… habe ich dann mal sacken lassen. Von wohltuend, abwechslungs- und erkenntnisreich bis ernüchternd war alles dabei. Besonders schön, war der Besuch der Externsteine, so auch der Blick zuvor auf die Drudenhöhle, ein sächsisches Naturheiligtum.
Doch das möchte ich jetzt noch schnell loswerden.

In der Regel schlafe ich auf unseren Ausflügen gut. Oft genügen diese wenige Stunden „raus aus dem Alltag“, mal was anderes sehen, den Kopf frei kriegen. Doch in der Nacht von Samstag auf Sonntag war das anders. Diese Bilder von der tristen Waldlandschaft im Teutoburger Wald (nach Abholzung) wollten mir nicht aus dem Kopf gehen.
Mein Göttergatte versuchte anfangs noch stückweit zu beschwichtigen, sagte immer wieder, nun ja, es sind ja überwiegend Fichten und Tannen – ein Nutzwald eben. Er hat ja Recht damit. Denn Monokultur ist nie sinnvoll. Doch dann muss entsprechend aufgeforstet werden, und genau das haben wir vermisst. Nur an ganz wenigen Stellen sah man hin und wieder ein paar neue gesetzte Bäumchen. Ein Stück weiter, mussten wir jedoch feststellen, dass auch viele Laubbäume der Säge zum Opfer gefallen sind. Nein, das waren keine schönen Bilder.
Denn schaut man noch ein Stückchen weiter, erheben sich auf ehemaligen Waldflächen mächtige Windräder, die den Boden versiegeln.
Diese unsäglichen „Abholzungen“ kennen wir auch aus unseren Städten und Gemeinden. Und auch hier war man über die letzten Jahre nicht zimperlich, und bis heute köpft man unaufhörlich ganze Alleen und Straßenzüge.
In dem Ort, in dem wir noch leben, habe ich mich vor einigen Jahren einer Gruppe Menschen angeschlossen, um mich gegen die Fällung in unserem bis dahin wunderschönen, mit altem Baumbestand beseelten Park zu wehren. Auch den Naturschutzbund haben wir um Hilfe gebeten: „Nun, der Park ist nun mal kein Wald, da kann man nichts machen““, war die Antwort. Damit hat sich Organisation entlarvt, in welche Richtung sie steuert. Nachweislich 149 gesunde Bäume mussten fallen. Den Park haben wir seitdem nicht mehr betreten.
Vor Kurzem wurden auch in meiner Heimatstadt uralte Bäume, die einst eine wunderschöne Allee bildeten, allesamt entfernt. Doch wo bleiben die versprochenen neuen „Bäumchen“, die noch über mehrere Jahrzehnte wachsen müssen? Es bleibt kahl, eine Betonwüste. Es ist schaurig. Doch gibt es genug, die diesen „neuen Style“ befürworten – modern soll es werden. Und dazu muss alles Urwüchsige verschwinden. Und am besten sollen wir nie wieder daran erinnert werden, wie es einmal war.



Auch die Rückfahrt war nicht unbedingt beschaulich: Wenn man nicht gerade auf Windräder blickt, dann auf die Felder, allesamt in Wasser getränkt. Ein trauriges Resultat des Dauerregens, und eine Ende der dunklen und verregneten Tage ist nicht in Sicht.

Nun ja, genug der Klagen. Uns ist schon bewusst, wohin die Reise geht. Und so bedarf es Lösungen. Und die finden wir, wie schon so oft vermerkt, nur bei uns selbst.