Nun wie versprochen, noch ein paar Worte zu den Begegnungen, Ereignissen und Erfahrungen von unserem Wochenend-Ausflug. Ich beginne mal mit der Erler Femeiche, da uns hier, im Angesicht dieses uralten Baumes, die Berichterstattung aus den öffentlich-rechtlichen Reihen bitter aufgestoßen ist.

Und wieder wird deutlich: Was die „Verantwortlichen aus den uns bekannten Reihen“ wie aus dem „Effeff“ beherrschen, ist das Herunterkorrigieren von Zahlen. Die meisten unter uns kennen das ja bereits aus den Veröffentlichungen an anderer Stelle, explizit sei hier auf das Herunterkorrigieren der Zahlen über die tatsächlich zu Tode gekommenen deutschen Soldaten und der Zivilbevölkerung in den vielen Jahren nach Kriegsende verwiesen.
Doch jetzt zurück zur Erler Femeiche. Als wir in Erlen, einem kleinen Ort nahe Raesfeld eintrafen, um die Eiche zu bewundern, standen wir vor einer großen Baustelle. Kein Hinweis, kein Vermerk, wie man näher an die Eiche gelangen kann, die inmitten eines Wohngebietes steht, umgeben, von weiteren alten stattlichen Eichen. Wir liefen also einmal im Karree und kamen der Eiche etwas näher, leider nur bis vor einen Bauzaun. Dort entdeckten wir dann eine Kästchen mit Informationen zur Eiche vom Heimatverein Erle e. V.



Aus meinen alten Büchern konnten wir ja schon einiges über diesen alten Baum erfahren. Zum Teil (aber nur zum Teil!) decken sich diese Informationen aus alten Zeiten mit den aktuellen des Heimatvereins.
So steht geschrieben:
Die Femeiche wurde vielleicht schon zu germanischer Zeit als Kultstätte genutzt. Manche benutzten die Bezeichnung „Ravenseiche“, was darauf hindeutet, dass der Baum dem höchsten germanischen Gott Wotan (Odin) geweiht war. Die Raben waren das Symbol für diese Gottheit. Auch die Bezeichnung „Aßenkamp“ für die Umgebung des Baumes zeigt dies, denn Asen meint germanische Götter. Daraus bestätigt sich das Alter des Baumes, der schon vor der Christianisierung in der Zeit Karls des Großen (742 – 814 n. Chr.) ein mächtiger Baum gewesen sein muss. Die Missionare fällten die „heidnische Eiche“ jedoch nicht, sondern errichteten in der Nähe des Baumes eine Kirche. Heute befindet sich dort die Pfarrkirche St. Silvester.
In unserem Buch aus den 1980er Jahren steht geschrieben: „Auch mit 1500 Jahren grünt die die knorrige Femeiche noch jeden Sommer. Als sie das erste Mal Blätter trug, war noch nicht einmal Karl der Große geboren.
Und weiter: „Die Femeiche (genaue Art: Stieleiche = quercus robur) ist einer der ältesten Bäume Deutschlands. Aufgrund ihres Stammesdurchmessers (noch 1892 in Brusthöhe gemessen) von 4 bis 5 Meter schätzen einige ihr Alter sogar auf mehr als 1500 Jahre.
Allerdings wurde vom Heimatverein (nach Vorgabe von Fachleuten /Experten… ) das Alter herunterdatiert. Denn diese sogenannten Experten halten ein Alter des Baumes von wesentlich mehr als 1000 Jahren für unwahrscheinlich. (siehe auch Beitragsfoto).


Dem nicht genug. Wikipedia setzt noch einen drauf und lichtet folgende Info ab: Die Femeiche wäre mit 600 bis 800 Jahren eine der ältesten Eichen Deutschlands.“ Wenn man so was liest, ja, dann bleibt einem wirklich die „Spucke weg“.

Was geschah im Laufe der Zeit Im Schatten der Eiche? Laut einer Überlieferung tagte im Mittelalter das geheime Femegericht (Feme = Gericht, Strafe), das damals „den vryen stoel tum Aßenkampe“ genannt wurde. Femegerichte waren in dieser Zeit besonders in Westfalen verbreitet. Sie urteilten im Namen des Königs Schwerverbrechen wie Mord, Raub, Brandstiftung und Meineid, welche bei Schuldspruch die Todesstrafe durch den Strang nach sich zogen.

Und was ist das End an der G‘schicht? Für uns ganz klar: Traue den Experten nicht! Es lässt sich nahezu auf allen Ebenen unseres irdischen Lebens beobachten: Eine kleine Elite sendet Kreaturen aus, mit dem Auftrag alles Wissen aus der Vergangenheit zu verändern, umzuschreiben oder gar zu löschen. Auf unseren Reisen und Ausflügen erleben wir diese Art der Vorkommnisse zuhauf, sodass es sich gewiss auch hier nicht um „Zufälle“ handeln dürfte.
