Wintersonnenwende, Julfest und mit 13 Wünschen durch die Rauhnächte

In den letzten Wochen haben wir so viel erfahren über die Feste und Rituale unserer Vorfahren zur Wintersonnenwende. Und mit dieser beginnt nun auch die Zeit der Rauhnächte.

Gestern, am 20.12 war es um 15.55 Uhr schon wieder dunkel. Ab heute hat das ein Ende. Es ist Wintersonnenwende, Julfest und Winteranfang. Es ist der Wendepunkt im Jahreskreis, von Dunkel auf Hell, von Finsternis auf Licht. Nicht grundlos war dies zu allen Zeiten und in allen nordischen Völkern ein wichtiges Datum. An diesem Wendepunkt, wo die Tage wieder länger werden, steckt Hoffnung. Die Natur hat längst die Knospen für das Frühjahr angelegt. Das neue Jahr kommt garantiert.

Noch jedoch ist es die Zeit der Ruhe in der Natur und eigentlich auch in uns. Es ist die Zeit der Innenschau und Neuausrichtung.

Unser gregorianischer Kalender kennt den 21.12. als letzten Tag des Herbstes. Hier schaltet es und am 22.12. ist Winteranfang. Auch in ganz weltlichen Dingen ist es also ein besonderes Datum.

Wie viele es von euch verfolgt haben, haben wir diesen Tag auf unserer letzten Reise etwas vorgezogen gefeiert. Am Opfermoor brannte das Wintersonnenwendfeuer bereits am 17.12.

Es war wunderbar zu beobachten wie viele Familien sich in diesem kleinen Dorf eingefunden haben, um das Fest zu feiern. Ich bin gewiss, nach dem 3 – 4 Mal, in dem man alle diese Feste bewusst begangen hat, bekommt man ein tieferes Verständnis für die immerwährende Bedeutung hinter dem Jahreskreis.

Jetzt bricht auch die Zeit der Wünsche an. Die zwölf Rauhnächte symbolisieren die zwölf Monate des kommenden Jahres. Jede Rauhnacht ist einem Monat zugeordnet. Die erste Rauhnacht steht energetisch für den Januar, die zweite für den Februar usw.

Es ist jedem selbst überlassen, wie er die Rauhnächte für sich nutzt, angefangen vom Räuchern bis hin zu Meditationen.

Ich habe in einem Glas all meine Wünsche gesammelt. Ab heute „fische“ ich täglich einen meiner Wünsche aus dem Glas und verbrenne ihn ungelesen. Nur, der letzte, der 13. Wunsch wird nicht verbrannt. Diesen Zettel öffne ich und lese den Wunsch laut vor.

Wer die Zettelchen nicht verbrennen möchte, kann sie auch mit Blumensamen in die Erde stecken.

Jede Rauhnacht geht symbolisch mit einer wunderbare Energie einher. Denn aus der tiefsten Dunkelheit wird das Licht wieder geboren.

Heil Euch! Heil den Göttern und der wiederkehrenden Sonne.


Hinterlasse einen Kommentar