Unter welcher Flagge wirken wir? Eine kleine Fahnenkunde

Die Bilder, die ihr hier seht, oder besser die kleine Flaggenkunde stammt aus Meyers Konversationslexikon aus dem Jahr 1894 /Vierter Band.

Der ursprüngliche Beitrag zu den Farben unser Nationalflagge entstand im Rahmen eines Berichtes zum Zobten, dem Berg der Schlesier.

Während der Zeit, als die Menschen rundum den Zobten alles für den Befreiungskampf unternahmen, entstand in Breslau eine schlesische Armee von etwa 10 000 Freiwilligen.

Andere stifteten wertvollen Schmuck, Silber- und Goldbestecke und Geräte. Sogar die goldenen Trauringe tauchten sie in eiserne Ringe mit der Aufschrift „Gold gab ich für Eisen“.

Die Dichter forderten ebenfalls das Volk zum Kampf auf, darunter Ernst Moritz Arndt, Theodor Körner, Max von Schenkendorf, Friedrich Rückert.

In der Stadt Zobten bildete Major Lützow ein Freikorps. Auch dort meldeten sich viele Freiwillige, sie sich ihre Ausrüstung auf eigene Kosten beschaffen mussten. Das Lützow Korps wurde am 27. März 1813 in der Kirche von Rogau, nahe der Stadt Zobten eingesegnet.

Zum Korps gehörten bekannte Männer der damaligen Zeit u. a. Joseph von Eichendorff, Theodor Körner, Friedrich von Friesen, Friedrich Ludwig Jahn. Ihre Uniformen hatten die Farben schwarz-rot-gold, nämlich die Hose schwarz, die Jacke rot, die Knöpfe goldfarben. 1832 wurden diese Farben Nationalfarben. In der Kaiserzeit 1871-1918 waren die Nationalfarben jedoch schwarz-weiß-rot.

Im Kampf gegen die Franzosen ist Theodor Körner im Alter von nur 22 Jahren am 18.6.1813 in Gadebusch gefallen.

Doch nun zur gegenwärtigen Situation im Land, verbunden mit Gedanken, die uns vielleicht ein bisschen näher an das Thema: „Welche Flagge für Deutschland“ heranführen. Wobei sich die Umsetzung des Gedankens eher schwierig darstellt. Ich muss zugeben, unter den aktuellen Bedingungen habe ich auch keine Idee, wie die Fahne der Deutschen in Zukunft aussehen könnte. Ich weiß nur, dass sich das Schwenken der aktuellen Flagge, also dieses Wirtschaftsfetzens des Konstrukts nicht richtig anfühlt. .

Aber irgendwie müssen wir uns doch bemerkbar machen können, und zeigen wer wir sind und woher wir stammen. Nur wie stellen wir das am besten an?

Ich persönlich würde die Flagge des Freistaates Sachsen schwenken, hissen. Das ist das Land mit dem ich mich am meisten verbunden fühle, auch wenn ich in Niederschlesien geboren wurde. Jedes unserer Bundesländer blickt auf einen lange Geschichte zurück. Über die Wappen spiegelt sich die traditionelle Vielfalt unserer Heimat wieder. Irgendwo müssen wir schließlich wieder ansetzen.

Seid stolz auf eure Heimat und zeigt es!

Die deutsche Handelsflagge, so wie wir sie heute kennen, soll der einfachen Bundesflagge entsprechen. (schwarz-rot-gold). Als solche wird sie seit 1950 in der BRD und seit 1990 nach Auflösung der DDR geführt. Dazu darf man festhalten, dass am 3.10. 1990 die BRD abgemeldet und aufgelöst wurde. Diese BRD ist also nichts anderes als eine nicht regierte Organisation – sie ist was sie ist: ein Besatzungsdiktat. Manchem mag das nicht gefallen: Doch die BRD ist nicht Deutschland und ihre Politiker begehen nach der geltenden Ordnung auch keinen „Verrat“, sondern sie tun genau das, wofür sie eingesetzt wurden.

Übrigens: Für die Besatzung unseres eigenen Landes (Besatzungskosten) kommen wir finanziell immer noch auf (§ 120 GG).

Es ist an der Zeit (echte) Flagge zu zeigen. Wobei. Eigentlich ist es längst überfällig.

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Fundstücke zur Farbenlehre

Deutsche Farbenlehre (Hoffmann von Fallersleben)

Über unserem Vaterland ruhet eine schwarze Nacht,

und die eigene Schmach und Schande hat uns diese Nacht gebracht.

Ach wann erglänzt aus dem Dunkel der Nacht

unsere Hoffnung in funkelnder Pracht?

Und es kommt einmal ein Morgen, freudig blicken wir empor:

Hinter Wolken lang verborgen, bricht ein roter Strahl hervor.

Ach wann erglänzt aus dem Dunkel der Nacht

unsere Hoffnung in funkelnder Pracht?

Und es zieht durch die Lande überall ein goldnes Licht,

das die Nacht der Schmach und Schande

und der Knechtschaft endlich bricht.

Ach wann erglänzt aus dem Dunkel der Nacht

unsere Hoffnung in funkelnder Pracht?

Lange hegten wir Vertrauen auf ein baldig Morgenrot;

kaum erst fing es an zu grauen, und der Tag ist wieder tot.

Ach wann erglänzt aus dem Dunkel der Nacht

unsere Hoffnung in funkelnder Pracht?

Immer unerfüllt noch stehen Schwarz, Rot, Gold im Reichspanier:

Alles läßt sich schwarz nur sehen, Rot und Gold, wo bleibet ihr?

Ach wann erglänzt aus dem Dunkel der Nacht

unsere Hoffnung in funkelnder Pracht?

(aus: Deutsche Salonlieder 1843)

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Die Farben ließen überdies eine auch mehrfach gegebene symbolische Deutung zu Schwarz als Bezeichnung der Nacht, die während der Fremdherrschaft über Deutschland lag, Gold die Morgenröthe der errungenen Freiheit und Rot das Herzblut, mit dem sie erkämpft ward.“

Oder, um dem Urgedanken zu folgen: Schwarz für die Erde (unten), Rot für das Blut mit dem sie verteidigt wurde, Gelb für die Sonne die darüber scheint.

Unter anderem beim Hambacher Fest 1832, auch im Zusammenhang mit der Burschenschaftsbewegung, trug man die Fahne in der Reihenfolge schwarz-rot-gold von unten.

Auszug aus einem Hambacher Festlied:

„Schwarz sei der Trauer ew’ge Nacht,

Die rings ihn soll umgeben,

Solang’ er unter Fürstenmacht

Fortführt sein Sklavenleben.

Rot sei der Farben dunkle Glut,

Die rings er will entzünden.

Auf Thrones Schutt mit edlem Mut

Der Freiheit Reich zu gründen.

Gold sei der heil’gen Wahrheit Licht,

Die rings er will verbreiten,

Dass finstrer Mächte Lüge nicht

Mehr hemmt den Gang der Zeiten.“

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Das Bild zeigt eine Malerei zum.Hambacherfesr 1882.


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