Der Leuchtturm der Welt und seine Ketten, die ihre dunklen Schatten werfen

Ein Amerikaner (aus meiner Freundesliste) schrieb vor einiger Zeit: „Ich kann nur sagen, dass Amerikas Beteiligung am Zweiten Weltkrieg der größte Fehler in der Geschichte war. Die meisten Amerikaner sind vollständig oder teilweise deutscher Abstammung, sodass es sich in der Tat um einen Bruderkrieg handelte. Zu unserer ewigen Schande führten wir Krieg gegen unser eigenes Volk.

Meine Großmutter stammte aus Magdeburg und war in Hamburg, als die „Alliierten“ dort einen Brandanschlag verübten. Als sie Schutz suchte, brannten ihr sämtliche Haare und Kleidungsstücke vom Körper.

Aber niemand erzählt diese Geschichten, zumindest nicht in Amerika. Ich hoffe, dass die Deutschen die Erinnerung an diese Tragödie wach halten: hoffentlich nicht aus Rache (Menschen unseres Blutes sind eine winzige Minderheit der Weltbevölkerung und es werden täglich weniger), sondern damit wir alle daraus lernen können.“

Es fällt schon verdammt schwer, dieses in der Geschichte auf Blut „installierte“ Land „USA“ mit seinen „Machern“, „Unterstützern“, „Senatoren“…, und anderen Figuren zu respektieren, betrachtet man den kriegerischen Verlauf.., Hier agieren Mächtige, gesteuert von Leuten mit einer noch größeren Macht.

Seit Gründung der USA im Jahre 1776 gab es nur 2 Jahre, in denen die USA keinen Krieg geführt haben. Mal davon abgesehen, dass die USA in ihrer Geschichte auch nur einmal angegriffen wurden! Pearl Harbour auf Hawaii, am 07.12.1941! Wobei sich die USA Hawaii auch mit Gewalt einverleibt haben im Jahre1900!

Zur Info: Obama ist der erste Präsident der amerikanischen Geschichte, der über zwei volle Amtszeiten hinweg Krieg geführt hat. Hierzu gehören das fortgesetzte Blutvergießen in Afghanistan und im Irak, die Bombardierung Libyens, der sechsjährige Krieg für einen Regimewechsel in Syrien und die Unterstützung für die Zerstörung des Jemen unter Führung Saudi-Arabiens. Aus einer aktuellen Erhebung geht hervor, dass im Jahr 2016 in 138 Ländern bzw. 70 % aller Staaten der Welt Sondereinsatzkräfte der USA aktiv waren.

Das mörderische Wirken derer kennt keine Grenzen: Wer hat’s gewusst? Churchill hatte, als er Premierminister wurde, Schulden in Höhe von 600.000 Englischen Pfund. Diese Schulden verschwanden über Nacht und er war danach erklärter Deutschenhasser. Was viele auch nicht wissen, 1943 ließ er in einer indischen Region die gesamte Weizenernte konfiszieren, was zur Folge hatte, dass ca. 4 Millionen Inder in dieser Region verhungert sind.

Etwas weiter zurück liegt ein anderes, nicht weniger entsetzliches Vorgehen: Vordergründig erfahren wir von der europäischen Kolonialgeschichte. Aber zur USA schaut niemand.

Alle Verträge, die dazumal mit Red Cloud abgeschlossen wurden, wurden gebrochen. Durch das Abschlachten der Bisons wurde ihnen die Lebensgrundlage entzogen. Das war Völkermord! Die Stationen dieser Geschichte reichen von der Vertreibung, Umsiedlung, militärischen Bekämpfung und Ausrottung indianischer Völker über deren Dezimierung durch Krankheiten und andere sogenannte „Zivilisationsfolgen“, den Entzug ihrer Lebensgrundlagen bis hin zur Zwangsumerziehung in Internatsschulen, Zwangssterilisation indianischer Frauen und nuklearen Kontaminierung ganzer Regionen.

Die weißen Eroberer offenbaren sich über ihre Kriegshandlungen. Es sind vor allem Engländer, Franzosen und Spanier.

Und General William Tecumseh Sherman wurde zitiert mit seiner Aussage „Es wird klug sein, all jene Sportsmänner aus England und Amerika zu einer großen Büffeljagd einzuladen, um richtig Tabula rasa zu machen. Tausende Jäger strömten in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts in die Great Plains, wobei jeden Tag ca. 5000 Bisons abgeschlachtet wurden. 1875 war die südliche und 1882 die nördliche Bisonherde der USA ausgelöscht.

„Der Bison war alles für die Indianer. Er war ihr Leben. Er war Tag und Nacht. Was sie sahen, rochen, aßen oder anfassten, bestand aus Bison. Er war das Zentrum ihrer Kultur.“ Bisons lieferten nicht nur ausreichend Fleisch für die Ernährung, sondern auch Felle und mehr.

Ein Volk ohne eigenes Territorium ist kein Volk mehr. Die Sprache und diese Dinge zerfallen allmählich, aber wenn das Land zerstört wird, dann haben wir keine Wurzeln mehr. Es ist so, als würden sie unsere ganze Familie töten … Es ist, als würden sie dir die Seele herausreißen.

Oder wie es die Anishinabe-Aktivistin Winona LaDuke formulierte: „Wenn ein Volk keine Kontrolle über sein Land hat, hat es auch keine Kontrolle über sein Schicksal.“

Man muss sich die Frage stellen, warum die Wärter des Leuchtturms schon so lange agieren können, ihre Ketten über ganze Volksstämme auslegen, und diese immer enger ziehen. Es scheint, die Schatten verbinden sich zu einer großen Dunkelheit. Fast so, wie es Tolkien in seinem Roman „Herr der Ringe“ treffend .beschreibt. „Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkl zu treiben und ewig zu binden…“ Im Lande (Mordor), wo die Schatten drohn.


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