Die Kriegsschuld für den Zweiten Weltkrieg lag bei Deutschland? Tatsächlich?

Gerne nehme ich auch hier Bezug auf meine Lesungen aus den „Tagebüchern meiner Mutter. Dann wird vielleicht noch eher deutlich, worum es wirklich ging, und immer noch geht.

Ich könnte nun die Frage stellen: Woher nur, nehmen die Leute ihre „Weisheiten“ zu ihrem Unwissen, und verbreiten dieses auch noch mit einer zügellosen Selbstverständlichkeit? Aber ich und viele von uns kennen ja die Antwort darauf.

Wenn man über Jahrzehnte in den Bildungsstätten mit Wissen indoktriniert wird, dass auf allem fußt, nur nicht auf Wahrheiten, dann ist es nicht verwunderlich, wenn Unwissen verbreitet wird.

Ich will dazu niemandem einen Vorwurf machen. Vorwurfshaltung bringt uns nicht weiter, das ist kein guter Ansatz, um etwas zu bewirken. Aber was mich wirklich ärgert, richtig ärgert, das sind Aussagen wie: „Ich weiß es besser“, Aussagen pauschal, festgefahren, stur, dabei seine Meinung dominant über die aller anderen stellend, nicht zuhörend, was das Gegenüber vermitteln möchte – Merke: ein Gegenüber, dass es selbst erlebt hat. Wir alle, erfahren solche Momente Tag für Tag.

Aber wie war das denn nun, mit der Kriegsschuld, damals 1939?

Dann stöbern wir doch mal, oder besser stolpern wir mal über die Tatsachen. Im Anschluss füge ich noch einen Auszug aus den Niederschriften meiner Mutter hinzu (wer mag, gerne auch auf Video @KlaraFall-dasglaubewerma-kg3kp „gelesen aus den Tagebüchern meiner Mutter“) @KlaraFall-dasglaubewerma-kg3kp , um zu verdeutlichen, wie sich die Ereignisse vor Kriegsbeginn tatsächlich zugetragen haben. Wie erging es den Deutschen dort zu dieser Zeit, in ihrem eigenen Land unter der Gewaltherrschaft der Polen?

Noch ein paar Fakten:

 Als England am 3. September 1939 dem Reich den Krieg erklärt hatte, veröffentlichte der Präsident der Jewish Agency, Chaim WEIZMANN, folgende Stellungnahme: »Die Regierung seiner Majestät hat Hitlerdeutschland den Krieg heute erklärt.

 Die Kriegserklärung des Welt-Zionistenkongresses vom 5. September 1939 trug also die Unterschrift von Chaim Weizmann. Sie wurde im Jewish Chronicle am 8. September 1939 veröffentlicht.

Dazu werfen wir auch noch einen Blick auf einen Auszug aus der Prawda vom 30.01.1939 /Josef Stalin:

• Nicht Deutschland hat Frankreich und England angegriffen, sondern Frankreich und England haben Deutschland angegriffen und damit die Verantwortung für den gegenwärtigen Krieg aufgenommen

• Nach dem Ausbruch der Feindseligkeiten hat Deutschland Frankreich und England Friedensvorschläge gemacht, und die Sowjetunion hat die Friedensvorschläge Deutschlands unterstützt, weil sie dachte und immer noch denkt, ein rasches Ende des Krieges würde die Lage aller Länder radikal erleichtern

• Die herrschenden Kreise Frankreichs und Englands haben Deutschlands Friedensvorschläge und die Bemühungen der Sowjetunion nach rascher Beendigung des Krieges in verletzender Weise zurückgewiesen. Das sind die Tatsachen.«

Und Basil Liddel Hart, ein britischer Militärhistoriker, formulierte 1949 die wahren Ursachen des Zweiten Weltkrieges wie folgt: „Die plötzliche Kehrtwendung Englands im März 1939 machte den Krieg unvermeidbar. Sie schuf eine Situation, die mit einem überhitzten Kessel verglichen werden kann, in dem der Druck bis zum Gefahrenpunkt gestiegen war und dessen Sicherheitsventil dann plötzlich geschlossen wurde. Die Schuld liegt bei denen, die es gestatteten, den Kessel zu heizen und auf diese Weise die Explosion herbeizuführen..“

Warschaus Kriegswille 1939, ja sein fanatischer Eifer zum Krieg, ist vielfach belegt: Der polnische Marschall und Oberbefehlshaber der Armee RYDZSMIGLY erklärte in einem Vortrag vor polnischen Offizieren und Anwärtern im Sommer 1939: »Polen will den Krieg mit Deutschland, und Deutschland wird ihn nicht vermeiden können, selbst wenn es das wollte.«

Indes nahmen die deutschen, und später auch skandinavischen Friedensbemühungen ihren Beginn ab dem 31. August 1939. Ich habe nur vereinzelt die daraus resultierenden Ergebnisse ausführlicher aufgeführt. Jeden einzelnen Versuch der Friedensverhandlungen ausführlich darzustellen, würde an dieser Stelle zu weit führen. Auch wenn jedem unternommenen Friedensversuch ein extra Beitrag gebührt.

Somit hier lediglich ein Auszug über den ersten Friedensversuch von insgesamt 28 Versuchen bis in das Jahr 1941 hinein:

Der erste Versuch, einen Krieg zu vermeiden: Die Friedens-Rettungsmission des Fritz HESSE im August 1939. Bekanntlich erhielt Berlin am 13. August von der Sowjetregierung eine Einladung zu Verhandlungen, von denen man sich die Lösung des deutsch-polnischen Konfliktes versprach. Ergebnis: WILSONS Gesprächsaufzeichnung vom 20. August 1939 zeigt, dass die britische Regierung nicht bereit war, vermittelnd auf Polen einzuwirken. Tatsächlich hat sie nichts unternommen, was den Ausbruch des Krieges hätte verhindern können; im Gegenteil: Mit dem Garantievertrag vom 26. August gab sie Polen freie Hand, wohl wissend, dass das Krieg bedeutet.

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Nicht nur für die Kriege des 20. Jahrhunderts,

auch für den Deutschfranzösischen Krieg 1870/71 wird in der Welt oft den Deutschen/Preußen die Schuld zugeschrieben. So stellte eine Amerikanerin 1950 fest, daß ihren Landsleuten »jahrelang eingepaukt wurde, Deutschland hätte dreimal in einer Generation Frankreich angegriffen«.

Dabei hat Frankreich 1939 Deutschland den Krieg erklärt und hat 1914 vor der deutschen Kriegserklärung seine Truppen mobilisiert, was einer Kriegserklärung gleichkommt.

 Kriegsschuld 1870 : Paris trägt auch für den Krieg von 1870/71 die Schuld. Es hat am 19. Juli 1870 Preußen den Krieg erklärt, das durch Verträge mit den nord- und süddeutschen Staaten verbunden war. Die historischen Tatsachen sind eindeutig. (Dazu aber in einem anderen Beitrag mehr).

 Kriegsschuld 1914: In einer von untergründigen Spannungen beherrschten Lage ereignete sich am 28. Juni 1914 das Attentat auf den österreichisch-ungarischen Erzherzog und seine Thronfolger FRANZ FERDINAND und seine Frau, die Herzogin SOPHIE VON HOHENBERG Der Doppelmord ging auf das Konto der serbischen Terrororganisation Bereinigung oder Tod Am 28. Juli erklärte Wien Belgrad den Krieg. Am selben Tag wurde in St. Petersburg der Beschluss gefasst, 13 Armeekorps gegen Österreich-Ungarn zu mobilisieren. So trug für den Ausbruch des Weltkrieges die russische Regierung maßgebliche Verantwortung.

Von den maßgeblichen Staatsmännern des Jahres 1914 hatte Kaiser WILHELM II. den Krieg am wenigsten gewollt, dessen ungeachtet wurde er später am meisten verleumdet. Sein Sturz, die Kriegsniederlage 1918, der Versailler Vertrag und endlose revolutionäre Wirren ebneten in Deutschland gewissen Kräften „fruchtbaren“ Boden.

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Soweit, so gut.., stimmt auch alles. Man darf das gerne nachhalten, allein die Widersprüche zu den Ereignissen, die uns über die öffentlich-rechtlichen Informationsanstalten zugetragen werden, lassen tief blicken.

Es ist nur leider so: Der Sieger schreibt nun mal die Geschichte“, und so füllen deren Geschichte unsere Lehrbücher, und das schon über Jahrhunderte hinweg.

Zutreffend stellte einstmals Berthold BRECHT fest: »Immer schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten. Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge. Aus der Welt geht der Schwächere, und zurück bleibt die Lüge.« (Verhör des Lukullus) Schon Friedrich SCHILLER hat diese Tatsache klar erkannt. Er stellte in seiner Geschichte des Dreißigährigen Krieges fest: »Ein Unglück für den Toten (gemeint ist WALLENSTEIN), daß ihn dieser Feind überlebte und seine Geschichte schrieb.«

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Wie bereits oben angeführt, hier noch ein Auszug aus den Niederschriften (Tagebucheinträgen meiner Mutter – auch zum Hören auf meinen youtube Kanal: @KlaraFall-dasglaubewerma-kg3kp

25.8.39: Britisch- polnischer Militärpakt wurde abgeschlossen . (Mit welcher Absicht ???)

Wie kam es zum Einmarsch Deutscher Soldaten in die von Polen besetzten deutschen Gebiete ?

Polnische Gräueltaten, Bromberger Blutsonntag, Polens Landraub, der widersinnige Korridor, der Kampf gegen das Deutschtum, der Terror war unerträglich.

Schon 1918, gleich nach Entstehung des Staates Polen aus deutschen Gebieten errichteten die Polen Konzentrationslager in Szcypiomo u. Stralkowo (im Posener Gebiet) und sperrten 16.000 Deutsche in diese ein. Durch Verdrängung und Vertreibung kamen 1 Mill. Deutsche ins Reich. In der Zeit von März bis September 1939 wurden 50.000 Deutsche in Polen interniert und schweren Misshandlungen ausgesetzt.

Auch 1939 wurde ein KZ in Chodzen (zwischen Leslau und Kutno) in einer ehemaligen Zuckerfabrik errichtet. Dort wurden 7000 Deutsche, darunter Frauen und Kinder, Greise und auch Krüppel inhaftiert und malträtiert. In Bromberg wurden 5437 Deutsche Opfer der viehischen Morde von Polen.

(Die Protokolle sind im Aktenstand des Bundesarchivs/Militärarchivs in Freiburg/Brg .nachzulesen !)

Das war die Vorgeschichte zum Einmarsch in Polen.

Der israelische Botschafter in Bonn Asher Ben Nathan antwortete auf die Frage, wer 1967 den 6-Tage Krieg begonnen und die ersten Schüsse abgegeben habe: “Das ist gänzlich belanglos. Entscheidend ist was den Schüssen voraus gegangen ist. So hat Geschichte auch eine Vorgeschichte”

Ende Auszug der Niederschrift

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Literaturverweise:

Harry E. BARNES, Die Entstehung des Weltkrieges. Eine Einführung in das Kriegsschuldproblem, aus dem Amerikanischen, Berlin-Leipzig 1928. Sidney B. FAY,

Der Ursprung des Weltkrieges, Bd. 1: Vor Sarajewo. Die Vorgründe des Krieges; Bd. 2: Nach Sarajewo. Die äußeren Anlässe zum Kriege, aus dem Amerikanischen, Berlin 1930. Hermann LUTZ,

Die europäische Politik in der Julikrise 1914. Das Werk des Untersuchungsausschusses der Verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung und des Deutschen Reichstages;

Die Vorgeschichte des Weltkrieges, im Auftrage des Ersten Unterausschusses, Bd. 11, Berlin 1930. Alfred VON WEGERER,

Der Ausbruch des Weltkrieges 1914, 2 Bde., Hamburg 1939. Fritz FISCHER, Griff nach der Weltmacht.

Die Kriegszielpolitik des kaiserlichen Deutschland 1914/ 18, Droste, Düsseldorf 1961

Die Erklärung Chaim Weizmans auf dem Zionistenkongress 5. September 1939:

„Ich wünsche in nachdrücklichster Form die Erklärung abzugeben, daß wir Juden an der Seite Großbritanniens stehen und für die Demokratie kämpfen werden. Aus diesem Grunde stellen wir uns in den kleinsten und größten Dingen unter die zusammenfassende Leitung der britischen Regierung. Die jüdische Vertretung ist bereit, in sofortige Abkommen einzutreten, um alle menschlich-jüdische Kraft, ihre Technik, ihre Hilfsmittel und alle Fähigkeiten nützlich einzusetzen.“

– veröffentlicht in der LondonerTimes vom 5. September 1939, drei Tage später auch im Jewish Chronicle 8. September 1939


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