Noch „kurz“ etwas zu den „Quellen“ in der Region und dem „kontrollierten Trinkwasser.“

(Nachtrag zu unserem Besuch in der Eifelregion am 6. Januar 2025)

In der Eifelregion folgt eine Quelle der nächsten. Hier wird man also immer fündig, wenn man auf der Suche nach reinem und erfrischendem Quellwasser ist. Vor zwei Tagen erst, haben wir uns an der Alderikus Kapelle ein wenig vom „Heilwasser“ abgezapft.

Dann entdeckten wir auf der Weiterfahrt, nur wenige Kilometer von der Heilquelle entfernt, eine nächste Quelle, die ordentlich sprudelt.

Über diese Quelle wollten wir ein bisschen mehr erfahren. Und darüber erklärte sich dann auch der Andrang davor. Denn als wir nun ganz „in Ruhe“ abzapfen wollten, trudelten immer mehr Menschen ein, und bald stellten wir fest, sie alle wollen an die Quelle.

Sie kamen gar mit Anhängern auf denen sich 1000 Liter Wassertanks (IBC Container) befanden. Neugierig geworden, fanden wir dann folgendes heraus. Ein Artikel des Kölner Stadtanzeigers aus Juli 2015 gibt Aufschluss:

„Zahlreiche fröhliche Menschen, darunter der Ortsvorsteher Richard Diefenthal und Peter Hagedorn, der Ortsvorsteher aus dem benachbarten Dorfes, treffen sich an der Wasserquelle im Ort, erfrischen sich am kühlen, wohlschmeckenden Nass,

Die Wertschätzung des Wassers, das in den Häusern des Dorfes aus den Wasserhähnen kommt, fällt dagegen eher bescheiden aus. Recht negativ äußert sich ein Bürger über das Nass, das man vom Verbandswasserwerk Euskirchen bezieht. Stattdessen laufe „hier erste Wasserqualität in den Bach“.

Die Quelle war zunächst ein Geheimtipp und zieht nun immer mehr Menschen an, die sich vor Ort das munter sprudelnde Wasser in Flaschen abfüllen. „Hier stehen immer mehr Autos“, hat Jan Eschweiler beobachtet. „Das spricht sich rund. Hier kommen so viele, das ist Wahnsinn“.

Ein Familienvater aus Obergartzem kommt vorbei, in der Hand vier Kästen mit leeren Mineralwasserflaschen. Pascal Floisdorf hält die Flaschen in den Wasserstrahl und erläutert, seine Schwester arbeite als Chemikerin an der Uni Bonn. Sie habe das Wasser für ihn getestet, es sei einwandfrei. „Ich trinke das Wasser seit zwei Jahren und habe meine Schwester gefragt, ob wir es auch den Kleinen geben können.“ Sie habe gesagt, das Wasser sei einwandfrei. „Die wird mir ja wohl keinen Bären aufbinden“, sagt er. Floisdorf glaubt sogar, dass dieses Wasser gesünder als das Leitungswasser ist: „Wir machen alles damit.“

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Die Quelle befindet sich am 1905 errichteten Wasserbehälter des Dorfes, der sein Wasser von einem 500 Meter entfernten Tal bezieht. In den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sei der Ort ans überörtliche Wassernetz angeschlossen worden, erzählen die Bewohner.

Einer der Bürger hält mit seiner Meinung über die damalige Modernisierung der Wasserversorgung nicht hinter dem Berg: „Hierhin kam eine Kommission, die hatten alle weiße Kittel an. Mit der Taschenlampe haben sie in den Wasserbehälter hineingeleuchtet. Auf dem Wasser schwamm ein kleiner Frosch, das war für die Kontrolleure der Weltuntergang.“

Dafür aber jede Menge Kalk und Chlor in der Trinkwasser- Wasserleitung!

In den 60er Jahren habe das Verbandswasserwerk die kleineren Gemeinden verrückt gemacht: „Wenn ihr hier nicht mitzieht, könnt ihr euer eigenes kleines Wasserwerk nicht mehr unterhalten“, habe es geheißen. „Die hätten uns das sonst hier unter irgendeinem Vorwand gesperrt, wenn wir nicht mitgemacht hätten. Das war Bangemacherei“, so der Bürger

Und das Ergebnis: Jetzt habe man jede Menge Kalk und Chlor in der Wasserleitung.

Das Quellwasser ist hingegen weich und schmeckt köstlich. Und manche Menschen tun einiges, um gutes Wasser zu bekommen.

Aber Vorsicht! Das stimmt so manchen nicht unbedingt freundlich….

Helmut Schmitz, der Betriebsleiter der Mechernicher Stadtwerke findet das nicht so gut: „Die Quelle befindet sich auf einem städtischen Grundstück“, gibt er Auskunft und warnt: „Ich selbst würde das Wasser nicht trinken wollen.“ Denn Trinkwasser unterliege nun mal einer ständigen Aufsicht. Wollte man das Wasser als Trinkwasser deklarieren, müsse es laufend überprüft werden, was aber nicht geschehe“. „

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Eben!!! Es ist nicht kontrolliert. Und das gefällt den Stadtwerken offenbar so gar nicht… Die Menschen hier, versorgen sich also weiter fleißig mit dem guten Wasser aus der Quelle. Wir haben dann auch schnell Platz gemacht. Vermutlich dachten sie: „Oh weh, jetzt kommen sie schon vom Niederrhein hierher und zapfen Wasser ab“.


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