… und wieder einmal macht man sich so seine eigenen Gedanken…

Was ist da nur los in der Antarktis/Arktis, oder besser an unseren Polarregionen? Die Antarktis ist ja bekanntermaßen eine Region, wo es strikt untersagt wird, mit dem Flugzeug einfach mal „drüber zu segeln oder einfach, nur mal so – einen Blick „drüber zu werfen“. ( häufigste Begründung: wegen des Schutzes der antarktischen Flora und Fauna).
Ja, ich meine diese Polarregionen, zu der es einen Vertrag gibt, der besagt:
„Er lässt die Nutzung der Antarktis nur für friedliche Zwecke zu und verbietet ausdrücklich jede militärische Nutzung“
Ist diese Region womöglich nicht so „gut behütet“, wie man es bisher immer annahm?
Keine Angst, ich widme mich gewiss nicht geopolitischen Prozessen- Das wäre auch fatal, denn dort bin ich alles andere, als „fachlich“ angesiedelt /ausgerichtet. Aber nachdem ich nun mal auf unterschiedlichen Seiten „geblättert“ habe, ist da richtig was los in der Antarktis. Also nicht nur diese aktuelle Meldung, dass dort wegen Klima das Eis schmilzt, und nun bald unsere Tage länger werden, (oder kürzer, wer weiß das schon) ereilt mich…
Nein, auch auf solche trifft man im Vorübergehen:
Michael Däumer, Arktis Experte, ehemals Auswärtiges Amt, sagte im Februar 2022: „Die wachsende Unsicherheit in der Arktis durch Militarisierung ist eine Bedrohung für die ganze Menschheit.
Nun stelle ich mir die Frage, wozu es einen sogenannten Antarktis/Arktisvertrag gibt?
Die Atmosphäre verschlechtert sich. Die Nervosität steigt. Es gibt keinerlei Garantie dafür, dass die Arktis die fast einzige Zone der Welt ist, die völlig frei wäre von gewalttätigen Konflikten. Friedlich geht es in dieser Region gewiss nicht zu.


Alles in allem ein recht, ich nenne es mal, „undurchsichtiges Geschäft.“
Das Ziel des Ganzen ergibt sich aus einem Strategiepapier der Army, in dem offen gefordert wird: „Die Dominanz in der Arktis zurückgewinnen“ (Regaining Arctic Dominance). Hierzu wurde am 16. April 2021 ein Abkommen mit Norwegen über die Errichtung von vier US-Militärstützpunkten in dem skandinavischen Land geschlossen. Dies begründete der norwegische Verteidigungsminister Odd Roger Enoksen, der kurz darauf wegen seiner sexuellen Beziehung zu einer Schülerin zurücktreten musste, mit den Worten: Die NATO müsse ihre „Präsenz im Hohen Norden ausweiten“. Ähnlich forsche Aussagen kamen in letzter Zeit aus Großbritannien und Kanada.

Was noch bekannt ist:
Im Februar 2022 hat die NATO unter Hinweis auf den russischen Einmarsch in die Ukraine hat die NATO eine stärkere Präsenz in der Arktis angekündigt.
Dabei ist das transatlantische Bündnis schon seit Längeren in der Region präsent. So hat sich die Zahl der NATO-Militärmanöver im Hohen Norden in den letzten sieben Jahren fast verdoppelt, wobei zunehmend auch Länder teilnahmen, die nicht zu den Arktis-Anrainern gehören. Parallel hierzu erließ der US-Kongress am 24. Juni 2021 den Arctic Security Initiative Act. Darin heißt es unter anderem: „Beharrliche Bemühungen des Verteidigungsministeriums, die Streitkräfte der Vereinigten Staaten in der Arktis neu auszurichten und zusätzliche Mittel für die Arktis zu binden und Investitionen in die Arktis zu erhöhen, sind notwendig, um ein robustes Engagement der Vereinigten Staaten für die Arktis aufrechtzuerhalten.“ (Auszug aus der PAZ- Preußische Allgemeine /Ostpreußenblatt von Februar 2022)
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Indes finden Gespräche über die Militarisierung der Arktis im Rahmen der Vorschläge für das Budget des Haushaltsjahres 2025 statt.
Alles eine Legende, oder was ?
Mystisch, mystisch – ominös: Irgendwie kann ich mich auch in diesem Zusammenhang an eine Aussage des Admiral Dönitz 1943 erinnern, wo er sagte, wir haben am anderen Ende der Welt eine uneinnehmbare Festung geschaffen. Mir stellt sich allerdings auch die Frage, wenn es so gewesen sein mag, warum plaudert er das aus? Fakt ist: In den 1970er/80er Jahren machten Sichtungen unbekannter U-Boote Schlagzeilen – insbesondere an den skandinavischen Küsten. Aber das nur am Rande..,
Die Arktis, eine weltpolitische Arena, in der sich die Interessen der Großmächte entfalten?
Dazu muss man wissen: Die Arktis beherbergt enorme Ressourcen wie Öl, Gas und seltene Erden. Das schmelzende Meer- und Inlandeis wird deren Förderung in Zukunft möglich machen. In der Arktis geht es also offensichtlich um Rohstoffe, um neu entstehende und ökonomisch hochsensible Schifffahrtsrouten und um die militärische Absicherung alter und neuer Einflusszonen zwischen dem Beringmeer und dem Nordatlantik.
Die Arktisregion ist keinesfalls das unwirtliche Hinterland, vielmehr gleich sie der vordersten Kampflinie unbegrenzter Möglichkeiten: „Hier lagern 13 Prozent der noch nicht erschlossenen globalen Öl- und 30 Prozent der Gasreserven; dazu Unmengen an Uran und seltenen Erden, an Gold und Diamanten und Millionen Quadratmeilen von unangetasteten Ressourcen.“
Auf einem vergangenen Treffen des Arktischen Rates haut Mike Pompeo auf den Putz, verbal: „Die Zeiten seien vorbei, da sich der Arktisrat – wie es seinen Statuten entspricht – allein mit Ressourcen, mit Umwelt, mit Klimawandel und der arktischen Bevölkerung befassen konnte. Jetzt gehe es auch um Geopolitik, um Strategie, um Streitkräfte, also um Macht.“
Ich sag doch: Richtig was los, in der Polarregion .., und ich befürchte, dass ist längst noch nicht alles.
Also das mit der Arktis/ Antarktis – da soll es ja auch mal eine Expedition gegeben haben, aber der Rest ist Legende… ihr wisst schon 😉
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Ach ja, und im „Vorüberlesen“ bin ich noch auf diesen Spiegel-Artikel gestoßen:
https://www.spiegel.de/geschichte/kriegsende-in-der-arktis-a-946659.html
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Noch ein paar Informationen:
Gemeinsamkeit der Regionen Arktis /Antarktis:
• Befinden sich zwischen dem Nord- bzw. Südpol und dem dazugehörigen Polarkreis
Gebietsbeschreibung Arktis:
• Interkontinentaler Ozean, der durch die Kontinente Amerika, Europa und Asien begrenzt wird.
• Polarkreis 66°33‘ nördliche Breite; definiert als die geografische Breite, auf der die Sonne zur Sommersonnenwende 24 Stunden lang nicht untergeht.
• Anrainerstaaten / Umgebung Kanada, Königreich Dänemark (Grönland), Finnland, Island, Norwegen, Russische Föderation, Schweden und die Vereinigten Staaten von Amerika
Gebietsbeschreibung Antarktis:
• Zentralpolarer Kontinent, der vom südlichen Ring-Ozean umgeben ist.
• 66°33‘ südliche Breite; definiert durch die geografische Breite, auf dem die Sonne zur Wintersonnenwende 24 Stunden vollständig hinter dem Horizont verborgen bleibt.
• Ringozean
Im Gegensatz zur Arktis liegt der antarktische Kontinent fernab der Küsten und Landesgrenzen eines oder mehrerer Nationalstaaten. Oft und gern wird dieser Umstand zum Anlass genommen, den südlichen Kontinent und die ihn umgebenden Meeresgebiete als losgelöst vom internationalen Politik- und Wirtschaftsgeschehen zu betrachten. Bei genauerem Hinschauen aber wird schnell deutlich, dass das Südpolargebiet sehr wohl ein politischer Raum ist, dessen komplexe Geschichte stets vor dem Hintergrund der internationalen Weltpolitik betrachtet werden muss – damals wie heute.
Hier wird eine geopolitische Kettenreaktion in Gang gesetzt, welche sowohl die Anrainerstaaten der Arktis als auch die Mitgliedsstaaten des Antarktisvertragssystems vor neue Herausforderungen stellt.
Quelle
https://table.media/berlin/news/arktis-us-militaer-soll-russlands-ambitionen-daempfen/
https://paz.de/artikel/nato-strebt-dominanz-in-der-arktis-an-a6812.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Antarktis-Vertrag
https://www.dbwv.de/aktuelle-themen/blickpunkt/beitrag/krieg-im-kalten
