Während draußen, heute am 8.11. die Clematis noch einmal ihre Blüten öffnet, brennen vielerorts schon die ersten Feuer.

Dass das Geschehen in der Natur, kaum noch natürliche Züge trägt, wird von Mal zu Mal offensichtlicher. Vor gerade mal zwei Tagen erntete ich noch Tomaten, andere berichteten sogar noch von Erdbeeren, die sie ernten konnten. Die Natur hat ihren Rhythmus, dieser scheint jedoch unterbrochen. Einflüsse von Menschenhand, tun ihr Übriges…
Es war stets eine bestimmte Gruppe von Menschen, die bemüht war / und noch immer ist, Veränderungen herbeizuführen, die ihr zum eigenen Vorteil dienlich sind und dem Kapital zuträglich. Altbewährtes wurde dazu den Menschen aus ihren Köpfen „getrommelt“ und dafür Scheinwissen „eingemeißelt“.
Unseren Enkelkindern, und damit der kommenden Generation wird Glauben gemacht, dass das Geschehen der Gegenwart, die Prozesse in der Natur ihre Richtigkeit haben., weil sich ja das Klima ändert. Mit solchen, in die Welt gesetzten Lügen, geht nun Jahr für Jahr ins Land, und die Kinder werden darüber vergessen, wie es einmal war. Sie wissen doch schon jetzt nicht mehr, wie etwas auf ganz natürliche Art und Weise wächst und entsteht.


Nun, dichte Nebelfelder ziehen übers Land. Für November ist das üblich. Die Menschen versammeln sich am Feuer, tragen das Licht nach draußen in die Dunkelheit. Einige wissen noch um unsere damit verbundenen alten Bräuche und Traditionen. Manche wissen sogar um die wahren Ursprünge dieser, das sind allerdings sehr wenige.
In dem Zusammenhang erinnern wir uns: Vom ersten Auftreten christlicher Missionare bis zur endgültigen Ausrottung des alemannischen Heidentums brauchte es ganze 700 Jahre.
Auch beim Heiligen Martin und dem Martinstag handelt es sich um eine christianisierte Version eines einst heidnisches Brauchtums. Die katholische Kirche macht heute daraus keinen „Hehl“ mehr, dass auch dieser Brauch in ihre christlichen Riten hin geändert wurde. Warum auch, die Menschen wurden nahezu allesamt bekehrt, haben sich dem zwangsverordneten Glauben gefügt., und glauben IHNEN.
Wer weiß schon, dass die mannigfachen Volksbräuche, die sich um das Fest des „Heiligen“ am 11. November ranken, eine Entlehnung aus dem germanischen Wodanskult ist?
Wer weiß schon, dass ab dem 11. November an über den Heiligen Nikolaus am 6. Dezember, bis hin zur christlichen Weihnacht und den zwischen der Wintersonnenwende und dem Dreikönigstag gelegenen Zwölf Nächten sich der heidnische Glaube der Wilden Jagd zieht?
Wer weiß schon um den „Schimmelreiter“, der Wotan symbolisiert?

Wer weiß schon, dass der Martinsumzug mit den Martinslaternen auf einem alten Brauch beruht, um der Dunkelheit der immer kürzer werdenden Tage den Kampf anzusagen?
Wer weiß schon, dass die Martinsfeuer mit der „Sonnenwende“ und kelto-germanischen Erntedankfesten in Verbindung gebracht werden?
In alten Büchern gestöbert:
Zu St. Martin gehören die Attribute des Pferdes, Mantels und Bettlers, die wir auch bei Wotan wiederfinden, der, von seinem blauen Mantel umhüllt, nicht nur sein achtfüßiges Pferd Sleipnir reitet, sondern der auch ab und an als einäugiger Wanderer unter den Sterblichen wandelt.

Bereits zum Martinstag erschienen einige “Wilde Gestalten” des Volksbrauchs, die uns in mehreren Alpenbräuchen wie dem Perchtenlauf, oder auch in der Gefolgschaft von Sankt Nikolaus immer wieder begegnen.
Die Laternenprozessionen oder Fackelumzüge gehen auf vorchristliche Feuer- und Lichtbräuche zurück. Die Feuer sollen die bösen Geister vertreiben. Jugendliche und Erwachsene zogen durch die Felder um die bösen Geister zu vertreiben und für das kommende Jahr Fruchtbarkeit und Segen zu bringen.
Die ursprünglichen Laternen waren übrigens Rüben, Kürbisse kamen alle erst später aus den heutigen USA zu uns nach Europa. In der Schweiz ist dieser Brauch in seiner urigsten Form mit den „Räbäliechtli“-Umzügen noch lebendig.


Kurz: Das Martinsbrauchtum erklärt sich aus früheren volkstümlichen Festen zum Ernteausklang und Winteranfang.
Von Mitte November bis Anfang Januar (einer Zeit der Stürme und des unvorhersehbaren Wetters), ziehen die Jagdtruppen Wotans durch die Wälder oder marschieren über den Himmel, oftmals von feurigem Glanz umgeben.

Bewahren wir unser Wissen über die alte Bräuche und Traditionen, reichen diese weiter und stellen richtig. So, wie wir es auch mit unserer gesamten Geschichte tun sollten.
