Renaissance und Humanismus, Entdeckungen, Erfindungen – schnuppern wir in eine neue Epoche hinein…

Durch das Zusammentreffen vieler Erscheinungen, tat sich der abendländischen Menschheit eine neue äußere und innere Welt auf. Zu diesen großen Umwälzungen kam die Bewegung der Reformation hinzu. Die Morgenröte der Neuzeit brach an. Und damit gehen wir in Fortsetzung zur deutschen Geschichte nach Albert Thümmel.

Zur Erinnerung: Hier sind wir stehen geblieben: https://undinepeter.blog/…/wir-befinden-uns-noch-immer…/

Nun kurz etwas zu diesen Erscheinungen und wichtigen Ereignissen des 15. und des beginnenden 16. Jahrhunderts mit weittragenden Folgen.

 1453 eroberten die Türken Konstantinopel als letztes Bollwerk des Balkans und waren damit Herren der ganzen Halbinsel. Da flohen viele Griechen, vor allem viele Gelehrte, herüber nach Italien. Sei verbreiteten hier die Kenntnis der griechischen Sprache sowie der alten Literatur und Kunst, die das ganze Mittelalter hindurch fast vergessen worden waren. Eine versunkene, schönere Welt erwachte zu neuem Leben und erzeugte einer ganz neue Lebens-und Weltanschauung. Es war die Zeit der Wiedergeburt (Renaissance), der griechisch-römischen Kultur, der Antike. Sie äußerte sich am sichtbarsten und eindrucksvollsten auf dem Gebiet der Kunst (Renaissance im engeren Sinne), besonders in der Baukunst, Malerei und Plastik – aber auch im Bereich der Wissenschaften (Humanismus). Vin großer Bedeutung wurde in diesem Zusammenhang die Erfindung der Buchtdruckerkunst durch Johannes Gutenberg in Mainz.

 Ein weiteres Ereignis ist ferner die „Entdeckung Amerikas“ Gern wird hier der Genuese Kolumbus als Entdecker im Jahre 1492 „gefeiert“. Doch entdeckte er nur etwas, was längst zugegen war, während er sich dann vielmehr als Sklavenhändler einen „Namen“ machte. Einen Grund zum Feiern gab es also nicht.

Nimmt man die historischen Zeugnisse und die archäologischen Befunde zusammen, so ist evident, daß wohl schon zu Beginn des 11. Jahrhunderts die nordamerikanische Küste von grönländischen Wikingern entdeckt und in der Folge besiedelt wurde. Sicher ist: Leif Eriksson landete an der Küste Nordamerikas bereits 500 Jahre vor Kolumbus. Er segelte von Island aus mit einem Drachenschiff los. Dabei wurde er von 35 Männern begleitet. Die Gebiete, die er erreichte, wurden von ihm beschrieben und gezeichnet. Bald wurden Siedlungsversuche unternommen.

Die Indianer, die Kolumbus angeblich entdeckte, waren keine Wilden. Bereits um 1000 gab es in Mittel-und Südamerika hochstehende Kulturen. Gerade um 1500 war die Hochblüte der Inka und Aztekenreiche. (Tenochtitlán (heute Mexikos City) war die prächtige Hauptstadt eines großen Reiches: man schätzt, dass es mehr als 100 000 Einwohner gab, die in prachtvollen Straßen mit herrlichen Bauwerken lebten. Es gab Bewässerungsanlagen und Märkte voller Leben.

 Weittragende Folgen hatte auch die Eröffnung des Seeweges nach Ostindien durch den Portugiesen Vasco da Gama (1498). Es kam zur völligen Umgestaltung des Heerwesens und der Kriegführung, unter anderem dadurch, dass das Schießpulver, welches um 1350 erfunden worden war, immer allgemeiner angewandt wurde. Die Waffen des Rittertums wurden unbrauchbar und durch Handfeuerwaffen ersetzt, und an die Stelle gepanzerter Ritterheere traten die Söldnerheere des leichtbeweglichen Fußvolkes mit ihren Hakenbüchsen, Hellbarden und Geschützen.

 Ein weiteres Ereignis dieser Epoche ist die Aussage eines Nikolaus Kopernikus und die Reaktion der Kirche darauf:

1616: Kopernikus‘ Werk wird von der Kirche suspendiert: Es darf nur noch als Hypothese erwähnt werden. Sämtliche Schriften, die behaupten, das kopernikanische System entspräche der Wahrheit, kommen auf den Index. Galileo Galilei wird ermahnt, Kopernikus nicht mehr zu verteidigen.

Die Erde dreht sich um die Sonne, so wie alle anderen Planeten auch. In einem Jahr dreht sich die Erde um die Sonne und einmal am Tag um die eigene Achse. Drei Jahre nach seinem Tod verbot die Kirche das Werk des Kopernikus wegen Ketzerei.

„Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums. Es ist die Sonne, die sich um uns dreht, und so den Mittelpunkt bildet.“ Diese Aussage missfiel der Kirche.

Übrigens, ganz offiziell erschienen die ersten kirchlichen Verbotslisten, genannt Index, im Jahr 1559, und sie währen immerfort.

Ich schreibe offiziell, weil sich dieser Index, oder besser bekannt unter Zensur, bereits mit dem Aufstreben des Papsttums verankern konnte.


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