Die Deutsche Bundesbahn bietet: Call-in- Bike-Standorte“,
Die Bundesagentur für Arbeit: „Coaching Maßnahmen“,
Das Bundesforschungsministerium: „All Age Produkte“ oder „Brain up“ und „Excellenzcluster“

In unserer Stadt wurde vor wenigen Tagen ein „Girls-Day“ ausgerufen zur beruflichen Orientierung. Nun sind unsere Kinder groß, und so scherzten wir: Was ist der Girls-Day? Wer ist nur damit gemeint? Wir würden uns nicht angesprochen fühlen.
Nahezu bei jeder Gelegenheit offenbart sich eine fanatische Besessenheit, möglichst alles kennzeichnend Deutsche auszumerzen und eine Anti-Kultur (besser: Unkultur) an die die Stelle der reichen deutschen Tradition zu setzen. Und die Menschen im Lande lassen es zu, dass dabei auch die eigene Sprache zersetzt , überfremdet und abgeschafft wird. Eine gefährliche Entwicklung für die deutsche Kultur wie auch die der alten Wissenschaften.

Wann nahm diese grausige Entwicklung (ein schleichender Prozess) eigentlich ihren Anfang?
Sie setzte mit den 68ern in den siebziger Jahren ein. Sie bewirkten die verstärkte Umerziehung mit den von den Siegern übernommenen einseitigen Geschichtsbild der Deutschen als „Täter“. Die Folge war, dass nun alle Opportunisten sich von ihrem Volk möglichst distanzieren, sich seiner schämten und sich deswegen möglichst einer fortschrittlichen Redeweise bedienten, etwa des Soziologen-Chinesisch oder des Gebrauchs vieler Fremdwörter. Auch die deutsche Sprache gehört nämlich mit zu den Verlierern des Zweiten Weltkrieges.
Und wie soll es auch anders sein? Besonders die Massenmedien bedienten das „Deutsche-Sprache-Abschaffungs-Portal“ und trugen unter der beherrschenden linken Begriffshoheit gezielt zur Abwertung des Deutschen und seiner Geschichte bei.


„Wer eine Volkssprache darstellen will, der soll vor allem selbst ein Kind des Volkes sein, denn anders wird er kaum je den ungeschriebenen Gefühlswert so vieler Wörter und Wendungen ganz erfassen und den ungreifbaren Sprachgeist, den Sprachgenius, völlig sich zu eigen machen.“ So die einleitenden Worte zu des Karl Roos (1878-1940), Germanist und Heimatrechtler aus „sprachgeschichtlichen und volkskundlichen Plaudereien“.
Goethe sagt einst Gleiches mit den treffenden Worten: „Wenn ihr’s nicht fühlt, ihr werdet’s nicht erjagen!“
Im tiefen Sinne dieser Worte liegt übrigens auch die letzte Erklärung dafür, weshalb der Mensch meistens nur in seiner eigenen, ihm angeborenen Sprache wirklich Großes leisten kann.
Die Muttersprache ist eben die Seele eines Menschen; sie ist auch die Seele eines Volkes, sie ist der Ausdruck seines Lebens und Leidens, seines Denkens, Fühlens und Wollens.“
Sprache ist mit einem Worte Wesenheit. Sprache ist Volkstum.“
Doch statt das zu beherzigen, wird alles daran gesetzt der deutschen Sprache und ihrer Begrifflichkeiten den Garaus zu machen. Und das leider mit großem Erfolg.
So blicken wir auf das Jahr 1990, als innerhalb weniger Wochen aus Mitteldeutschland aus allen Massenmedien und bei den Politikern – wie nach einem zentralen Befehl – Ostdeutschland , und das eigentliche Ostdeutschland östlich der Oder und Neiße als Begriff verschwand und somit aus dem Denken und der Vorstellung der Menschen. Wie auch sämtliche Namenshinweise auf die deutschen Kulturprovinzen des Ostens unterschlagen werden. Denken wir dabei nur an die jahrhundertelangen Bezeichnungen der deutschen Städte Ostpreußens und Schlesiens. Gezielt werden sie vermieden und im Orwellschen Gedächtnisloch versenkt.
Statt Danzig wird Gdansk, statt Königsberg Kaliningrad gebraucht, das böhmische Reichenberg wird im Fernsehen als Liberec bezeichnet, und statt Preßburg heißt es Bratislava. Dem nicht genug. Einem im deutschen Breslau Geborenen wird von amtlicher Stelle der Name Wroclaw eingetragen.
Hinzu gesellt sich der Gebrauch und die Unmenge an englischen Ausdrücken (Anglizismen) im Bereich der Werbung. Wenn jemand aus der Zeit vor etwa 100 Jahren in ein modernes Kaufhaus gehen würde, wäre er gewiss von den verwendeten Ausdrücken überfordert und brauchte ein Wörterbuch, um die einzelnen Waren richtig zuordnen zu können.
Und auch das sollte man wissen: Bereits ab 1914 versuchten die Alliierten, die deutsche Sprache aus der Wissenschaft möglichst zu verbannen, und die späteren Sieger setzten das nach 1918 fort. Die Deutschen konnten sich aber in der Zwischenkriegszeit erholen und seinen alten Rang zurückgewinnen.
Nach 1945, beruhend auf dem US-amerikanischen Raub unzähliger deutscher Patente, war das Ausmerzen der Sprache behindert. So konnte auch hier die Deutsche Sprache an Bedeutung gewinnen.
Der unsägliche Umbruch erfolgte dann ab den 1970er Jahren. Heute werden vor deutschen Studenten in deutschen Universitäten von deutschen Hochschullehrern Vorlesungen in englischer Sprache abgehalten.
Wie wäre es, wenn wir endlich wieder Verantwortung für unsere Muttersprache übernehmen? Unsere Sprache ist so reich und bunt, dass sie es verdient erhalten zu bleiben.
Vor Jahrzehnten wies die Mainzer Anthropologin Ilse Schwidetzky darauf hin: „Manche Völker sind in der Geschichte schon untergegangen, weil sie die Sprache – und damit ihre Kultur – aufgaben und die der Sieger annahmen.
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Wer mag, hier wird noch ein bisschen was zur deutschen Sprache „ausgeplaudert“
Eine Antwort zu “Auf ein Wort zu unserer Muttersprache – sie hat es verdient, erhalten zu bleiben!”
Eine nachhaltige Verunsicherung von Heranwachsenden und Eltern waren m.M.n. auch die Reformen und Nachbesserungen der deutschen Rechtschreibung. https://de.wikipedia.org/wiki/Reform_der_deutschen_Rechtschreibung_von_1996
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