imitiert von allen Leuchtmitteln für den häuslichen Gebrauch das gesündeste Licht.

Je ähnlicher das künstliche Licht dem Sonnenlicht ist, desto besser. Vor allem abends ist eine Lichtquelle, mit einem möglichst natürlichen Rotanteil im Spektrum (Glühbirne oder auch Kerzenlicht) anderen Quellen mit starkem Blauanteil (Computermonitor und TV) vorzuziehen

Sind LEDs schadstoffhaltig?

Kalifornische Forscher haben im Jahr 2011 jede Menge Blei, insbesondere in den roten Lämpchen gefunden (sie enthielten achtmal mehr Blei als das Gesetz in Kalifornien erlaubt). Weiße Lämpchen waren weniger mit Blei belastet. Stattdessen jedoch fanden die Forscher viel Nickel. Auch Arsen konnten sie im Lampenbruch nachweisen.

Die Nutzung von LEDs bewirkt zudem, dass in Städten noch weniger Sterne sichtbar sind, und dass sich die Bewegung von Motten und anderen Insekten, die sich Lichtquellen nähern oder sie vermeiden, weiter verändert.

Fachleute empfehlen, beim Entsorgen von zerbrochenen LED-lampen Handschuhe (ggf. auch eine Atemmaske) zu tragen. Das verhindert, dass z.B. Schwermetalle über die Haut oder die Atemwege in den Körper gelangen.

Außerdem sollten LED-Lämpchen nie in Kinderhände gelangen. Blei schmeckt süß. Kleine Kinder könnten daher die bunten Lichterketten-LEDs leicht mit Bonbons verwechseln.

Noch eine kurze Auslese zum „Licht“.

Wusstet ihr, dass das Konzepts des Lichts ein grundlegender Aspekt der menschlichen Erfahrung ist, und sowohl die Sprache als auch die Kultur in verschiedenen Zivilisationen beeinflusste?

Licht, insbesondere Sonnenlicht, ist ein allgemeines Symbol des Bewusstseins. Mondlicht könnte vielmehr das Unbewusste darstellen, das Intuitive das Weibliche. Der Mond ist tatsächlich zum Mittelpunkt für die Barden der Macht und die Dichter geworden, um die Schönheit des schönen Geschlechts nachzuahmen. 

Ðu eart dohtor min, minra eagna leoht [Juliana].Ausdrücke wie „ jedes Licht gemäß “ „nach bestem Wissen und Gewissen“ haben eine ältere Bedeutung, die aus den 1520er Jahren stammt. Im übertragenen Sinne im Licht (jemandes) zu stehen, stammt aus dem späten 14. Jahrhundert. „ Das Licht auf die Welt kommen sehen“ stammt aus den 1680er Jahren; später als „zur vollen Erkenntnis kommen“ (1812). Die Lichtshow bei einem Rockkonzert stammt aus dem Jahr 1966. „Plötzlich oder völlig bewusstlos wie ein Licht sein “ stammt aus dem Jahr 1934.

In der Physik bezieht sich der Begriff „Licht“ manchmal auf elektromagnetische Strahlung jeder Wellenlänge, ob sichtbar oder nicht. In diesem Sinne sind auch Gammastrahlen, Röntgenstrahlen, Mikrowellen und Radiowellen Licht. Wie alle Arten elektromagnetischer Strahlung breiten sich sichtbares Licht als Wellen aus.

Interessant: Es ist also eine Form der elektromagnetischen Strahlung. Im engeren Sinne sind nur die für das menschliche Auge sichtbaren Anteile des elektromagnetischen Spektrums gemeint.

Herkunft des Wortes

Der Begriff „LICHT“ ist eine Ableitung aus dem Mittelenglischen light, liht, leoht, aus dem Altenglischen lēoht, līht (Substantiv und Adjektiv), līhtan (Verb), germanischen Ursprungs, aus dem Westgermanischen *leuht, aus dem Ur-Germanischen *leuhtą, aus dem Indoeuropäischen *lewktom, von der Wurzel *lewk- („Licht“). Verwandt mit dem Schottischen Licht („Licht“), dem Westfriesischen Licht („Licht“), dem Niederländischen Licht („Licht“), dem Niederdeutschen Licht („Licht“), dem Deutschen Licht („Licht“).

Auch verwandt mit Schwedisch ljus („Licht“), Isländisch ljós („Licht“), Lateinisch lūx („Licht“), Russisch луч (luč, „Lichtstrahl“), Armenisch Ԭււֵֽ (luys, „Licht“), Altgriechisch λευκός ( leukós, „weiß“) und Persisch رُخش‎ (roxš).

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https://www.oberhausen.de/…/energiesparlampen_-_ein…


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