Ein Ausflug in die „verbotenen Gefilde“ einer naturnahen Medizin

… frei zitiert nach Wolf-Dieter Storl aus seinem Standardwerk „Kräuterkunde“

Wie auch wir über die gewonnenen Eindrücke auf unseren Zeitreisen mehr und mehr erkennen , dass unsere (steinzeitlichen) Vorfahren über ein mächtiges Wissen verfügten, so berichtet auch Hans-Dieter Storl in seinem Standardwerk „Kräuterkunde“ über ihre Fähigkeiten, vor allem heilende Kräuter instinktiv bestimmen zu können.

Dass Tiere instinktiv Heilpflanzen suchen, um sich zu heilen, hielt man lange für Aberglaube. Doch über wissenschaftliche Beobachtungen wurde längst bewiesen, dass uns hier die Tiere (den natürlichen Instinkt betreffend) wohl um einiges voraus sind.

Kein Wunder. Schon beizeiten , also als die christlichen Missionare sich anschickten, die Welt zu bekehren, geriet die Kräuterkunde in Verruf, denn heidnische Heilpriester und Schamanen waren die Rivalen der Missionare/Jesuiten. Sie waren des Teufels genau wie ihre Kräuter. Doch das Volk lief trotzdem zu den weisen Kräuterfrauen (Hexen), und so konnte die Kirche nicht anders, als die Kräuter wieder zuzulassen.

Doch die Absicht, die Menschen von der Naturheilkunde fern zu halten, und diese zu verteufeln, hat eigentlich nie aufgehört. Unterschwellig wird den Menschen nach wie vor vermittelt, dass sie dem „Humbug“ kein Vertrauen schenken sollen.

So trug es sich bei einer Vortragsreihe zur natürlichen Medizin, geführt von Wolf-Dieter Storl, wie folgt zu: – ich zitiere:

„ Die Teilnehmer waren zunehmend begeistert von den Möglichleiten einer natürlichen Medizin, die ihnen bis dahin vorenthalten geblieben ist. Ein nettes Pärchen, das im 7. Lebensjahrzehnt den zweiten Frühling erlebte, zeigte sich besonders aufgeschlossen, Vor allem über Liebes- und Verjüngungskräuter wollten sie etwas erfahren.

Eines Tages jedoch, reichten sie mir, sichtlich niedergeschlagen einen Artikel, den sie in der Familienzeitschrift „Living today“ gefunden haben. Die in dicken Lettern gedruckte Überschrift lautete: „Die Gefahren der Kräutertees“. Der Verfasser, ein Doktor Lewis, Dozent an der Washington Universität in St. Louis warnte eindringlich vor Kräutern. Kamillentee könnte bei Heuschnupfenasthmatikern einen gefährlichen Schock auslösen.“

Das ist doch blanke Angstmacherei, versuchte Wolf-Dieter Storl das Pärchen zu beruhigen , und es trägt die Handschrift der Pharmalobby. Eine andere Kursteilnehmerin meldete sich zu Wort, sie leide auch an Heuschnupfen und trinke oft Kamillentee, aber einen Schock hat sie noch nie erlitten.

„Es nützte aber alles nichts. Die beiden erschienen nicht mehr im Kurs. Die Warnung seitens höherer Autorität, die schwarz auf weiß gedruckte professorale Mahnung hatte sie in ihre Grenzen verwiesen. Der Ausflug in die verbotenen Gefilde einer naturnahen Medizin war beendet.“

Nun stellen sich folgende Fragen:

Wie steht es mit den 1950er Jahren massiv angewendeten Wunderwaffen gegen Bakterien´, den Antibiotika? Bei akuten Entzündungszuständen haben sie zwar viele Leben gerettet, inzwischen weiß man jedoch, dass sie langfristig das Immunsystem schwächen.

Und wie verhält es sich mit den Steroidhormonen und den Kortisonbomben, die so leichtfertig verschrieben werden? als Nebenwirkungen sind unter anderem Knochenbrüchigkeit, Fettablagerungen, erhöhter Blutdruck , Muskelschwächung , gastrointestinale Geschwüre und Psychosen zu beklagen.“

Und das ließe sich immer so weiter führen…

Das ist Fakt:

„Kein Arzt kann den Überblick über die mehr als 80.000 künstlichen Medikamente behalten. Die Gefahr der Medikamentenvergiftung und der Arzneimittelschäden nimmt ständig zu.“

Weitere Fakten:

 Zurzeit sind in Europa rund 90.000 Medikamente – Produkte der Pharmaindustrie mit unaussprechlichen Fantasienamen – auf dem Markt. Welcher Mediziner bewahrt da noch den Durchblick? Wer hat die Zeit, Abertausende, vor allem in englischer Sprache veröffentlichte neueste Forschungsresultate zu lesen?

 Oft haben Pharmazeutika Nebenwirkungen, die erst später erkannt werden. Unvorhersehbare Wechselwirkungen und persistierende Metabolitenbelasten nicht nur den Mikrokosmos Körper, sondern auch die Natur

 Zwischen 50 % und 90 % der synthetischen Medikamente werden nicht verstoffwechselt, das heißt, sie belasten Gewässer, Böden und Aufbereitungsanlagen. (Um hier nur ein Beispiel dafür anzuführen: Die Anwendung von schmerzstillendem und entzündungshemmendem Diclofenac führte in kürzester Zeit zum Aussterben der Geier in Südostasien.)

 In Deutschland sterben trotz bester medizinischer Versorgung jährlich 342.000 Menschen an Herz-Kreislauf-Versagen, 220.000 an Krebs, 800.000 sind von Arthritis betroffen und jeder Dritte leidet an Allergien und Autoimmunkrankheiten, die vor hundert Jahren praktisch unbekannt waren.

Inzwischen wissen wir, dass Heilkräuter – auch die ganz gemeinen „Unkräuter“, die im Garten und unter der Hecke wachsen – Meister der molekularen Synthese sind. Seit sie vor mehr als 400 Millionen Jahren an Land gingen, haben sie sich erfolgreich mit Bakterien, Viren und Pilzen auseinandergesetzt. Moderne Forschungen haben inzwischen gezeigt, dass Pflanzen nicht nur Keime in unserem Körper in Schach halten können, sondern auch physiologische und psychologische Wirkungen zeitigen können.

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Quelle:

Auszug aus Wolf-Dieter Storl „Kräuterkunde“.


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