So wertvoll: Unsere Heilmittel, rund ums Haus.

Es herbstet, und so habe ich dann heute auch etwas geerntet: Wurzeln vom Löwenzahn. Jetzt lasse ich sie etwas in der Sonne trocknen, pinsle die grobe Erde ab, und übergieße sie später mit Alkohol. Der Ansatz bleibt dann etwa vier bis sechs Wochen stehen, bevor ich die Wurzellösung in dunkle Fläschchen abfülle.

Unser Löwenzahn verspricht bereits mit Beginn des Jahres Hochgenuss, und ist ein wertvoller Begleiter über das ganze Jahr hinweg.

Und wer hat’s gewusst? Löwenzahn enthält neunmal so viel Vitamin C und vierzigmal soviel Vitamin A wie der Salat aus der Plastikfolie und dreimal so viel Eisen wie Spinat

Der angenehm bittere Geschmack wirkt reflektorisch auf den gesamten Verdauungsapparat. Speichel und Verdauungssäfte beginnen zu fließen. Alle Ausscheidungsdrüsen – Leber, Galle, Milz, Bauchspeicheldrüse, Nieren – werden angeregt. Schlechte Verdauung und Verstopfung werden behoben.

Zum Herbst setzte ich dann immer eine Tinktur an. Wenn ich die Wurzeln entnehme, achte ich wie bei der Beinwellwurzel immer darauf, das ein kleines Stück der Wurzel stehen bleibt. So kann das Kraut wieder wachsen. Nun mag man meinen, aber der Löwenzahn wächst doch wie Unkraut. Von wegen, in unserem Garten, haben wir über drei Jahre hinweg keinen Löwenzahn gesichtet, und auch keinen Giersch. In diesem Jahr, war die Ernte erfolgreich!


Hier noch ein Lobgesang auf unseren Löwenzahn: (gefunden bei „Mutter Natur“)

„Darf ich mich vorstellen: Ich bin ein Löwenzahn.

Viele Leute nennen mich Gras, aber ich bin ein Freund und komme, um dir zu helfen!

Meine Blumen sind die erste Nahrung für Insekten nach dem Winterschlaf und im Gegensatz zu den meisten anderen Pflanzen habe ich Pollen UND Nektar, nicht nur das eine ODER das andere! Und ich bin großzügig mit ihnen!

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Wenn du mich siehst, denk daran, dass ich der EINZIGE bin, der an diesem bestimmten Ort wachsen will und kann. Weil:

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Entweder ist der Boden zu kompakt/ hart/ gestrampelt und ich möchte ihn für euch mit meinen Wurzeln lockern.

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Oder es ist zu wenig Kalzium im Boden – keine Sorge, das fülle ich für euch mit dem Blättersterben auf.

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Oder der Boden ist zu säure. Aber das werde ich auch für dich verbessern, wenn du mir die Chance gibst.

Oder natürlich eine Mischung aus den oben genannten Gründen.

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Ich bin hier, weil dein Boden meine Hilfe braucht, also lässt du mich am besten wachsen, ohne mich zu stören! Wenn alles repariert ist, verschwinde ich wieder, versprochen!

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Versuchst du mich vorzeitig mit meiner Wurzel zu entfernen? Wie akribisch du auch bist, ich werde 2x so stark zurückkehren! Nur bis dein Boden verbessert ist.

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Man erkennt sogar an meinem Wachstum, in welchem Stadium meine Hilfe ist. Wenn meine Blätter flach auf dem Boden sind dann bin ich noch lange nicht bereit aber wenn sie alle hoch reichen dann bin ich schon weit unterwegs.

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Mal was ganz anderes ist, dass ich einer der ersten Blüher im Frühling bin, deshalb werde ich Frühling / Sommer für euch bekannt geben.

Meine Blumen sind übrigens sogar lecker für euch Leute, wusstet ihr das? Früher hieß ich ′′Honig (oder Gold) der Armen ′′, weil meine Blumen so süß sind in z.B. Marmelade, Sauce oder Salat!

Aber warte bis Ende Mai oder später, bevor du anfängst zu pflücken und selbst dann noch nicht alles aussuchen! Die Biodiversität und die Bienen werden sehr dankbar sein! ”

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Der Löwenzahn ist ein wahres Kraftpaket und ein Alleskönner unter den Pflanzen. Als großer Heiler kommt er in der alten Volksmedizin unter anderem für Zähne, Augen, Gehirn, Leber, Verdauung und Haut zum Einsatz. Seine Heilkraft ist viel mächtiger und umfassender als heutzutage bekannt. Sie reicht bis tief in unbewusste Bereiche, vermag Blockaden zu lösen und sowohl Körper wie Seele mit ihrer Sonnenkraft zu durchstrahlen. Der Löwenzahn scheint sich überall dort zu verbreiten, wo er für Tier und Mensch, Leib und Seele, Boden und Umwelt besonders gefordert und segensreich ist: Er hilft bei Infektionskrankheiten, den Folgen von Stress und Umweltgiften und ist damit eine besonders gefragte Pflanze für unsere Zeit.

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Quelle:

(Gefunden bei Mutter Natur und Wolf Dieter Storl)


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