Das Schicksal des Staates

„Das Schicksal des Staates“ meinte einst Alexander Vinet (1797-1847), hängt vom Zustand der Familie ab.“

Wenn es stimmt, sieht es für diese BRD nur bedingt rosig aus. Immer weniger Ehen werden geschlossen, immer mehr geschieden.

Immer weniger Kinder werden geboren, immer mehr wachsen bei Alleinerziehenden auf oder schauen bei fremden Menschen aus den Fenstern. Immer mehr Mütter müssen arbeiten, immer mehr Alte sterben in Heimen. Wohlstand hat sich als nicht besonders familienfreundlich erwiesen.

Von Leo Tolstoi stammt das Zitat „Entbehrung braucht die Familie notwendiger als Überfluss. “ Darin spiegelt sich die Überzeugung, dass (ein gewisses Maß) an Entbehrung charakterformend sei.

In dem Zusammenhang möchte ich auch an die Beschreibung Tacitus zu „Ehe und Familie“ (aus Germania) anknüpfen:

Gleichwohl sind die Ehen dort streng, und in keinem Punkt möchten ihre Sitten mehr zu loben sein. So leben sie denn in wohlbeschirmter Keuschheit, und durch keine Lockungen von Schauspielen, keine Reizungen von Gastmählern verführt. In jedem Hause wachsen sie halbnackt und schmutzig zu dem Gliederbau, zu der Leibesgestalt empor, die wir bewundern. Jeden nährt seine eigene Mutter an ihrer Brust, Mägden und Ammen werden sie nicht überwiesen.“


Hinterlasse einen Kommentar