Auch wenn das größte Informationszentrum der Welt über die letzten Tage wieder schwächelt, Kommentare kaum oder gar nicht zu lesen sind, und wir manchem darüber die Antwort schuldig bleiben, schreibe ich sie weiter auf, meine Gedanken

Das größte Informationszentrum der Welt scheint über Strecken oder zumindest über bestimmte Passagen wie ausgelöscht. Irgendwie gruselig. Nun ja, dass man auf diesen Portalen längst nicht mehr alles öffnen kann, was man noch vor Jahren abgespeichert hat, dass das Zentrum der Portale nur Informationen beherbergt, die für eine ganz bestimmte Gruppe von Menschen zugelassen, auf sie ausgerichtet und abgestimmt ist, auch das ist bekannt.
Vielleicht sollten wir, einfach wieder mehr Bücher lesen, uns wieder Briefe schreiben, Karten basteln und mit Glückwünschen darauf versehen. Vielleicht sollten wir uns wieder an bekannten Plätzen treffen, immer zu bestimmten Zeiten, so wie früher. Vielleicht sollten wir einfach wieder eine Land- oder Straßenkarte in die Hand nehmen, um den Weg zu finden. Vielleicht auch die Menschen ansprechen, um sie nach dem Weg zu fragen. Vielleicht sollten wir Holz sammeln, um unsere Wohnungen zu heizen, vielleicht sollten wir die Kraft des Wasser nutzen, um in unseren Häusern Licht zu machen, vielleicht sollten wir unsere Lebensmittel wieder selbst anbauen, vielleicht sollten wir uns austauschen, und vom Wissen des anderen lernen.
Die Urvölker sind anderen Wesen verhasst, weil sie über ein enormes Wissen verfügen, dass einzig und allein nur aus der Verbundenheit mit der Natur herrührt. Dass war der Grund, warum man sie bis aufs Blut bekämpft hat, das ist der Grund, dass auch in der Gegenwart Naturdenkmäler auf gewisse Gruppen verstörend wirken. Wie wild fuchteln dann deren suspekten Mitglieder umher, aufgescheucht darüber, dass man ihre Macht untergräbt. Dann missbrauchen sie diese, immer und immer wieder – schließlich schaffen sie mächtige Areale an Verboten, verbunden mit drastischen Strafen.

Vielleicht sollten wir einfach wieder wir selbst sein, und nicht weiter einem vorinstallierten Wahn folgen. Denn dieser lässt sich auslöschen, doch nicht das natürliche Wesen in uns.
Klingt anstrengend und wenig fortschrittlich? Dann sollten wir überlegen, was Fortschritt ist, und was dieser vermeintliche Fortschritt mit uns gemacht hat.

Das meinte ich, als ich in einem vergangenen Beitrag schrieb, dass wir bereit sind, unser Leben vollständig umzukrempeln. Nun gut, die Jüngsten sind wir auch nicht mehr. Aber ich denke dann wieder an meine Eltern und Urgroßeltern, an ihre Berichte, und dann weiß ich, dass wir zu viel mehr fähig sind, als wir annehmen mögen.
Und auch wenn der Spruch abgedroschen klingt: Die Veränderung beginnt tatsächlich nur bei uns selbst, sonst kann sich nichts verändern.

Tun wir also das, was wir am besten können, abgucken ist erlaubt, nachmachen auch, also aus der Inspiration heraus – aber jeder sollte eben nur das tun, was auch zu ihm passt, und das aus tiefster Überzeugung und dem Herzen heraus. Sonst wird das nüscht und das Unternehmen wäre nur eine Fälschung. Und von diesen Fälschungen haben wir leider mehr als genug. Zu viele haben sich über die Jahrhunderte manifestiert.
Eine Antwort zu “Ausgelöscht?”
Mehr Briefe schreiben und Holz sammeln, schonmal ein großes BRAVO!
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