Dresden – wir lesen nun täglich

Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte.

Wir schreiben heute den 5. Februar 2024. Nur wenige Tage vor dem wohl verheerendsten alliierten Vernichtungsangriff auf ein deutsche Stadt, möchte ich jedem vorausgehenden Tag einen kurzen Beitrag widmen.

Dresden! Vor seiner Bombardierung war Dresden eine der schönsten Städte Europas, ein Zentrum der Kultur voll eleganter Paläste, Kirchen und Denkmäler. Es war eine Märchenstadt, mit verwinkelten Kopfsteinpflasterstraßen, Kirchtürmen und pittoresken Gebäuden. Militärisch war es völlig bedeutungslos.

Voranführend sei die Frage erlaubt: Wer oder was, musste zum Kriegsende sterben: der deutsche Mensch, die deutsche Kultur? Ist in der Geschichte der Gegenwart der deutsche Mensch zum Märtyrer als Bewahrer des Guten bestimmt – und die Zerstörer als Sieger zum Verwalten des Bösen …?

Und um es mit den Worten meiner Mutter zu fragen: „Könnt ihr den Alten noch ein bisschen zuhören? Wenn ja, dann hört: Im Jahr 2005 wurde die Frauenkirche in Dresden nach ihrem Aufbau eingeweiht. In Anwesenheit hoher kirchlicher Würdenträger erklärten die deutschen Repräsentanten, dass sie tief gerührt seien und stolz auf dieses große Bauwerk sind. Und die Sprecher appellierten an das Volk, das es einen 13. Februar 1945 niemals wieder geben darf. Doch niemand erklärte dem Volk, dass dieses grausame Geschehen nicht in der Schuld des deutschen Volkes liegt, sondern bei Machthabern mit den Namen Churchill, Roosevelt und Stalin.

Fast 200 Millionen Euro waren bis 2005 verbaut. Mein persönliches Empfinden: Der ursprüngliche Gedanke Anfang der 1960er Jahre, die Ruine als Mahnmal und Gedenkstätte zu bewahren, hat mir besser gefallen. Doch der Trümmerberg war den Stadtplanern ein Hindernis. Nun trägt diese Kirche zwar einen historischen Mantel, ist aber mit dem ursprünglichen Bau nicht vergleichbar. Heute stehen die Menschen staunend in diesem Gebäude, verdrängend, welch Leid sich hier tatsächlich abgespielt hat. Der künstliche Prunk lenkt geschickt davon ab.

Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte. In Dresden starben mehr Menschen als durch die Atombombe. Wenn Hiroshima der unmenschliche Preis war, für eine ewige Warnung – was war Dresden?

Eines ist gewiss: Das mit unzähligen Flüchtlingen und Gefangenen überfüllte Dresden wurde planmäßig zerstört.

„Wir werden diese Hunnen braten“, meinte ein Sir Winston Churchill aus England vor diesem Geschehen, das er befahl. Und sein Bomber-Harris fügte hinzu: „Machen wir Schluss mit dem Krieg, indem wir den Deutschen die Seele aus dem Leib reißen.“

Im letzten Kriegsjahr war es eine Lazarettstadt zur Versorgung Tausender verwundeter deutscher Soldaten. Nicht eine einzige deutsche Militäreinheit war dort stationiert. In den ersten Wochen von 1945, dem kältesten Winter in hundert Jahren, strömten Hunderttausende Flüchtlinge nach Dresden, um der vorrückenden sowjetischen Armee zu entkommen. Die Einwohner Dresdens nahmen so viele dieser armen Menschen auf wie möglich, konnten aber nicht alle beherbergen.

Das perfide Spiel mit den Zahlen – das Herunterkorrigieren der Opferzahlen

Über den alliierten Vernichtungsangriff auf Dresden am 13. /14. Februar 1945 wurde in den letzten Jahrzehnten viel Verfälschendes geschrieben. Die Historiker sind sich bis heute nicht einig darin, wie hoch die Opferzahl liegen dürfte – die Stadt war in der Schlussphase des Krieges vollgestopft mit Flüchtlingen aus dem Osten, die nirgendwo registriert oder aktenkundig geworden waren.

Wenn heute, die nunmehr noch weiter hinunter reduzierte Opferzahl von 25.000 aufscheint, dann muss man wissen, dass sich diese Zahl nur auf die – anhand von Eheringen und Dokumenten – identifizierten Opfer bezieht. Die Dunkelziffer der namenlos Verglühten, Verbrannten, Erstickten war mit Sicherheit um ein Vielfaches höher.

Die Realität ist anders, das belegen Tausende persönlicher Erinnerungsberichte und selbst die Kriegsaktiven des Gegners von ehedem. Morgen gehen wir dann näher auf die alliierten Tieffliegerangriffe auf die deutsche Zivilbevölkerung ein, an denen es nun mal nichts zu deuteln gibt. Ein Dokument der Ordnungspolizei von Dresden vom 22. März 1945 verweist auf 202 040 tote Menschen, die zusammen mit einhundert toten Soldaten geborgen wurden.

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Wenn in diesem Jahr, zwischen dem 8. und 13. Februar, die Karnevalisten durch die Straßen ziehen, ausgelassen feiern, sich die „Hucke“ voll hauen /saufen, ohne Sinn und Verstand, ja, dann rückt eines der größten und verheerendsten Verbrechen an dem deutschen Volk näher. Am 13. Februar erinnern wir uns an Dresden.

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Quelle:

Franz Kurowski Jenseits von Deutschland

David Irving Der Untergang Dresdens

Bradbeery – die Mär vom bösen Deutschen

Karl Richter aus dem Großen Wendig

H. Schnatz Tiefflieger über Dresden? Legenden und Wirklichkeit


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