Wache, edles deutsches Volk, und lerne deine Feinde kennen, um dich gegen ihre List verteidigen zu können – Teil III:

eine kurze Zusammenfassung …

Bevor wir in unsere Reihe: Deutsche Geschichte nach Albert Thümmel“ eintauchen, ist es sinnvoll, das Augenmerk auf bestimmten Gegebenheiten zu lenken.

Die heutige Kirchengeschichtsforschung versteht unter Gegenreformation die Gesamtheit aller Versuche katholischer Fürsten und Bischöfe, das verlorenen Glaubensterrain mit politischen, ja sogar mit militärischen Mitteln wiederzugewinnen. Der gesamte, sehr komplexe Vorgang hielt bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts an.

Hatte die Erneuerung der Kirchen in den alten Orden bereits vor der Reformation begonnen, so bildeten sich in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts neu Mönchsgemeinschaften, die sich zu strenger Askese, aber auch zu karitativen Aufgaben verpflichtete. Einer Erneuerung der Kirche ohne die Gründung der Gesellschaft „Jesu“ durch den baskischen Offizier Ignatius von Loyola (1491-1556) ist nicht vorstellbar: Von Papst Paul II. im Jahre 1540 anerkannt, verpflichtete sich diese Ordensgemeinschaft der „Jesuiten“ zum besonderen gehorsam dem Papst gegenüber.

Dieser Orden entfaltete unter anderem im höheren Bildungswesen eine besondere Aktivität. An seinen in rascher Folge gegründeten Universitäten und Kollegienhäusern bildete er eine geistige Elite heran, zu der Persönlichkeiten wie Petrus Canisius (1521-1597), Aloysius von Gonzaga (1568-1591), Franz Xaver (1506-1552) oder Matteo Ricci (1552-1620) gehörten, die sich als Erzieher, Wissenschaftler und Missionare u. a. in Japan, Indien und China, in Amerika, in Madagaskar, aber auch in Europa einen Namen machten. Die sogenannte Gegenreformation ist ohne den Jesuitenorden nicht verständlich.

Dessen Gründung wiederum ist nicht erklärbar ohne den Hintergrund des spanischen Staatskirchentums, dass der frühen Reformbewegung starke Impulse gegeben hat. Es wundert daher nicht, wenn spanische Bischöfe auf das Trienter Konzil entscheidenden Einfluss genommen haben. In Spanien verbanden sich im 16. Jahrhundert in ganz einmaliger Weise Mystik, Kontemplation und tätiges Apostolat miteinander.

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Auch das, ist interessant zu wissen: In Amerika, in Mexiko, in Peru, vor allem in Paraguay wurde den Jesuiten die Evangelisierung durch das Nomadentum der Eingeborenen und durch die Gegensätze der Stämme untereinander erschwert. Während sie in den wichtigen Zentren die „Seelsorge“ an den Weißen und Sklaven ausübte, bemühten sie sich in den Wäldern oder im Busch die Eingeborenen in Dörfern sesshaft zu machen.

Die Missionare Mexikos taten das gleiche.

1572 kamen zwölf Jesuiten aus Europa. 1591 widmeten sich zwei von ihnen den Indios im Inneren des Landes.

1614 betreuten 39 Priester und vierzehn Brüder elftausend Christen, sodass die Provinz Mexiko gegründet werden konnte.

Besonders hart, war die Brasilienmission. Die Indios leben in einem Klima des Zauberwesens, in starker Verbindung zur Natur.

Nun verstehen wir vielleicht besser, wer das „Sagen“ hatte, immer noch hat und wie sich manches zusammensetzt.

Mit Thümmel geht es dann wie gewohnt weiter.

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Albert Thümmel fasst sich zu einigen wichtigen Themen dieser Epoche meines Erachtens zu kurz, daher habe ich diese mit den folgenden Beiträgen ergänzt: https://undinepeter.blog/2024/04/12/wache-deutsches-volk-und-lerne-deine-feinde-kennen-um-dich-gegen-ihre-list-verteidigen-zu-konnen-damals-wie-heute/


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