Im Reich der Roten Teufel – oder wenn in altbewährter Passion wieder skandiert wird

Seit Tagen schreibe ich an einem Beitrag für Dresden. Ich komme nur langsam voran, weil es eben kein einfaches Gebiet ist, dass man da betritt. Und umso näher man dem Geschehen ist, umso verstörter wirkt das Außen.

So begegnen einem diese sogenannten Anti-Faschisten, über deren Aktivitäten die roten Flaggen des Sozialismus und Kommunismus wehen. Der Einsatz und das Auftreten dieser „roten Teufel“ ist nicht neu, sondern geht bis in die 1920er Jahre zurück. Heute wehen Ihre Flaggen zumeist in enger Partnerschaft mit der Regenbogenflagge. Und so flattert eine „altbewährte“ Ideologie über die Köpfe hinweg.

Manche Figuren in unserer Geschichte waren oder sind nicht zufällig da, stets schafften sie Verwirrung, stifteten Unfrieden, arbeiteten aus niederen Beweggründen heraus, waren Zuträger und Steigbügelhalter für Macht und ein undurchsichtiges Konstrukt.

Ich bin gewiss, wenn man unsere Historie aus seinen Anfängen heraus begriffen hat, würden bestimmte Figuren der Gegenwart kaum Beachtung finden. Die Parallelen sind zu offensichtlich, das Spiel leicht zu durchschauen und die Kunst zwischen Echt und Unecht unterscheiden zu können ausgeprägter. Auch der Stall, aus dem sie allesamt stammen, gibt Aufschluss.

„Altbewährte Methoden“ haben an „Gewicht“ nicht verloren. Und wenn wir das so vor uns hin brummeln, ja die Methoden haben sich nur bedingt geändert (anderes Zeitalter). Dabei sollten wir nie vergessen, wozu diese Mischpoke, ein Syndikat, fähig war und immer noch ist. Denn ihre Handschrift ist überall dort zu finden, wo sich Elend, Leid, Schmerz und Tod auftun.

Betreten wir also noch einmal das „Reich der Roten Teufel“, und schauen mal, wer sich einst alles unter den Führern der Kommunistischen Partei befand und unter dessen Banner skandierte.

Unter den Führern der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und den Anführern marxistischer Aufstände im Reich befanden sich ab 1918, – just da, wo sich eben auch Organisationen wie die Antifa manifestierten:

 Rosa LUXEMBURG, Oskar COHN, Karl KAUTSKY als Theoretiker, Otto LANDSBERG und Hugo HAASE als »Volksbeauftragte« in Berlin,

 Kurt EISNER mit LEVINE, Ernst TOLLER, Erich MÜHSAM bei der Räteherrschaft 1919 in München,

 EPPSTEIN, RUBEN, HAMMER, OCHEL und WOLFSTEIN beim roten Aufstand an der Ruhr 1920.

 Die große Frau der KPD, Klara ZETKIN, aus jüdischer Familie, eröffnete als Alterspräsidentin am 30. August 1932 den Reichstag und drückte dabei ihre Hoffnung aus, noch ein »Sowjetdeutschland« zu erleben. Sie war Mitbegründerin des Spartakusbundes und der Unabhängigen Sozialistischen Partei (USPD).

Bei genauem Hinsehen, herausragend viele Juden darunter. Nun ja so ein Gremium ist bekannt, denn auch Stalin war „umwoben“ von jüdischer Berater-Präsenz (siehe Beitrag zu Stalin >). Und nicht nur er. Blickt man einige Jahrhunderte zurück, war es wohl nie anders.

Um die Verklärung gewisser Personen aufrecht zu erhalten, wurde beispielsweise In West-Berlin Rosa LUXEMBURG Anfang 1988 unter der CDU-Regierung ein Denkmal gesetzt. Das Moskauer Regime hatte zig Millionen Todesopfer geopfert. Um so unverständlicher ist es, wenn heute noch in Deutschland Personen geehrt und gewürdigt werden, die eben diese Sowjetherrschaft nach dem Ersten Weltkrieg auch im Deutschen Reich durchsetzen wollten.

Zu diesen gehören Karl LIEBKNECHT und Rosa LUXEMBURG, die 1919 das noch junge Pflänzchen der werdenden Weimarer Demokratie zerstören wollten.

Die aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Polen stammende Rosa LUXEMBURG (1878-1919) gehörte, zusammen mit Karl LIEBKNECHT (1871-1919), zum äußersten linken Flügel der SPD. Beide gründeten 1916 gegen die eigene Partei die >SpartakusgruppeSpartakusbund< nannte. Bereits am 30. Dezember 1918 verschmolz dieser mit Bremer Linksradikalen zur »Kommunistischen Partei Deutschlands< (>KPD<).

Dass die beiden Kommunisten die Hauptschuld daran tragen, dass 1919 bei dem Putschversuch auf beiden Seiten viele Opfer zu beklagen waren, wird auch heute noch verdrängt. Über die Jahrzehnte pilgern immer noch Zehntausende zu der Gedächtnisstätte – die ursprünglichen Gräber sind nicht mehr vorhanden; sie wurden im Krieg zerstört – mit unterschiedlichen Motiven und Flugblättern, auf denen unter anderem »das gottverdammte Deutschtum zur Hölle« gewünscht (1999) oder Massenmörder wie LENIN und STALIN als Idole gezeigt werden. Das zeigt deutlich, dass der Marxismus und die Ideologie-Gläubigkeit auch nach dem Zusammenbruch des terroristischen Sowjetsystems noch nicht aus den Köpfen verschwunden sind.

Diese Berater, Führer, Zuträger und Steigbügelhalter sind nicht einfach so verschwunden. Sie haben ein Erbe hinterlassen, und ihre Figuren mit entsprechendem Auftrag bis in die Gegenwart hineingetragen. Während das deutsche Erbe mit Füßen getreten, verleumdet, in Dreck gezogen, in übler Nachrede entstellt und das Wesen des Deutschen in ein dunkles Licht gerückt wurde, erblüht ein anderes nahezu. Ein Erbe, dass auf einem uralten Machtgefüge beruht, in dem sensible, ehrliche und aufrichtige Seelen Gefahr laufen unter zu gehen.

Andere verirren sich in dem geschaffenen Labyrinth, finden nicht mehr heraus, oder fallen beirrt zurück. Den Verstrickungen können sie nur schwer, oder gar nicht entkommen.

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Quelle: U.a.: Axel VON FREYTAG-LORINGHOVEN, Geschichte der russischen Revolution, München 1919;

Sergej P. MELGUNOW, Der rote Terror in Rußland 1918-1923, Berlin 1924; F. PLATTEN,

Die Reise Lenins durch Deutschland im plombierten Wagen, Berlin 1924; Theodor Fritsch

Nach Kosiek, Weise und Rose aus „der große Wendig“.

Fotos aus der Bertelsmann Chronik Bibliothek des 20. Jahrhunderts 1916-1919


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