Im Zuge unserer Reihe „Deutsche Städte und ihre Zerstörer“ blicken wir auch zurück auf den 15 Februar 1945 und hier auf die Stadt Cottbus.
Am 15. Februar 1945, vor 79 Jahren, wurde Cottbus bei einem alliierten Luftangriff zerstört.

Zwei Tage nach dem Feuersturm in Dresden und überfüllt mit Flüchtlingen, erlebte die Stadt die schrecklichste Stunde in ihrer langen Geschichte. Zwischen detonierenden Bomben und in zusammenstürzenden Häusern starben Frauen, Kinder und Greise, fielen Soldaten und kamen zahlreiche Fremdarbeiter ums Leben.
Die offizielle Bilanz sprach von 1.000 Toten. Zerstört wurden 145 Industrie- oder Versorgungsbetriebe und 356 Häuser. 3.600 Wohnungen wurden beschädigt und 13.000 Einwohner obdachlos. Die Wunden der Stadt zu schließen dauerte bis in die heutige Zeit.
Am Tag des verheerenden Luftangriffs ertönte um 11:35 Uhr der Fliegeralarm. Die ersten Bomben fielen in der Bahnhofsgegend um 11:51 Uhr.

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In deutschen Massenmedien wird immer wieder die falsche Behauptung aufgestellt, Deutschland habe mit dem Luftkrieg gegen zivile Einrichtungen begonnen.
Diese Behauptungen sind falsch. Richtig ist, dass die Alliierten schon lange vor dem Zweiten Weltkrieg den Bombenkrieg – auch gegen zivile Ziele – planten, während Deutschland dies zu verbieten versuchte und die Luftwaffe nur zur taktischen Unterstützung von Bodentruppen aufbaute, und dass die Briten mit den Terrorangriffen begannen und gnadenlos fortsetzten.
Die Fakten: Im März 1945 warf die britische Royal Air Force mehr Bomben über Deutschland ab als in jedem anderen Kriegsmonat zuvor – und das, obwohl die Regierung in London wusste, das nach den jahrelangen Bombardements kaum noch strategisch wichtige Ziele übrig waren.
Kein Geringerer als der britische Kriegspremier Winston CHURCHILL bekundete schließlich noch auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 ausdrücklich, man wolle bis Kriegsende noch »eine weitere Million« Deutsche töten.
Auch die US Air Force beteiligte sich in den letzten Kriegswochen noch ausgiebig an den Terrorangriffen gegen die deutsche Zivilbevölkerung. So warfen amerikanische Bomber nicht weniger als 70 Tonnen Bomben auf die Ortschaft Ellingen bei Nürnberg, die ganze 1500 Einwohner zählte.
Bereits am Freitag widmen wir uns weiteren Städte, die den alliierten Vernichtungsangriffen zum Opfer fielen. Dann lesen wir über den Terrorangriff auf Pforzheim. Am 23. Februar 1945 führten die Briten einen verheerenden nächtlichen Bombenangriff auf die bis dahin unzerstörte Stadt Pforzheim durch, bei dem mehr als 17 000 Menschen den Tod fanden.