Eindrücke einer Heidelandschaft wie aus einem Bilderbuch!
Erlaubt sei noch ein kurzes Vorwort:
Bevor ich nun etwas ausführlicher zu den einzelnen Stationen unserer kurzen Reise überschwenke, möchte ich noch ein paar Gedanken voranführen:
Während die Welt da draußen tobt, in den öffentlich-rechtlichen Medienanstalten eine Lüge die andere jagt, und so mancher noch immer seinen Helden in den „alternativen Medien“ ausmacht, zockeln und streifen wir durchs Land, und lassen die Welt einfach Welt sein. Es ist der 2. Oktober 2024, und zum gefühlt 25. Mal an nur einem Tag ereilt uns die Meldung, der Dritte Weltkrieg ist ganz nah…
Ich möchte die globale Situation keinesfalls verharmlosen, denn die Welt brennt, und ein Unrecht fügt sich an das nächste. Daran gibt es keinen Zweifel. Doch diesen Vorgang ändern wir nicht, wenn wir ständig in ihm verharren, und auf das Unheil warten, dass ständig heraufbeschworen wird. Genau genommen, sind wir ja schon mittendrin, in diesem „Unheil“. Der Schaden ist angerichtet. Basierend darauf, wird nun ausgerichtet…
Meine Mutter pflegte immer zu sagen: „ Man kann sich verrückt machen lassen, und doch schadet es nur einem selbst. Das ist genauso, wie sie dir beim Militär beibringen wollen, im Ernstfall rennen zu können…, über diese tägliche Übungen. Ich sage dir was, wenn der Fall eintritt, dass du gejagt wirst, und irgendjemand Schaden an dir nehmen will, dann rennst du – aus dem Instinkt heraus. Verfolge das Geschehen nüchtern, achte darauf, wie du dich persönlich bestmöglich schützen kannst, trage eine gewisse Vorsorge, doch sei dir bewusst, im Ernstfall kommt es meist anders als man glaubt.“
Also packen wir unsere „sieben Sachen“, beladen unseren Bert, und streifen durch unsere schöne Landschaft. Es gibt sie noch, die naturbelassenen Regionen. Auch wenn das Aufspüren dieser, oft der „Suche einer Stecknadel im Heuhaufen“ gleicht. Fest steht, die Auszeiten in der Natur, die wir uns nehmen, die Ausflüge an die Stätten einer uralten Kultur zu unseren Vorfahren, spenden uns jede Menge Kraft. Eine Kraft, die wir so dringend benötigen, für all das Kommende.
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3. Oktober: Morgenstimmung am Goldenstedter Moor Anfang Oktober. So darf ein Tag beginnen.


Es ist einer unserer Lieblingsplätze, den wir immer gerne zum Übernachten, aber auch für einen schönen Spaziergang am Moor aufsuchen. Er liegt in unmittelbarer Nähe der Arkeburg. Zuletzt waren wir hier im Mai diesen Jahres.
An diesem Ort wird die Geschichte um Widukind, dem Sachsenkönig bewahrt und damit wertvolles Kulturgut.

Zu verdanken haben wir das dem Ehepaar Anna und Heinz von Döllen, die das gesamte Projekt ab Grabung bis zum vollständigen Erschließen der Wallanlage nahezu vollständig aus eigener Tasche finanziert haben.

Die Stadt Vechta hat sich an dem Millionenprojekt gerademal mit 55 000 Euro aus dem Europafond beteiligt. (Geht ja nur um unsere deutsche Geschichte)….

Nun sind wir also in der herrlichen Lüneburger Heide „gestrandet“. Das anfänglich schöne Wetter schwächelte im Laufe des Tages, und auf unserer Wanderung entlang des mystischen Pietzmoors war es dann eher wolkenverhangen.

Schade, aber wir denken, die Aufnahmen sind eigentlich aussagekräftig genug, dazu, wie wundervoll diese Gegend ist. Hier stören (noch) keine Windräder, auch 5 G Masten sind nicht so oft platziert. Das Pietzmoor macht also den Anfang, auf unseren Entdeckungen in der Lüneburger Heide. Über einen Rundweg von neun Kilometern konnten wir auf Holzstegen das Moor gefahrlos durchqueren.



Jetzt geht hier gerade die Sonne unter, mein Göttergatte lässt die Drohne noch ein bisschen über uns streifen, und dann bereiten wir uns mal auf eine schöne, aber auch lange Wanderung am morgigen Tag vor. Mit neun Kilometer kommen wir dann vermutlich nicht aus. Es gibt dort nur eine Parkmöglichkeit. Oder die Möglichkeit einer Kutschfahrt. Das gesamte Gebiet um Wilsede herum ist ein autofreies Naturschutzgebiet, was auch völlig in Ordnung ist. Ein hübsches Heidedorf reiht sich hier an das nächste.
Wir lassen erste Bilder da und eine schöne Geschichte:

Im Heidedorf – eine kurze Erzählung von dazumal
Es muss so um das Jahr 1936 gewesen sein:
„Ludwig ging über die Heide, die er in sich trug, die er kannte und liebte. Wie oft hatte er dort bei den Steingräbern gestanden und der Geist hatte Rückschau gehalten in ferne Vergangenheit. Was waren es für Menschen gewesen, die dort ihre Bestattung gefunden?
Sicherlich Leute des desselben Volkstums, sicherlich Leute der selben Art: Heidler und Wäldler, die mit ungeheurem Spürsinn allen Nutzen und alle Lebensmöglichkeiten aus Heide und Wald, Feld und Wiese, Bruch und Moor zogen. Menschen mit angeborenem Sparsinn, die noch vieles auf Vorrat zu legen verstanden – Ludwig pflückt sich ein Sträußchen Glockenheide fürs Knopfloch, die passende Blume zum Hochzeitstage des Heidebauern, und kommt dann in den Wald.
„Im Wald ist es stille, da rührt sich kein Zweig, da blühen die Blumen da ruht sich`s weich“ (Löns)
Ja schön ist der Wald! Achtzigjährige Kiefern im lichten Bestande, dazwischen weißrindige Birken und tiefgrüne Wacholder in ihren sonderbaren Formen. Der Machandelbaum hat´s ihm schon lange angetan. Auch heute bleibt er stehen und betrachtet – in Gedanken versunken – die Wächter des Waldes, die Zierde der Heide.
Die Heide hat alles und birgt alles, und was einmal ihr ist und war, darf der Welt nicht verloren gehen, murmelte er vor sich hin, dann schreitet er weiter.
Er mochte eine gute Stunde gewandert sein, da trat er in das Haus seiner Braut, die ihn festlich geschmückt erwartete.

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4. Oktober: Eher zufällig sind wir hier „gelandet“, weil wir einen Platz zum Übernachten gesucht haben. Zwischen Militärflugplatz, Flüchtlingslager und Truppenübungsplatz – ein bizarrer Ort!
Gegenüber der gestrigen Morgenstimmung, offeriert sich hier in der Heide ein völlig anderes Bild. Mystisch und zauberhaft zugleich. Wir stehen inmitten von Nebelfeldern, die die Heidelandschaft in ein wunderschönes Gewand hüllen.



Und noch einiges mehr haben wir entdeckt. Denn die Lüneburger Heide bewahrt auch einige dunkle „Geschichten: Nicht zuletzt trieben sich hier einige Gesandte (Gestalten) des Syndikats herum. Genannt seien dazu die Queen, Magret Thatcher und der Dalai Lama.

Mit dem Ende des 2. Weltkrieges begannen die Briten und Kanadier, rund 48.000 Hektar der dünn besiedelten Lüneburger Heide für militärische Zwecke zu nutzen. Als das Flüchtlingslager des ehemaligen Flughafens geräumt war, wurden die Anlagen und das Gelände unter dem neunen Namen „Camp Reinsehlen“ ab 1950 zu ihrem Basislager für Panzerübungen.


Diese Flächen – in den militärischen Karten rot dargestellt – wurden als „Rote Flächen“ bezeichnet. Rund 2000 ha – die Roten Flächen 1 und 2 – lagen im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide. Bestrebungen der Stadt, des Landkreises und der Politiker auf Verkleinerung der „Roten Fläche“ zur Entlastung der Schneverdinger Bürger schlugen alle fehl. Lärm- und Staubbelästigungen müssen hingenommen werden, wobei die übenden Truppen auf Sonntagsruhe oder Heideurlauber keine Rücksicht nehmen. Ruhetage konnten die deutschen Behörden mit den britischen Dienststellen leider nicht vereinbaren.

Die britische Premierministerin Margaret Thatcher erklärte bei ihrem Besuch der britischen Truppeneinheiten im Rahmen der deutsch-britischen Konsultationen in Fallingbostel am 17. September 1986 (Zitat der Zeitung): „Wochenend- und Sommerpausen in den roten Flächen zwischen Soltau und Lüneburg widersprechen dem Stationierungsauftrag der Rheinarmee. Die britischen Truppen in der Bundesrepublik müssen 24 Stunden am Tag einsatzbereit sein und das sowohl am Wochenende als auch im Sommer.“ Sie erteilte damit den Bemühungen der deutschen Seite auf Entlastung der Bevölkerung im Übungsraum Soltau-Lüneburg eine klare, unmißverständliche Absage.
Nach 40 Jahren des Kriegsendes für die Menschen in unserer Heideregion eine harte Entscheidung der britischen Premierministerin! Deutsche Politiker und ihre Dienststellen bis hin zum Bundesverteidigungsminister bleiben bemüht, durch Verhandlungen mit der britischen Seite dennoch Erleichterung für die Bevölkerung zu erzielen.
Schließlich bildete sich eine Bürgerbewegung, die auf breiter Basis gegen die militärischen Belastungen opponiert.
Weil es einer Handvoll Bürger gestunken hat, diese ewigen Kriegsspiele und die großen Verwüstungen in unserer schönen Heide hinzunehmen, gründeten sie die „BI“ im März 1987.
Es ist viel erreicht. Im Sommer 1994 verlassen die britischen Truppen die Heide, es kehrt Ruhe und Frieden ein, hoffentlich für immer…
Zwischen Militärflugplatz, Flüchtlingslager und Truppenübungsplatz – ein bizarrer Ort!
Daher noch ein paar Informationen zu dem ehemaligen Flüchtlingslager. Es entstand 1946 aufgrund der vielen Flüchtlinge aus den Ostgebieten des deutschen Reiches und der wohnungslos gewordenen Bewohner von Städten, infolge der alliierten Bombenangriffe. Wegen des herrschenden Mangels am Nötigsten prägte sich im Volksmund für das Lager der Begriff Dorf der 1000 Sorgen. So reiht sich ein weiteres Flüchtlingslager ein, als unmissverständliches Zeichen von großer Not und schwerem Leid unserer deutschen Bevölkerung in den Nachkriegsjahren.

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4. Oktober – der Tag hält noch einiges für uns bereit. So eine Wanderung über 17 Kilometer durch eine der schönsten Landschaften in der Lüneburger Heide.

Den besten Blick erhascht man tatsächlich vom Wilseder Berg. Dazu starten wir unsere Wanderung in Niederhaverbeck. Hier gibt es einen großen Parkplatz. Das Landschaftsschutzgebiet ist autofrei.

Die schönsten Plätze lassen sich also nur per Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Pferdekutsche erobern. Nach etwa 4 Kilometer erreichen wir einen Berg. Am Fußes dieses Berges läuft eine Herde von Heidschnucken direkt auf uns zu und „kesselt“ uns ein – wunderbar!

Die Heidschnucken sind aus der Heide nicht wegzudenken, das sie mit ihrer Vorliebe für junge Baumtriebe dafür sorgen, dass die Heideflächen erhalten bleiben.

Nun geht es hinauf. Mit 169 Meter ist der Wilseder Berg die höchste Erhebung des Norddeutschen Tieflandes. Von seiner langgestreckten Kuppe aus reicht der Blick an klaren Tagen über die Heide und Wälder bis zum 34 Kilometer entfernten Lüneburg und manchmal sogar bis nach Hamburg, das 43 Kilometer nördlich liegt. Wir haben großes Glück mit dem Wetter und können weit in die Ferne schauen.

Der Wilseder Berg ist das Herz der Lüneburger Heide und Teil eines etwa 150 000 Jahre alten Endmoränenzuges. Der Weg auf den Berg wird von Heide und Wacholder (Machandel) gesäumt. Nach dem Abstieg zeigt der Berg mit Mulden, Tälern und sogar Schluchten ein vielseitiges Gesicht, wie man es in dieser Gegend wohl kaum erwartet.
Auf dem Berg steht ein Gedenkstein, der an den berühmten Mathematiker und Astronomen Carl Friedrich Gauß (1777-1855) erinnert. Hier war der Mittelpunkt der bedeutenden Landvermessungen, denen er sich zwischen 1821 und 1823 widmete.


Weiter geht’s: Wir erreichen das alte Heidedorf Wilsede. Auch wenn hier kein einziger Bauer mehr tätig ist, bekommt man den besten Eindruck eines alten Heidedorfes.

Die reetgedeckten Bauernhäuser sind von alten Buchen und Eichen umgeben, auf dem Hofgelände stehen hölzerne Treppenspeicher und traditionelle Ziehbrunnen. Ein Besuch lohnt im hübschen Heimatmuseum.


Das Heidemuseum (dat ole Hus) zeigt, wie man in den letzten Jahrhunderten in der Heide, zusammen mit dem Vieh unter einem Dach lebte.

Nun treten wir bereits den Rückweg an. Einen kurzen Abstecher unternehmen wir noch zum Steingrund mit seinen zahlreichen Findlingen. An diesem Ort herrscht eine besondere Stimmung.

Noch einen guten Kilometer weiter, liegt der Totengrund. Aber den heben wir uns fürs nächste Mal auf, denn wir spüren deutlich, das unsere „Laufkraft“ nachlässt. Tapfer lassen wir die Kutschen an uns vorüber fahren. Wohltuend erschöpft, erreichen wir nach 17 Kilometer Fußweg den Parkplatz von Niederhaverbeck und freuen uns riesig darauf, im Bert die Füße hoch legen zu können.


Da wir am morgigen Tag noch einige interessante Plätze anfahren möchten, suchen wir uns am besten einen Platz in unmittelbarer Nähe. Und tatsächlich werden wir fündig, und übernachten unter drei mächtigen Eichen, nur wenige Meter von den Großsteingräbern der Oldendorfer Totenstatt entfernt. Es herrscht eine gute Atmosphäre.


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5. Oktober: Ein Streifzug über die Gräberfelder von Amelinghausen, weiter zur magischen Schwindequelle, gefolgt von einem kurzen Halt am Ravenstein bei Soderstorf bis hin zur Grabstelle des berühmten Heidedichters Hermann Löns. Was für ein Tag!
Gleich am frühen Morgen besuchen wir das Gräberfeld vom Amelinghausen.



Gräser, Pflanzen, ja nahezu das gesamte Gräberfeld war bedeckt von sogenannten Marienfäden und feinen Spinnweben, typisch für den Altweibersommer. Wir verweilten in einer Landschaft, eingebettet in einem mystischen weißen Schleier – die Stimmung fabelhaft!


Dabei lässt sich dieses „Naturphänomen“ ganz einfach erklären: Vom Tau benetzte Spinnweben erinnern in der Morgensonne an langes, silbergraues Haar der alten Weiber. (Vor der Zwangschristianisierung war Weiber kein Schimpfwort).
Wahrscheinlich ist die Herkunft des Begriffes auch mit den Spinnen verwoben. Aber eine genaue, allein gültige Erklärung haben auch Sprachwissenschaftler bis heute nicht gefunden. Die Spinnen sind nach dem Sommer ausgewachsene Tiere und daher einfach besser zu sehen. Dies gilt insbesondere für die Gespinste der winzigen, nur wenige Millimeter großen Baldachinspinne. Über dem warmen Boden entwickeln sich tagsüber Aufwinde. Von diesen lassen die Spinnen sich an ihren zarten Fäden durch die Luft pusten. Auf ihrem Flug hinterlassen sie überall Fäden, die im Sonnenlicht aufblitzen. Gerade ihre treibenden Weben charakterisieren optisch den Altweibersommer.
Der Altweibersommer verwöhnt in diesen Tagen weite Landesteile mit seiner angenehmen Luft und weichem Licht. Die Bezeichnung Altweibersommer ist schon seit etwa 1800 verbreitet. Die glitzernden Fäden erinnern an die langen, silbergrauen Haare älterer Frauen. Viele Menschen glaubten damals, dass Spinnweben Glück bringen. Wenn sich fliegende Spinnenfäden im Haar eines jungen Mädchens verfingen, wartete auf sie eine baldige Hochzeit. Bei alten Menschen galten die Spinnenfäden als Glücksbringer.

In einigen Regionen kennt man diese charakteristischen Spinnweben zwischen Gräsern, Zweigen, an Dachrinnen und Fensterläden auch als „Marienfäden“, „Marienseide“ oder „Marienhaar“. Der Altweibersommer wird aus diesem Grund manchmal auch als „Mariensommer“ oder „Fadensommer“ bezeichnet.
Weiter fahren wir zur Schwindequelle. Hier herrscht magisches Treiben inmitten einer mystischen Umgebung. Mit 60 Liter pro Sekunde ist diese Quelle nach der Ruhmequlle im Harz die zweitwasserreichste Quelle Niedersachsens. Hier kann man wunderbar sehen, wie das Wasser von unten her aus dem sandigen Grund drückt und dabei regelrechte Sandfontänen aufwirbelt und rötliche Eisenoxide sowie türkisfarbige Manganoxide ablagert.

Das Quellwasser hat eine ständige Temperatur von ca. 9 Grad Celsius und friert auch im Winter nicht zu. Für die heimische Tierwelt ist das besonders wichtig, denn so finden sie auch im Winter einen zuverlässigen Wasserzugang.

Und schließlich erreichen wir das Raven Großsteingrab. Hier handelt es sich um ein nicht mehr intaktes Hünenbett von ehemals ca. 18 x 7 Metern mit gleichgerichteter Kammer. Von der Umfassung sind noch 17 Steine vorhanden. Die Kammer besteht aus 4 Jochen von denen 3 noch vollständig erhalten sind. Der nordöstliche Deckstein ist abgewälzt und liegt gesprengt nordöstlich der Kammer. Es ist ein besonders gut erhaltenes Zeugnis der frühen Besiedlungsgeschichte der Region


Den krönenden und würdigen Anschluss zu unserer Reise in den Heidekreis, macht der Besuch an Hermann Löns Grabstelle. Auch wenn wir leider den Eindruck haben, dass die Grabstelle des National, – und Heidedichters nur noch „geduldet “ ist…. Um so froher stimmt es uns, dass doch einige an seine Grabstelle finden und Blümchen auf den Stein legen.


Hermann Löns war bereits 48 Jahre alt, als er sich freiwillig im Ersten Weltkrieg zum Militärdienst einfand, und in den Kriegswirren, in einer der ersten Schlachten leider ums Leben kam.

Seine Erzählungen Gedichte und Geschichten bleiben unvergessen.

Hier lasse ich dann die Bilder sprechen.






Infotafel:
- Ohne Zutaten des Menschen gäbe es diese Bilderbuchtlandschaft der Heide heute nicht. Sie ist das Ergebnis beispiellosen Raubbaus in der Vergangenheit. Die ausgedehnten Wälder wurden rücksichtslos abgeholzt und auf den Sandböden breitet sich das anspruchslose Heidekraut aus.
- Noch ein Blick in die Vergangenheit: In den Jahrhunderten nach unserer Zeit siedelten auf dem Boden des heutigen Niedersachsens einzelne germanische Stämme, so die Chauken im Bereich der Nordseeküste, die Angrivarier an der mittleren Weser, die Langobarden an der unteren Elbe, die Cherusker im Weserbergland und die Chasuarier und Ampsivarier zwischen Weser und Ems. Sie wachsen seit dem 3. Jahrhundert zum Stammesverband der Sachsen zusammen. Manche Quellen nennen noch den Stamm der Dulgubnier im Bereich der Lüneburger Heide, welche nordöstlich der Angrivarier und Chamaven lebten. Zu Beginn der Völkerwanderung ist diese Ethnie nicht mehr in Erscheinung getreten und die Langobarden bewohnten dieses Gebiet.
- Und ein Blick in die Zukunft: Beispielloser Raubbau auch in der Gegenwart? Denn seit 2011 sind in der Region um Bispingen mächtige Windkraftanlagen angedacht. Die Bürger wehren sich. Wie dreist: Sogar mit der Schenkung eines Mercedes werden Landebesitzer gelockt, um Flächen für diese unsäglichen Teile frei machen zu können. Da der Standort des geplanten Windparks 84 Meter über Meereshöhe liege, würden die 185 Meter hohen Windräder den 169 Meter hohen Wilseder Berg deutlich überragen. Mit dem Standort „unmittelbar neben dem Naturschutzgebiet“ werde gegen das Niedersächsische Naturschutzgesetz verstoßen. Pflug: „Den Wilseder Berg und den Totengrund gibt es nur einmal in Europa. Sie fallen als einmalige geologische Gegebenheiten unter die geschützten Natur- und Bodendenkmäler.“
Quelle:
archive wintermmoor