Im Anschluss an die ergänzenden Beiträge (s. u), geht es nun wie folgt weiter:
Das Erstarken des Katholizismus
Der Jesuitenorden
Das Konzil zu Trient (1545-1563)
Der Niedergang des Protestantismus
Und schließlich der Dreißigjährige Krieg (1618-1648)
Der Papst schlägt zurück – Der Beginn der Gegenreformation (hier lesen wir bis zum „Konzil von Trient“).

Das Erstarken des Katholizismus: Um 1560 war das deutsche Volk zu neun Zehnteln protestantisch. Nun aber ging die katholische Kirche zu einem großangelegten Gegenangriff vor. Ihre Hauptwaffe in diesem Kampf waren der Jesuitenorden und das Konzil von Trient.
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Der Jesuitenorden: Er wurde 1534 von einem spanischen Rittersmann, Ignatius von Loyola, gegründet. Als er in der Festung Pamplona, die von den Franzosen belagert wurde, verwundet lag (1521), wurde er durch die Lektüre durch Heiligenleben zu dem Entschluss kirchlichen Rittertums geführt. Auf einer Wallfahrt zum Montserrat (Katalonien) legte er seinen Waffen nieder und trieb dann eine ernste Askese. Während einer Reise nach Jerusalem wurde sein religiöses Leben durch Visionen noch gesteigert. Nach der Rückkehr widmete er sich gewissenhaften Studien in Spanien und Paris. Dann lebte er in Italien, wo sein tadelloses Leben neben dem verweltlichten Klerus großen Eindruck machte. Nach scharfem Widerstand der Kardinäle bestätigte 1540 der Papst seinen Orden, „die Gesellschaft Jesu“. Ignatius starb 1556.
• Zur Organisation und der sittlichen als auch moralischen Lehre des Jesuitenordens lest ihr in einem Extra-Beitrag (s. u). Rückgrat der Organisation war Gehorsam. Ein wesentliches Mittel zur Persönlichkeitsbildung sind die „geistlichen Übungen“ , dieses Exerzierreglement zur Schulung der Seele“.
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Das Konzil von Trient (1545-1563)
Die katholische Kirche machte in dieser Zeit die wichtigste Erneuerung durch, die sie bis dahin erlebt hatte. Man hatte erkannt, dass die Kirche vor allem sich selbst innerlich festigen müsse durch Beseitigung der hauptsächlichen Missstände. Und das geschah auf dem Konzil von Trient. Zustande gekommen war es 1545 durch Karl V., der damals kirchliche Reformen wünschte, um die Protestanten wieder in die Kirche zu ziehen.

Zunächst wurden die Verhandlungen immer wieder verschleppt. Zweimal wurden die Versammlungen jahrelang unterbrochen. Endlich 1562, als sich die Weltlage völlig verändert hatte, trat es wieder zusammen, diesmal unter dem beherrschenden Einfluss des Jesuitenordens.
Das Konzil von Trient hatte zwei Aufgaben zu lösen. Einmal musste es die Glaubenslehre der Kirche gegenüber den Neuerern lichtvoll und klar darstellen, zum anderen die Missstände, die sich in die Kirche eingeschlichen hatten, beseitigen und heilsame Verbesserungen einführen. Die Folge war eine wirkliche moralische und seelische Erneuerung der römischen Kirche auf diesen Gebieten.
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Ergänzende Beiträge: https://undinepeter.blog/2024/04/12/wache-deutsches-volk-und-lerne-deine-feinde-kennen-um-dich-gegen-ihre-list-verteidigen-zu-konnen-damals-wie-heute/