Gleich am 20.12. als wir uns auf den Weg zur Sonnenwendfeier machten , und wir an unserem ersten Übernachtungsplatz angelangt waren, strahlte er in hellem Glanz auf uns herab, der sogenannte Hundsstern, auch Sirius genannt.


Ein bisschen was konnte ich herausfinden, zu diesem Stern mit einer heiligen Vergangenheit.
Die heiligen Sterne kannten die Indianer als Großen Schwarzen Stern, Gelben Stern, Roten Stern und Weißen Stern. Die genaue Identität dieser Sterne ist heute ungewiß, weil überliefertes Wissen der Skidi-Pawnee-Kultur in den vergangenen beiden Jahrhunderten verloren ging.
Einige Astronomen glauben, dass es sich bei dem Weißen Stern um Sirius handelt.
Die Skidi-Pawnee-Indianer aus den Great Plains Nordamerikas haben in Sirius einen Gott gesehen. Ihre Schöpfungsgeschichte erzählt von dem allmächtigen Tirawahat, der das gesamte Universum verkörpert. Er soll vier helle Sterne geschaffen haben, die den Himmel tragen und die heiligen Himmelsrichtungen anzeigen sollten – Nordosten, Nordwesten, Südosten und Südwesten. Diesen Sternen gab er die Macht, Menschen zu schaffen und ihr Wissen und Gespür weiterzugeben.
Für uns ist und bleibt es der helle Stern mit der heiligen Vergangenheit. Während der Nacht zieht er tief über den südlichen Himmel. Am 20.12. haben wir auf einem unserer Lieblingsplätze an der Weser übernachtet, – der Himmel war übersät von Sternen, es schien, als wolle der Hundsstern als hellster Stern, uns etwas mitteilen. Doch es war furchtbar stürmisch an diesem Abend und auch Regen setzte ein, der immer stärker wurde. Und so verkrochen wir uns in unseren Bert und nahmen wenigstens noch den Schein der Sterne wahr. Es war schon ein bisschen magisch, mystisch, ja, sie wirkten auf uns, wie Besucher aus einer anderen Welt.
Nicht zu vergessen, dass sich die alten Völker stets nach den Sternen richteten. Sie haben ihre Pyramiden angeordnet wie den Gürtel (Sternenbild) des Orion. So wie die Pyramiden von Gizeh. Sie waren in der Lage das Sternendbild zu kartographieren. Dazu aber ein anderes Mal mehr.
Die Wahrnehmung ist bei den Menschen dahingehend ganz unterschiedlich, aber an ihrer Faszination verlieren die Sterne nichts.
Selbst der „moderne Weihnachtsmann“ lässt sich darauf zurückführen.
Auch dazu haben wir noch einiges Interessante aufgespürt.
Bei Wolf Dieter Storl in seinem Buch „Die Magie der Sonnenwenden“ heißt es: „Auch der Weihnachtsmann ist ein Urbild, abgesehen davon, dass die Kirche ihn in der Gestalt des heiligen Nikolaus vereinnahmt hat. Er ist der archetypische fliegende Schamane, wie man ihn schon mindestens seit de jüngeren Altsteinzeit kennt. Die Mammut,- Rentier- und Büffeljäger lebten in mit Tierfellen überdeckten Grubenhäusern, oder Zelten, ähnlich des Tipis der Prärieindiander, oder in abgewandelter Form, ähnlich den Jurten der zentralasiatischen Nomaden. Die Rauchöffnung an der Spitze des Zeltes galt als Ein-oder Ausgang der Geister. In Sibirien galt der aufsteigende Rauch aus der Feuerstelle als der Weltenbaum, der zwischen Himmel und Erde vermittelt und auf dem Schamanen und Geister auf-und absteigen.

Das mit Lederplanen bedeckte konische Zelt galt als Abbild des Kosmos. Wir bewahren diese Vision immer noch in der Sprache: Wir sprechen von dem Himmelszelt. Die kleinen Löcher in der Lederplane, durch die das Licht hindurchscheint, erinnerten an die Sterne, das Loch ganz oben, durch das der Rauch abzieht, galt als der Nordstern (Polaris), um den sich – von der Erde aus gesehen – der ganze Sternenhimmel dreht. Durch dieses Rauchloch flogen die Seelen der Schamanen in die Welt der Geister. Die Geistwesen benutzten ihrerseits das Rauchloch als Eingang in den Lebensraum der Menschen. Dieses Bild hat die Zeit überdauert.“ (1)
Und auch das sind unsere Sterne: All die Menschen, die von uns gegangen sind.

Was gibt es wohl Schöneres, als sich während dieser von der Kirche verordneten „Weihnachtszeit“, auf all das Ursprüngliche, auf unsere Ahnen zu besinnen, und mit ihnen Verbindung aufzunehmen? Gerade in der Zeit zwischen Samhain und Julfest sind wir ihnen ganz nah.
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Und was ist nun mit Sirius, dem sogenannten Hundsstern? Ich bin mir sicher, dass die Menschheit eine alte, geheimnisvolle Verbindung mit ihm hat. . Er ist mehr als zwanzigmal so hell wie unsere Sonne und ist doppelt so massereich. In der Nacht ist Sirius der hellste Fixstern am Himmel und seit Anbeginn der Zeiten hat er mit seinem blau-weissen Glanz, der Sternenbetrachter mit Erstaunen erfüllt. Kein Wunder, dass Sirius von praktisch allen Zivilisationen verehrt wurde.
Mysterienschulen halten ihn für die „Sonne hinter der Sonne“ und daher für die wahre Quelle unserer Sonnenkraft. Während die Wärme unserer Sonne die physische Welt am Leben erhält, so hält Sirius die geistige Welt am Leben. Er ist das „echte Licht“ im Osten, das spirituelle Licht, während die Sonne die physische Welt erhellt, welche als eine grosse Illusion gilt.
Das in-Verbindung-bringen des Sirius mit dem Göttlichen, und auch, dass er als die Heimat der „großen Lehrer“ der Menschheit betrachtet wird, ist nicht nur eingebettet in die Mythologie einiger primitiver Zivilisationen, sondern ist eine weitverbreitete Überzeugung, die bis heute überlebt hat.

Aber auch dazu an anderer Stelle mehr. Das Wissen darüber, würde jetzt den Rahmen sprengen.

(1) auszug aus „Magie der Sonnenwenden“ Wolf Dieter Storl S. 111. )
