6ter.Jul Wodanstag! “Wer kommt denn da geritten?

Weisheit, guten Rat und Segen: von süßen roten Äpfeln , Nüssen und Gebäck.

…. Allesamt geistige Gaben, die in den Mythen symbolisch greifbar gemacht werden.

Nikolaus, Knecht Ruprecht, Krampus? Wer wirklich hinter dem Nikolaus steckt“

6. Dezember= Julmond – Sonarblot)

“Wer kommt denn da geritten?

Herr Wude, Wude Nikolaus!

Laß mich nicht lange bitten

Und schüttle deinen Beutel aus.”

Wude ist niemand anders als Wodan/Wotan.

Wode, Wude, Wodan hatte vor Nikolaus am 6. Dezember seinen Festtag.

Je mehr im Volke die Erinnerung an den Himmelsalten, an Wodan (Odin), verblasste, um so sichtbarer trat der „gute Nikolaus“ als Kinderfreund in Erscheinung. Zur Erinnerung an die bösen Geister aus dem „wilden Heer“ wird der christliche Nikolaus oft von „Knecht Ruprecht“ oder dem „Krampus“ begleitet.

Viele Symbole von Nikolaus und Wodan gleichen sich:

– Das weiße Roß

– Der Mantel

– Der lange Bart

– der Stab (Odin hält einen Speer)

– das Reiten durch die Luft

– die Geschenke, die durch den Schornstein kommen (Wodan bringt Wärme und Licht ins Haus)

– Das Buch der Weisheit (Wodan gilt als allwissend)

– die Nüsse. Diese gelten als eine Frucht Wotans.

Zur Erinnerung an die bösen Geister aus dem „wilden Heer“ wird der christliche Nikolaus oft von „Knecht Ruprecht“ oder dem „Krampus“ begleitet.

In vielen Gegenden Deutschlands ist er noch der Schimmelreiter oder der

Ruprecht (Hruodpercht) = der von Ruhm Strahlende, (Beiname Wotans) geblieben.

Im Brauchtum unserer Ahnen war er jedoch nie der „schwarze Mann“ (und auch kein Knecht), sondern ein Helfer der Eltern, welcher den Kindern Geschenke und mit dem Schlag der Lebensrute „Heil“ für das kommende Jahr brachte.

Auch wurde dies als Zeichen der Fruchtbarkeit verstanden, der Schlag der Lebensrute sollte reiche Ernte im neuen Jahr und Fruchtbarkeit, der in Midgard lebenden Menschen bescheren.

Und hier noch einen Blick darauf, wie sich der Archetypus des alten Weisen seinen Weg in die Bilderwelt fast aller Kulturen bahnt‘.

– Bei den Indern sind es die die weißbärtigen Risis oder der Schöpfergott Brahma

In Teilen des nördlichen Europas ist es eine Erscheinung des weisen Zauberers Odin

– Bei den Kelten ist es Merlin, der Zauberer, der mit einem Wolf und einem Hirsch im Eichenwald haust und der als Ratgeber und Lehrer an der Tafelrunde König Artus erscheint

– Im alten China begegnet er uns in Gestalt eines Laotse, dessen Name „alter verehrter Meister“ bedeutet, und der uns lehrt, dass das Universum in sich harmonisch ist und keiner Kontrolle oder erzwungener Verbesserung bedarf.

Es heißt, Laotse kam schon als Greis mit weißem Bart und runzeliger Haut zur Welt

Ganz gleich, in welchem Zeitalter man lebt, der alte Weise begegnet uns immer wieder. Selbst in der technokratischen Postmoderne erkennt man ihn wieder. Auch in dem Werk „Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkiens erscheint er als Gandalf.

Man könnte mehrere Bücher mit unzähligen Kapiteln füllen, um über die vielen Gestalten des Weisen und die damit verbundenen Wunder, die er vollbracht hat zu berichten.

Den meisten Gläubigen ist nicht bewusst, dass an der Nikolausfigur recht viel Heidnisches, aber auch Römisches haftet.

So feierten die Römer die Wintersonnenwende zu Ehren des Saturn, des Ältesten ihrer Götter. Zu den Saturnalien kommen wir aber an einem anderen Zeitpunkt. Denn das waren echte Chaostage (vom 17.-24. Dezember) mit maßlosem Saufen, Fressorgien, Lärmen und Zügellosigkeit.

Im Kommentar gibt es den Beitrag zu unserem Weisen noch ausführlich.


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