Ein paar Gedanken zur Weihnachtsgeschichte

Bevor wir mit der Nase in den gut gefüllten Töpfen schnuppern, den Duft der Plätzchen in der Nase genießen, oder uns eben all der Annehmlichkeiten der Weihnachtstage gütlich tun, möchte ich euch allen ein besinnliches und schönes Fest wünschen, sowie bezaubernde Rauhnächte

…., und damit auch gleich noch einmal zur eigentlichen Weihnachtgeschichte überleiten. Ganz gleich, wie ihr diese Tage zelebriert, wichtig ist nur, dass ihr euch stets des Ursprungs dieser bewusst seid. Etwas, was über Jahrhunderte hinweg in die Köpfe der Menschen gemeißelt wurde, um sie von ihren Wurzeln zu trennen, lässt sich nicht einfach so wegpusten. Doch nur, wer sich seiner Vergangenheit und seiner Wurzeln gewahr ist, wird in diesen gegenwärtig eher unruhigen Tagen und trotz der desaströsen politischen Zustände bestehen können.

In den frühesten schriftlichen Belegen ist von „ze wihen nahten“ oder „wihe naht“ die Rede. Der erste Teil des Wortes geht auf das germanische „wisja“ oder „wiha“ zurück, was soviel wie „heilig“ oder „geweiht“ bedeutet.

Die frühen Christen haben gar kein Weihnachten gefeiert, bis die Kirche im 4. Jahrhundert den 25. Dezember zum Feiertag erhob gegen den rivalisierenden Kult des Sonnengottes. Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich das Fest genauso wie seine Gabenbringer, vom Heiligen Nikolaus und dem Christkind bis zum amerikanisierten Weihnachtsmann.

Ich möchte jetzt gar nicht so weit ausholen. Daher nur eine kurzer Überblick zum ursprünglichen Charakter des Weihnachtsfestes.

• Da ist der Baum als immergrünes Wesen für die Unsterblichkeit des irdischen Lebens. Die immergrüne Tanne bietet sich ja gerade im Winter als Symbol der Hoffnung auf einen neuen Frühling an.

• Das Schmücken von Bäumen ist vielen indigenen Wald-Religionen bekannt. So stimmt auch dieser germanische Brauch bis heute mit unserem heutigen Schmücken des Weihnachtsbaumes überein.

• Wenn wir vom historisch-germanischen Weihnachten sprechen, meinen wir die weihevolle Nacht, in welcher von der germanischen Erd- und Himmelsgöttin unseres Kulturkreises, – die je nach Region Hulda/Huldr/Holda/Holle oder Perchta heißt zur Wintersonnenwende das Sonnengottkind Balder wiedergeboren wird-

• Mit Jesus überdeckte der Klerus die alljährliche Wiedergeburt des Sonnenkönigs Balder, die weihevolle Nacht.

• Wenn es im Lied heißt, „uns ist ein Kindlein geboren“, so ist damit in verdrängter Wahrheit das Sonnengottkind unserer Erd- und Himmelsgöttin Hulda/Huldr/Holda/Holle/Perchta gemeint.

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Und nun wieder hin zu den herrlichen Düften und Bräuchen:

„Rauch von Holz und Harz liegt in der Luft

ich atme ein den verlockenden Duft

Yulezeit ist da, Yulezeit ist da

Im tiefsten Winter, so einsam die Nacht

die Sonne wendet und Balder erwacht

Stellt das Sonnenrad auf, stellt das Sonnenrad auf

Der Tannenbaum in seiner Pracht

Der Yuleast lodert hell durch die Nacht

Stimmungsvolle Ruh, stimmungsvolle Ruh

Das Licht am Himmel die Hoffnung bringt

und Tor wild seinen Hammer schwingt

Kraft fürs kommende Jahr, Kraft fürs kommende Jahr

Frey und Freyas Sinnlichkeit

bringt Liebe, Lust und Fruchtbarkeit

Leben wird weitergehn, Leben wird weitergehn

Oh, Wintersonne, das Fest für Sie

Met, Korn und das Blut, unsere Gaben an Sie

Auf ewige Wiederkehr, auf ewige Wiederkehr“

(Hagalaz Runedance: Das Fest der Wintersonne (ein Weihnachtslied)]

Nach unserem Julblót nehmen wir die neue Flamme in dem Windlicht mit rein und zünden alle Lichter samt Kaminfeuer an. Bevor wir uns zu Tisch setzen, tragen wir eine aromatisch duftende und zugleich reinigende Räucherung aus heimischen Kräutern, Hölzern und Harzen durch unser Haus.

Die Kerze des Julleuchters leuchtet als Zeichen der Wiedergeburt des Lichtes. Am frühen Morgen, nach der Begrüßung der Sonne, bietet sich ein üppiges Frühstück an, wobei man für die Ahnen symbolisch den Tisch ebenfalls deckt.

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So lässt es sich nachlesen:

„Im 4. Jahrhundert hat Papst Julius I. den 25. Dezember in tatsächlicher Unkenntnis des Datums (von Jesu Geburt; V. Wagner) diesen Tag als Geburtstermin Jesu festgesetzt (!) Er gab damit dem alten Sonnenwendfest – das nach dem julianischem Kalender am 25. Dez. gefeiert wurde – ein christliches Fundament indem er die Daten vom Sonnengott Sol-Invictus und Jesus parallelisierte. Wenn man bedenkt das sich aus der Bibel keine Daten zum Geburtstermin extrahieren lassen, ist einsehbar das diese Parallelisierung von römischer Sonnenwendfeier und Jesusgeburt ein politisch – religiöser Schachzug war.“

„Der ‚Osservatore Romano‘, das amtliche Blatt des Vatikan, sprach noch 1935 von der ‚heidnischen Mode des Weihnachtsbaumes, eines Überbleibsels alter Naturgebräuche‘, und trat für die Abschaffung des nordischen Brauches ein.“

Es war Goethe, der den Baum mit „Wachslichtern, Zuckerwerk und Äpfel“ im „Werther“ in die deutsche Literatur brachte.

Erst Mitte des 19. Jahrhunderts akzeptierte die katholische Kirche den Weihnachtsbaum und fügte ihn mit der Krippe zu dem christlichen Weihnachtssymbol zusammen. Zwar gibt es schon von 580 u.Z. ein kirchliches Verbot, nach dem es zu unterlassen sei, „mit dem Grün der Bäume die Häuser zu umgeben oder zu bekränzen“.

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Übernommen aus der Bibliothek Nemeton von Alexander A. Gronau:

„Was Weihnachten angeht, so fällt auf, daß alle Göttergestalten und Attribute des ursprünglichen germanischen Weihnachten noch immer vorhanden sind. Da haben wir das blondgelockte Christkind als ätherisch schöne, weißgewandte Frau, welche keine andere ist als unsere große, stets in weißen Gewändern gehüllte Erd- und Himmelsgöttin Hulda/Huldr/Holda/Holle/Perchta, deren Haar als gelockt und sonnenfarben überliefert ist, da ihr Haupthaar zum Einen die langen Halme des kultivierten Getreides symbolisiert als auch anzeigt, daß aus ihrem fruchtbaren Schoß der Sonnengott geboren wird; also ist sie selbst auch Trägerin des Solaren.

Dies Wunder spiegelt sich in jeder Frau wieder, die als weibliches Geschöpf dennoch einen Jungen zur Welt bringen kann. Was die Behauptung des Klerus bezüglich des Christkindes betrifft, so ist über dieses Lügengebilde anzumerken, daß die Bibel klar besagt, daß es keine weiblichen Engel gibt! Ihr Christkind dient einzig einmal mehr der Überformung des germanischen Weihnachtsfestes und speziell der scheinbar christentum-kompatiblen Umdeutung unserer goldgelockten und weißgewandeten Göttin.“

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Bild Quelle: „Heiligabend von Cariton Alfred Smith (1853-1946)

Inspiration zum Text: Bibliothek Nemeton von Alexander A. Gronau


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