Die Schlacht bei Breitenfeld

Hier waren wir stehen geblieben: Am 24. Juni 1630 landete Gustav Adolf auf der Insel Usedom. Es war die Lebensrettung für den Protestantismus. Und nun trat Gustav Adolf seines Siegeszug durch Deutschland an. https://undinepeter.blog/…/wallenstein-und-seine…/

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In seiner Verzweiflung flehte der Kaiser seinen einstigen Feldherren Wallenstein an, wieder ein Heer zu schaffen.

Kaum war es ruchbar geworden, dass der Friedländer ins Feld ziehen wolle, so strömten seine früheren Offiziere und Mannschaften in hellen Haufen zu seinen Fahnen. Bereits im Februar 1632 stand Wallensteins Heer kampfbereit da. Just zu derselben Zeit zog Gustav Adolf als Sieger in München ein. Er war jetzt der Herr über Deutschland, nicht der Kaiser.

Von München aus wandte er sich über Augsburg nach Norden, Wallenstein entgegen. Vor Nürnberg lagen die beiden feindlichen Heere elf Wochen lang in verschanzten Stellungen einander gegenüber. Als Wallenstein nach Sachsen abzog, um den Kurfürsten zum Abfall von Gustav Adolf zu zwingen, eilte ihm dieser nach.

Bei Lützen, abermals in der Nähe von Leipzig, kam es im November 1632 zur Schlacht.

Die Schweden siegten, aber ungeheuer war der Siegespreis: Gustav Adolf fiel!

Wie ein einfacher Reiter hatte er sich mit höchster Tapferkeit am Kampf beteiligt. Infolge seiner Kurzsichtigkeit war er dabei mitten unter feindliche Reiter geraten und von einer Kugel getroffen worden.

Der nun folgende Krieg war ein ewiges Auf und Ab von Sieg und Niederlage, da beide Parteien ungefähr gleich stark waren. Die Leitung der schwedischen Politik übernahm der tüchtige Kanzler Gustav Adolfs, Graf Oxenstierna, in die Hand, die Führung im Kampf verschiedene Feldherren aus der Schule des Königs, vor allem Herzog Bernhard von Weimar.

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Im nächsten Beitrag lesen wir dann über Wallensteins Tod. Denn Wallenstein, der sich mit dem Rest seiner Truppen nach Böhmen zurückgezogen hatte, überlebte seinen großen Gegner nicht lange.

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Ergänzend noch ein etwas zu Schweden, und dem Aufstieg zur „Nordischen Supermacht“:

Nie wieder erlangte Schweden geografisch eine so große Ausdehnung und politisch eine so bedeutende Rolle wie im 17. Jahrhundert.

Der große König Gustav II. Adolf wurde zu einer Zentralgestalt des Dreißigjährigen Krieges, seine Nachfolger bauen den Einfluss weiter aus.

Um 1660 beherrscht Schweden durch Gebietsgewinne in Polen, Dänemark und Brandenburg-Preußen die gesamte Ostsee.

Das Blatt scheint sich zu wenden als 1697 der erst fünfzehnjährige Karl XII. auf den Thron kam. Doch der behauptet seinen Herrschaftsanspruch und als es im Jahr 1700 zum „Nordischen Krieg“ zwischen Schweden und den verbündeten Staaten Dänemark, Russland und Polen kommt, ist der junge König – zumindest vorerst – auf allen Linien siegreich.

Bisher dazu verfasst: https://undinepeter.blog/…/die-mythen-und-ratsel-um…/

https://undinepeter.blog/…/24/die-schlacht-am-weisen-berg/


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